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Archive for Juni 2011

Handschlag

Eine Stunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt kommt der Kaufinteressent. Nach einer ersten Besichtigung steigt er ein zur Probefahrt. Kurze Zeit später entlädt sich ein Gewitter und es gibt die angekündigten „wolkenbruchartigen Regenfälle“. Als der Regen nachlässt kommt der harte Teil der Verhandlung. Der Kaufinteressent legt Wert auf ein makelloses Auto, inspiziert jede Steinschlagstelle, jeden Kratzer. Sein Urteil: das Auto ist drei Jahre alt, kein Garagenfahrzeug, nicht regelmäßig gepflegt. Die Farbe gefällt ihm (Männer!!), die Fahreigenschaften ebenfalls, die Musikanlage macht den gewünschten Sound. Sein Preisvorschlag ist zunächst unakzeptabel. Nach zähem Ringen gibt es tatsächlich ein für beide Seiten „unter Schmerzen“ annehmbares Verhandlungsergebnis, das per Handschlag besiegelt wird (Männer!!). Nun bleibt abzuwarten, ob der Käufer das benötigte „Klein“geld heute Abend wirklich bringt, so dass der Austausch von Fahrzeug gegen Geldscheine stattfinden kann.

Wenn alles klappt, dann wird „der Alte“ zukünftig dort parken, wo auch die beste Freundin wohnt. Sein (hoffentlich) neuer Besitzer hat große Pläne mit ihm. Er wird ihn aufpolieren, jeden kleinen Makel im Lack ausbessern und ihn auf Hochglanz polieren. Und dann wird er damit seine umfangreiche Angelausrüstung transportieren. Das wird er schaffen, „der Alte“, ich wünsche ihm noch ein langes Leben.

Sie dürfen noch ein bisschen Daumen drücken.

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Verkaufsgespräche

Das Auto steht zum Verkauf. Nicht meins, das möchte ich noch eine Weile behalten, damit es noch ein bisschen wächst und vielleicht doch eines Tages ein Jeep wird, sondern das vom „Mann an meiner Seite“. Der fährt seit einiger Zeit einen Firmenwagen und nun muss „der Alte“ weg. Da „der Alte“ noch relativ jung ist, ist er kein Schnäppchen, das Papi für Sohnemann oder Töchterchen kauft. So stehen die Kunden nicht Schlange und geben sich nicht die Autotüre in die Hand. „Da müssen Sie Geduld haben“, sprach der Kundenberater im Autohaus, das ihn regelmäßig inspiziert und gerade erst „über den TÜV gebracht“ hat. „Der Alte“ ist ein Kombi, also eher ein Familienauto, oder ein Auto für Leute, die gerne verreisen, beim blau-gelben Möbelhaus einkaufen oder gelegentlich einen Umzug stemmen. Solche Arbeit hinterlässt Spuren, deshalb sieht man hier und da Gebrauchsspuren, innen und außen. „Haben Sie damit viel transportiert?“ fragten die bisher einzigen Interessenten, die wohl einen Neuwagen zum Preis eines Gebrauchten suchten. Der Verkauf kam nicht zustande. Heute nun kommt der zweite Interessent. Er fährt aktuell dieselbe Marke, nur ein kleineres Modell und klang sehr interessiert. Plante bereits am Telefon die Übergabemodalitäten und den Abholtermin.

Drücken Sie die Daumen, dass er zuschlägt und der Parkplatz vor der Tür wieder frei wird. Dann kann ich am Wochenende mein Auto aus dem Asyl beim kleinen Kind abholen.

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Pfingstsonntag

  • Wetter: durchwachsen
  • Aktivitäten: Schreibtisch
  • Essen: Grillfleisch mit Gemüse
  • Fernsehen: Harry Potter

Kein Tag, um ihn im Kalender hervorzuheben.

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Morgen feiert die Christenheit wieder einmal den Geburtstag der Kirche. Pfingsten, griechisch: Pentakoste, der 50. Tag nach Ostern, war ursprünglich ein jüdisches Erntefest.

An diesem Festtag vor mehr als 2000 Jahren, so erzählt es die Bibel, wurde der Geist Gottes zu den Aposteln geschickt, die von Jesus auserwählt waren, das Wort Gottes zu verbreiten. Und das passierte nicht still und heimlich, sondern mit großem Theater:

Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus. Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen Gott eingab.

Seit Kindergottesdiensttagen habe ich dieses Bild vor mir, ein Bild von Männern mit tanzenden Flammen über dem Kopf. Von Pfingsten als eine Art göttlichem Sprachkurs, durch den in minutenschnelle 12 Männer alle Sprachen der Welt sprechen konnten. So konnten sie die christliche  Botschaft in die Welt hinaustragen und wurden von jedem und überall verstanden. So konnten die ersten christlichen Gemeinden entstehen.

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Schule am Freitag

Gerade noch passend vor dem langen Wochenende schrieben meine LK-Schüler heute ihre letzte Klausur für dieses Schuljahr. Erfreulicherweise hat niemand gefehlt. Auch die nicht, die am Mittwoch in der letzten Doppelstunde vor dem Klausurtermin auf Anwesenheit verzichtet haben. Erfahrungsgemäß winkt die Lehrerin am Ende solcher Stunden kräftig mit dem Zaunpfahl und macht allerlei Andeutungen im Bezug auf die Klausuraufgaben. Das muss man sich nicht antun, genausowenig wie das Anfertigen von Hausaufgaben oder die Teilnahme am Unterrichtsgespräch. Bringt ja doch alles nichts. Man geht einfach zur Klausur, schreibt alles auf, was einem beim Durchlesen des Textes einfällt und hofft, dass genug Punkte für eine ausreichende Leistung zusammen kommen. Darüber hinaus lächelt man milde über die, die sich jede Stunde am Unterrichtsgespräch beteiligen, sich immer melden, wenn Freiwillige zum Vorlesen der Hausaufgabe gesucht werden und die der Lehrerin auch außerhalb des Unterrichts mal ein „Guten Tag“ oder „Auf Wiedersehen“ gönnen. Ganz schön blöd sind die.

Nun liegt hier also wieder ein netter Stapel Schülertexte und wartet darauf, zur Kenntnis genommen zu werden. Mal sehen, was am langen Pfingstwochenende möglich ist.

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Vitamin A

Mein heutiger Besuch im Hofladen bescherte mir einen Lunch aus einer geviertelten Möhre und zwei Würstchen vom glücklichen Schwein. Das Würstchen habe ich selbstverständlich nur deshalb gegessen, weil der Körper Fett benötigt, um das in den Möhren enthaltene Vitamin A verwerten zu können. Wie ich das Dip-Schälchen mti HP-Soße zum Eintunken des Würstchens erklären soll, weiß ich noch nicht. Ideas anybody?

Jetzt fahre ich brav zum Sport, um all dem Fett und den Kohlehydraten keine Chance zum „Anwachsen“ zu geben.

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… als eine Reihe von freien Tagen. Sehr frei nach Herrn Goethe, aber sehr wahr. Wobei die freien Tage nicht das Problem sind, sondern der Tag bzw. die Tage danach. So war mir heute morgen aber auch so gar nicht nach Schule, Schülern und Kollegen. Und so schlich ich mich um 9 Uhr ins Klassenzimmer der 6c und um 10.45 Uhr wieder hinaus. Die Zeit dazwischen verbrachten wir mit Fragesätzen und allerlei nützlichen Übungsaufgaben für die kommenden Klassenarbeit. Und mit der Einführung ins neue Thema: Schottland. Das wars für heute. Hoffentlich bin ich morgen etwas besser motiviert.

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