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Archive for 4. Januar 2011

Nur der Vollständigkeit halber

… und damit Sie auf dem Laufenden bleiben, was die Korrekturen angeht: ich habe den einen Stapel, von dem ich nur zwei Drittel korrigieren muss, weil das andere Drittel vom Herrn Referendar korrigiert wird, sorgfältig mit Rotstift verziert und mir Punkte für „kommunikative Textgestaltung“, „Ausdrucksvermögen“ und „Sprachrichtigkeit“ in meiner Liste notiert.

Nun muss ich in einer zweiten Runde die inhaltliche Qualität der Ausführungen bewerten. Doch dazu fehlt noch der berühmte „Erwartungshorizont“. Dessen Formulierung muss jedoch ein wenig warten, da ich mich jetzt zunächst mit den Hausarbeiten meiner Geschichts-Zusatzkurs-Schüler amüsieren werde.

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„Als ich noch klein war, …“ – so fingen viele Geschichten an, die mir meine Oma erzählt hat, wenn sie für einige Wochen bei uns zu Besuch war. „Oma erzähl mal, als du noch klein warst …“ bat ich sie dann sehr oft und sie erzählte. Gerne immer wieder dieselben Geschichten, ein Privileg des Alters.

Manchmal denke ich an die Erzählungen meiner Oma, wenn mir etwas einfällt, das passierte, „als ich noch klein war“ und an das ich durch irgendetwas erinnert werde. Das kann ein Ereignis sein, ein Bild oder einfach nur ein Datum. Der 4. Januar ist so ein „Erinnerungsdatum“.

Am 4. Januar hatte „Onkel Hugo“ Geburtstag. Onkel Hugo war der drittälteste Bruder meiner Mutter, die insgesamt 6 Brüder und 3 Schwestern hatte und das jüngste Kind der Familie war.

Wenn Onkel Hugo Geburtstag hatte, dann traf man sich zum Geburtstagskaffee und Abendessen in Essen-Ost. Dort wohnte Onkel Hugo mit Tante Else und Cousin Horst. An die Anwesenheit von Cousin Horst kann ich mich nicht erinnern, was aber nicht heißen muss, dass er nicht da war. Das gesellschaftliche Leben spielte sich an Geburtstagen im Wohnzimmer und in der Küche ab. Im Wohnzimmer saßen die Gäste, in der Küche wurde das Essen vorbereitet und das Geschirr zwischen den Mahlzeiten gespült. In der Küche arbeitete Tante Else, eine eher unscheinbare Frau, an diesem Tag mit gestärkter, weißer Schürze. Ihr zur Seite stand Tante Erna, die Frau des zweitjüngsten Bruders meiner Mutter. Meine Mutter war selten in der Küche dabei, sie saß im Wohnzimmer mit dem Geburtstagskind und den anderen Gästen. Ich durfte in der Küche mit den weißen Plastikfigürchen aus der Zigarrenkiste spielen (Tiere, Zäune, Indianer, Cowboys …) und den Gesprächen der Tanten lauschen. Manchmal durfte ich auch helfen, die „Schnittchen“ auf den Platten anzurichten. Denn neben Kuchen und Torten am Nachmittag gab es zum Abendessen immer „Schnittchen“. Mit gemischtem Aufschnitt, mit Leberwurst und vor allen Dingen mit „Gürkchen“. Ganz viele Schnittchen, nicht enden wollende Berge auf Platten, die von den Tanten in der Küche jederzeit nachgefüllt wurden.

Natürlich gab es bei uns zu Hause auch Schnittchen, auch mit Leberwurst, auch mit Gürkchen. Aber nur für mich und auf einem Brettchen angerichtet, machte es nicht so viel Spaß, Schnittchen zu essen. Das war dann eher „Butterbrot“ zum Abendessen, Routine und langweilig.

Die Verwandtschaft kam auch zu uns zu Besuch an Geburtstagen. Da gab es dann manchmal auch Schnittchen, aber auch noch viele andere Sachen. Käsewürfel, Kartoffelsalat, kleine Frikadellen, gefüllte Eier. Die Gäste saßen am Tisch. Das alles ist mir lange nicht so eindrucksvoll in Erinnerung geblieben wie Platten mit Schnittchen, die herumgereicht und in der Küche ständig nachgefüllt wurden.

Heute ist der 4. Januar, heute hätte es wieder Schnittchen gegeben. Doch leider leben Onkel Hugo und Tante Else schon lange nicht mehr und über den Verbleib von Cousin Horst habe ich keine aktuellen Informationen.

Zum Glück gab es in diesem Jahr am 2. Januar „Schnittchen“. Denn da hatte die liebste Freundin Geburtstag, die sich auch gerne an „Schnittchen“ erinnert und aus diesem Grund ganz viel Brot und Aufschnitt eingekauft hatte, damit die Gäste in „Schnittchen“ schwelgen konnten, sogar mit Gürkchen.

Danke, meine Liebe, das war sehr lecker und sehr nostalgisch und hat mich selbstverständlich an Onkel Hugos Geburtstag erinnert.

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Heute morgen gab es eine partielle Sonnenfinsternis, die auch in NRW zu sehen war. Wie schade, das ich die Schutzbrille von der letzten Sonnenfinsternis vor mehr als 10 Jahren nicht aufbewahrt habe. So durfte ich natürlich nicht in den Himmel schauen.

Dankenswerterweise haben die Jungs (und Mädels) von der Sternwarte Bochum Fotos gemacht, die man sich hier anschauen kann.

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