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Archive for 7. Januar 2011

Ich weiß nicht, wie bei Ihnen gerade das Wetter ist. Hier ist es nass. Es regnet. Kräftig, ergiebig, aus Eimern und Bindfäden. Da bleibt man besser drinnen, wer will schon eimerweise Wasser über den Kopf bekommen oder durch einen Garnvorhang laufen.

Sollten Sie in der englischsprachigen Welt unterwegs sein, passen Sie bitte besonders auf. Da können Ihnen draußen nämlich leicht Haustiere um die Ohren fliegen, wenn „it’s raining cats and dogs.“

In Frankreich sind Sie zwar vor herumfliegenden Haustieren sicher, doch dort werden Sie bei derartigem Wetter mit dem Geräusch wasserlassender Rinder konfrontiert. „Il pleut comme vache qui pisse.“

Gibt es auch in anderen Sprachen derartige Ausdrücke für die enormen Wassermengen, die vom Himmel kommen?

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Das kleine Kind schrieb eine linguistische Hausarbeit und ich „durfte“ helfen. Die Zeit, in der ich mich mit Linguistik, Phonetik und all den anderen „Quälereien“ des Anglistik-Studiums auseinandersetzen durfte liegt Jahrzehnte zurück, und gerade deshalb machte es mir Spaß, mich auf die Spuren der Entstehung von Wörtern in der englischen Sprache zu begeben. Und ich staunte, was es da alles an Fachbegriffen gibt, hab ich das wirklich auch alles einmal gewusst oder zumindest wissen müssen?

Am besten gefiel mir coining. Der Begriff beschreibt in der Linguistik das „Erfinden“ von neuen Wörtern. Interessant, was im Laufe der Jahre auf dem „Wortmarkt“ so alles „erfunden“ wurde. So war da dereinst der greise Earl of Sandwich, ein leidenschaftlicher Kartenspieler, der um nichts in der Welt den Spieltisch verlassen wollte, auch nicht um etwas gegen sein Hungergefühl zu tun. So ließ er sich sein Essen zwischen zwei Brotscheiben legen und konnte auf diese Weise mit einer Hand essen und mit der anderen weiterspielen. Auch seinen Mitspieler gefiel diese Form der Nahrungsaufnahme und schon bald verlangten auch sie ein „Brot wie Sandwich“ und schon war der Name „geboren“. Bis heute ist eine üppig belegte „Klappstulle“ im In- und Ausland als Sandwich bekannt.

Für den absoluten Brüller in unserer frühabendlichen Arbeitssitzung sorgte ein Missverständnis. So erklärte mir das kleine Kind, „the Earl of Sandwich put his food between two slices of bread“ und ich verstand , „he put his FOOT between two slices of bread“ und sah den alten Earl am Tisch sitzen, den Fuß zwischen zwei Brotscheiben, die Karten in der Hand. Das kam mir irgendwie verrückt vor und ließ mich doch noch einmal nachfragen. „FOOD, Mama“, sprach das kleine Kind, „nicht FOOT!“.

Entschuldigen Sie, lieber Earl, ich wollte mich nicht lustig machen über Sie. Ob ihr UrUrUr-Enkel, John Edward Hollister Montagu, der 11. Earl of Sandwich, die Geschichte kennt? Wie mag die Countess reagieren, wenn der Gatte fragt, „Darling, what about making a sandwich?“ Sicher liegt dann schon bald in der gräflichen Wiege ein strampelndes „Butterbrot“.

English is fun, isn’t it?

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