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Archive for 23. März 2011

Schule am Mittwoch

Zwei Stunden Klausuraufsicht. Ich trinke Tee und nutze die Zeit zur Korrektur der Vokabeltests der 6er. Selten hat man in unserer Schule Gelegenheit, so ungestört zu arbeiten. Zu Beginn der Pause werde ich abgelöst, zwei Stunden später liegen 14 Arbeiten auf meinem Platz im Lehrerzimmer, bereit für den Rotstift. Mein Ziel: Rückgabe spätestens am 15.4., dem letzten Schultag vor den Osterferien.

Zwei Stunden Hospitation in „meiner“ Klasse. Ausbildungsunterricht Englisch. Übungen zu Relativsätzen, defining und non-defining, Gespräche über „Hispanics“ und „Californian Beaches“. Das Los bestimmt Gruppen für ein Placemat zur Frage: „Should beaches be open for all?“ Die Argumente der SchülerInnen sind wenig überzeugend. Insgesamt ist der Unterricht unspektakulär, es springt kein Funke über. Für die nächste Woche ist ein Unterrichtsbesuch der Fachleiterin geplant, hoffentlich hat die Stunde dann mehr Power.

Highlight des Tages ist die 7. Stunde in der 5. Noch immer kämpfen wir  mit der Objektform der Personalpronomen, in den Klassenraum scheint die Sonne, es ist warm, die Jungs sitzen teilweise im Unterhemd, was die Mädchen zu Blicken und Getuschel einlädt. Ich verteile 3 (virtuelle) gelbe Karten für Unaufmerksamkeit und Schwatzen mit dem Nachbarn, L. entgeht nur knapp der roten Karte (Extraaufgabe), als er zahlreiche lose Blätter auf dem Tisch sortiert, während seine Mitschüler das Ergebnis der Übungsaufgabe vergleichen.  Das anschließende „Rappen“ der Pronomen gelingt auch ohne die CD, die sich heute morgen in den unendlichen Weiten meines Arbeitszimmers nicht auffinden ließ.

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Schule kann manchmal ziemlich verwirrend sein, gerne auch chaotisch. Doch ich bin diesen Anblick gewöhnt und verliere nicht den Durchblick, sondern genieße den Ausblick und behalte den Überblick.

Sie dürfen gerne raten, von wo im Schulgebäude die Kamera diesen Blick festgehalten hat.

Einblick, Ausblick, Durchblick, Überblick

Blicken Sie doch mal hindurch.

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Lerntypen

Nur so aus Spaß habe ich den Lerntypentest bei wissen.de gemacht. Und obwohl ich bei den Fragen gelegentlich den Eindruck  hatte, ich sei nicht wirklich die Zielgruppe, war das Ergebnis doch nachvollziehbar.

40 bis 55 Punkte: Der kommunikative Lerntyp

In der Schule galten Sie wahrscheinlich als Quasselstrippe. Dabei dienten die Gespräche mit den Mitschülern allein dem Lernprozess. Sie lernen am besten in Gesellschaft – und wenn Sie selbst erklären.

Quasselstrippe? Ja, ich glaube schon, zumindest manchmal.  Aber ob die Gespräche mit den Mitschülerinnen (ich hatte in der weiterführenden Schule keine Mitschüler!) ausschließlich dem Lernprozess dienten – ich wage es zu bezweifeln.

Lernen in Gesellschaft, ja gerne. Manchmal verstehe ich erst, was ich meine, wenn ich höre, was ich sage.

Lehrer erklären gern. Das ist auch zu Zeiten immer häufiger praktizierter kooperativer Unterrichtsformen durchaus noch gefragt, auch wenn die Lehrerrolle inzwischen neu definiert werden muss. Von wegen „alles schweigt und einer spricht …“, das ist nicht mehr zeitgemäß. Obwohl so mancher Schüler mit sanftem Druck vom Schweiger zum Sprecher gewandelt werden muss.

Und welcher Lerntyp sind Sie?

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