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Archive for 29. Februar 2012

Einfache Körper

In der Übungsstunde in der Klasse 5 beugten sich heute die meisten Köpfe über das Mathebuch. Hier und da hörte ich es flüstern, es fielen Begriffe wie Würfel, Quader und Pyramide. Geometrie steht auf dem Lehrplan. Irgendwann kommt Ratlosigkeit auf, die sich schnell zwischen den Tischen ausbreitet. Schließlich steht ein Schüler am Pult und präsentiert mir das Problem. In eine Tabelle sollen Alltagsgegenstände aus einer Liste den verschiedenen „Körpern“ zugeordnet werden. Jeder weiß, dass ein Fußball eine Kugel ist und ein Turm sowohl ein Quader als auch ein Zylinder sein kann. Aber was bitteschön ist eine Filmdose und was eine Diskettenschachtel? Ich komme mir vor wie eine Märchentante, als ich von Fotoapparaten erzähle, in die man Filme auf Spulen einlegt. Noch mehr Fremdwörter.  Filme? Spulen? In einem Fotoapparat? Aber da sind doch diese kleinen, flachen Speicherkarten drin. Und was ist eine Diskette? Computerdaten hat man darauf gespeichert? Dafür gibt es doch Festplatten, CDs, DVDs und externe Speicherplatten! Ach Kinder, es war einmal …

Das Mathebuch ist übrigens nicht aus den 8oer Jahren sondern wurde erst im letzten Jahr neu angeschafft. Da hat wohl jemand die Begrifflichkeiten nicht aktualisiert. Schulbücher sind noch analog, oft noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen.

Ein ähnliches Problem gab es vor kurzem im Englischunterricht der Klasse 6. Es sollte verglichen werden. „A tiger is more dangerous than a mouse.“ (klar ist der Tiger gefährlicher!) „A TV is more expensive than a Walkman.“ Was für ein Mann ist teurer? Wer benutzt beim ‚Walken‘ denn einen ‚Walkman‘, da gibt es doch EiPott, EiFön und EmPeDreiPlayer im Miniformat. Kassetten? Wassndas?

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Mittwochsschule

Schon wieder Mittwoch? Unglaublich.

Der Februar ging heute mit den Vorabi-Klausuren meiner LK-SchülerInnen zu Ende. Pünktlich um 9 Uhr saßen sie auf ihren Plätzen und warteten gespannt auf die Texte. Vor sich auf den Tischen hatten sie Wasser-, Tee- und Saftflaschen aufgebaut, Schokoriegel gestapelt, Papiertücher und Nasenspray bereit gelegt. Ohne Not fehlt niemand bei einer Vorabi-Klausur. Auch der Schüler, der während der Vorbereitungen wegen einer Knieverletzung gefehlt hatte, war zur Klausur angetreten.

30 Minuten nach Austeilen der Aufgaben hatte sich jeder für einen Text und die dazugehörigen Aufgaben entschieden. Interessanterweise verteilte sich die Wahl gleichmäßig auf die beiden zur Verfügung stehenden Text. Das darf wohl gerne so verstanden werden, dass beide Text für die SchülerInnen „machbar“ waren. Wie es letztendlich ausgegangen ist, werde ich im Laufe der kommenden Wochen erfahren (und berichten).  Noch liegen die fertigen Klausuren im Schrank der Schulleitung, erst morgen werde ich sie auf meinen Schreibtisch verlagern und dann eine nach der anderen korrigieren.

Im LK beginnt morgen  die Wiederholungsphase aller abiturrelevanten Themen. Es wird sich zeigen, was am Ende der sieben Quartale in den Köpfen haften geblieben ist. Hier und da werden wir wohl noch einmal „updaten“ müssen.

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