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Archive for März 2011

Den Fälschern auf der Spur

Es konnte ja nicht mehr lange dauern, bis fleissige Spürhunde dem nächsten Fälscher einer Doktorarbeit auf der Spur sein würden. Wie die Münchener Abendzeitung berichtet, ist diesmal eine „Frau Doktor“ im Visier der „Online-Aktivisten“. Die wühlen sich durch die über 300 Seiten starke Dissertation der Tochter des CSU-Politikers Edmund Stoiber.

Wer hat heute eigentlich überhaupt noch Lust, eine Dissertation anzufertigen? Wann gibt es das erste Tool zum Download, mit dem man seine Arbeit vor der Abgabe auf mögliche Plagiate durchsuchen lassen kann. So eine Art „Virenscanner“ für Dissertationen und Staatsarbeiten, der Alarm schlägt, wenn er eine verdächtige Textstelle findet. Oder man führt ein „Qualitätssiegel für plagiatsfreie Veröffentlichungen“ ein. Oder einen „Literatur-TÜV“, der sich auch Romane und Sachbücher auf Plagiatfreiheit überprüft. Eine Geschäftsidee?

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Schule am Donnerstag

Heute folgten die restlichen Präsentationen in der Klasse 6. Es gab einen wirklich gut gemachten Vortrag zu Rhianna, sogar mit einem Musikbeispiel vom Handy, einen Vortag zu Marshall Bruce Mathers III (besser bekannt als EMINEM) und eine Präsentation zu Shigeru Miyamoto. Ob der allerdings ein „Star“ ist? Nun, für die 4 Jungs aus der 6 ist er es offensichtlich. Leider gab es zwar ein Foto von Herrn Miyamoto, aber keins seiner berühmtesten Bildschirm-Figuren „Mario“ und „Zelda“. Das gab natürlich Punktabzug bei der Bewertung durch die MitschülerInnen.

Die Benotung der Vorträge fiel insgesamt wohlwollend aus, schließlich war es die erste Präsentation dieser Art im Englischunterricht. Wir waren uns einig, dass wir eine Menge Neues gelernt haben und dass wir bald wieder eine solche Präsentationsübung machen wollen.

Nach dem Vergnügen mussten noch die selbstgestellten Übungssätze zum Thema „simple past“ und „present perfect“ bearbeitet werden. Ich habe die von den Schülern ausgedachten Aufgaben zu einem Arbeitsblatt zusammengefasst. Nun bemühte sich die ganze Klasse, Signalwörter zu erkennen und die richtige Zeitform des Verbs zu wählen. Falls Sie sich aus beruflichen oder privaten Gründen für Übungen zum Thema „Tenses“ interessieren, dürfen sie sich das Arbeitblatt (mit Lösungen) gerne hier herunterladen.

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100 Jahre Robert Bunsen

(c)www.google.de

Herr Gugel erinnert uns heute mit einem animierten Doodle an den 200. Geburtstag des Chemikers Robert Bunsen, der vor mehr als 150 Jahren in Heidelberg einen Tischflammenwerfer entwickelte, der seinen Namen trägt. Eigentlich hätte der Brenner auch „Faradaybrenner“ heißen können, denn das Basismodell erfand der englische Physiker Michael Faraday. Doch erst Herrn Bunsen gelang eine Verfeinerung der Erfindung zu einem Brenner, der in dieser Form auch heute noch in jedem Chemielabor eingesetzt wird.

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Schule am Mittwoch

FEUERALARM!

Die 6er präsentieren ihre Referate zum Thema „My favourite star“. Einige machen das wirklich sehr gut, haben die in den letzten beiden Förderstunden erarbeiteten Kriterien für eine gute Präsentation ansprechend umgesetzt. Auch das Feedback auf Englisch klappt prima, jede der vier Präsentationen wird sachlich und angemessen kritisch bewertet. Die Lehrermeinung weicht nur minimal vom Urteil der Mitschüler ab.

Da sich jeder 3 Aspekte aus dem Inhalt jeder Präsentation notieren muss, die ihm oder ihr in Erinnerung geblieben sind und von denen er vorher noch nichts gewusst hat, sind auch die Zuhörer angemessen beschäftigt und die Aufmerksamkeit entsprechend hoch.

Gerade als wir die letzte Präsentation „Lady Gaga“ bewertet haben, meldet sich der Feueralarm.

Da wir erst vor wenigen Wochen einen Feueralarmübung erfolgreich durchgeführt haben, weiß jeder, was zu tun ist. Fenster zu, Klassenbuch mitnehmen, zu zweit auf dem kürzesten Weg zum Treppenhaus und auf den Hof, der Lehrer geht zuletzt, die Klasse wird nicht abgeschlossen. Einige ängstliche Gesichter, alle gehen sehr diszipliniert hinaus, selbst die mit der großen Klappe sind ausgesprochen schweigsam. Im Flur begegnen uns andere Klassen, ebenfalls diszipliniert,  es gibt keine Panik, kein Rennen, kein Schubsen, auch dann nicht, als sich der Schülerstrom aus den oberen Etagen mit dem von der unteren vermischt. Fragende Gesichter auch bei den Kolleginnen und Kollegen, nirgendwo ist Rauch zu sehen oder zu riechen. Wieder eine Übung? Wir stehen auf dem Schulhof, kontrollieren die Anwesenheit, warten …

Es passiert … nichts! Nach ewig langen 20 Minuten fährt ein einsames Feuerwehrauto vor das Schultor, 3 Feuerwehrmänner betreten den Schulhof, werden von der Schulleitung begrüßt und ins Gebäude begleitet. Eine Übung? Wir warten weiter. Erst ein Mitglied der Schulleitung kann den Alarm aufheben, erst dann dürfen wir ins Gebäude zurück. „Ich habe Hunger.“ „Können wir spielen gehen?“ Den Schülern ist langweilig, es gibt nichts zu sehen, nichts zu hören. Zwei Mädchen haben ihr Federmäppchen mit auf den Hof genommen, sie wollten ihre Glitzerstifte nicht unbeaufsichtigt in der Klasse zurücklassen. Auch ein Handy ist hier und da zu sehen. „Können wir Musik hören?“

„Es brennt in der Biologie.“ „Ein Lehrer hat Rauch in der Mensa gesehen.“ Erste Gerüchte machen die Runde. Dann endlich das ersehnte Zeichen, wir können ins Gebäude zurück. Das geht leider nicht so diszipliniert wie der Weg nach draußen. Alle sind sehr viel lauter, es wird geschubst, jeder möchte zuerst wieder in der Klasse und bei seinen Sachen sein.

Einige Zeit später erfahren wir den Grund für den Alarm: Einer der Dampfgarer in der Mensa machte so viel unkontrollierten Dampf, dass der darüber befindliche Rauchmelder Alarm schlug und uns eine unfreiwillige halbe Stunde auf dem Schulhof bescherte.

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Schule am Wochenanfang

Weil es einfach keinen Sinn macht, am Dienstag von Schule am Montag zu schreiben, fasse ich die ersten beiden Schultage der Woche in einem Artikel zusammen:

Kurzvorträge im Zusatzkurs Geschichte zu Themen wie „Die Entführung der Landshut“, „Olympische Spiele 1972“, „Baby-Boom und die Rolle der Frau im Nachkriegsdeutschland“. Das größte „Publikumsinteresse“ hat ein Vortrag mit dem mysteriösen Titel „Der rosa Riese“.

Erste Übungen zum Hörverstehen im Englischunterricht der Klasse 6. „Kommt das in der Arbeit?“ „Ich versteh kein Wort!“ „Ist doch easy-peasy!“ Sehr unterschiedliche Reaktionen, es bleibt abzuwarten wie sich die Kompetenzen weiter entwickeln. Genaues Zuhören ist wie genaues Lesen für Schüler manchmal eine große Herausforderung.

Heute wieder einmal harte Arbeit in der Doppelstunde in der Klasse 5. Der Unterschied zwischen Objekt- und Subjektform der Personalpronomen will einfach nicht in den Köpfen haften. „Das klappte aber doch am Freitag schon so gut.“ „Das ist schon zu lange her.“ Ah ja, Halbwertzeit 3 Tage? Wahrscheinlich wurden die Festplatten mit allerlei Wochenenderlebnissen überschrieben. Dazu eine neue Sitzordnung, neue Sitznachbarn, keine klare Trennung mehr zwischen Jungen und Mädchen, das verlangt geradezu nach Kommunikation und Selbstdarstellung. Da bleibt der Unterschied zwischen „he“ „him“ und „his“ schon mal außen vor.

Die Referendarin versucht sich an Partizipien in der 8. Klasse und trifft auf wenig Gegenliebe. Morgen wird es hoffentlich besser gehen, wenn es darum geht, amerikanische Pop-Songs zu analysieren.

Der Rest des Schultages  – unspektakulär.

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Asyl

Das „kleine Kind“ möchte dem Computer-Senior gerne Asyl gewähren. Dann darf er auf seine alten Tage viele schöne Fotos speichern und bei der Bearbeitung behilflich sein. Ich denke schon, dass er das schafft. Eine nette Aufgabe für einen Rentner. Nun muss ich ihn nur noch von all den Daten und Dateien befreien, die sich im Verlaufe der letzten 6 Jahre auf seinem Buckel seiner Festplatte angesammelt haben. Doch das Alltagsgeschäft lässt mir gerade wenig Raum für Aufräumarbeiten, weder real noch virtuell.

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Der Rechner links neben dem Schreibtisch von Frau Marienkäfer ist in die Jahre gekommen. Zwar stammt er nicht mehr aus der Steinzeit, doch ein Jüngling ist er auch nicht. Angemerkt habe ich ihm sein Alter erst , als ich versuchte, meinen Schreibtisch mit einem schicken, klavierlackfarbenen Widescreen-Monitor zu schmücken. Mit diesem neumodischen Ding wollte sich der Herr Computer dann doch nicht anfreunden, seine Freundin die Grafikkarte war einfach zu schwach auf der Brust. So wurde der probeweise aufgestellte, schwarzglänzende Jüngling wieder rausgeekelt, ich musste ihn zurücktragen in den Markt der Medien.

Derartige Zicken trugen zu einem erheblichen Vertrauensverlust zwischen Frau und Rechner bei und so kam es, dass ich bereit war, den Mann an meiner Seite am verkaufsoffenen Sonntag in die Domstadt zu begleiten, um dort einen Rechner zu kaufen, den das Computerkaufhaus seines Vertrauens für einen überzeugend günstigen Preis anbot. Auch ein neuer, schwarz lackierter Monitor fand den Weg in den Einkaufskorb.

Leider funktioniert Hardware aus dem Profi-Shop nicht so wie Hardware vom Discounter. Also nix mit „einschalten, lossurfen“. Der Schönling verlangt nach einem individuell konfigurierten Betriebssystem, sein Innenleben muss in mühevoller Kleinarbeit zum Leben erweckt werden. Immerhin hat er sich widerstandslos mit der großen weiten Welt verbinden lassen.

Ob und wie schnell ich mich mit der Benutzeroberfläche des neuen Hausgenossen anfreunden werde, bleibt abzuwarten, noch ist er nicht in den Arbeits-Olymp aufgenommen worden. Dort wird er dann hoffentlich auch das Sprechen lernen, wenn es nicht unter seiner Würde ist mit Discounter-Boxen zu kommunizieren. Und dort werde ich ihn wohl auch nach und nach mit meinen Vorlieben für Handling und Optik vertraut machen.

Bleibt die spannende Frage, was mit dem Senior passiert sobald der Junior alle Daten in seinen riesigen Speicher übernommen hat. Seine Tage scheinen gezählt. Elektronikschrott im Wertstoffhof? Oder Gnadenbrot im Klassenzimmer? Abwarten.

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