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Archive for 6. September 2012

 

Sie erinnern sich, heute musste ich zwei Stunden den Religionsunterricht in der 7. Klasse vertreten. Alles war gut vorbereitet, ich bekam genügend Material und die dazugehörige Aufgabe.

Die Aufgabe bestand darin, die Geschichte von Isaac, Rebecca, Jakob und Esau spielerisch darzustellen, in der erzählt wird, wie Jakob sich mit Hilfe seiner Mutter Rebekka, den Segen des Vaters erschleicht, der eigentlich seinem älteren Bruder Esau zusteht. Die Geschichte lässt sich in der Bibel, im 1. Buch Mose (Genesis) nachlesen.

Die Aufteilung der Schüler in Vierergruppen hatte die Kollegin bereits vorbereitet, innerhalb der Gruppen durften sich die SchülerInnen die Rollen selbst aussuchen. „Ich bin Esau“, rief einer der Jungs begeistert. „E-Sau, E-Sau …“, schallte es anschließend aus allen Richtungen, gefolgt von Gelächter und allgemeinem Tumult. Wer kann den SchülerInnen die Assoziation verdenken. Sie kennen E-Mail, E-Briefe und E-Books, da ist es nur verständlich, dass sie sich über einen Jungen amüsieren, der E-Sau sein will, oder?

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Wenn die Abiturienten „auf Kursfahrt“ und die 6. Klassen „auf Klassenfahrt“ sind, dann kommt der für den Vertretungsplan verantwortliche Kollege ins Schwitzen und die daheimgebliebenen KollegInnen und SchülerInnen stöhnen „Schon wieder Vertretung!„.

Vertretungsstunden sind wie Wundertüten oder Überraschungseier, man weiß nicht so genau, was drin ist.

Alle KollegInnen, die SchülerInnen auf Kurs- oder Klassenfahrten begleiten und deren Unterricht deswegen in anderen Klassen und Kursen ausfällt, sind angewiesen, Aufgaben zu erstellen, die die SchülerInnen während iher Abwesenheit erledigen können/müssen/sollen. So muss der „Vertretungslehrer“ lediglich die Materialien verteilen und für Ruhe im Klassenraum sorgen. Während der Vertretungsstunden kann er am Pult sitzen und seine eigenen Aufgaben erledigen. So weit die Theorie.

Nun kommt es aber vor, dass

  • der Kollege keine Aufgaben gestellt hat
  • die SchülerInnen mit den gestellten Aufgaben nicht zurecht kommen
  • die Aufgaben nicht für die gesamte Arbeitszeit ausreichen

Dann kann der Vertretungslehrer nicht entspannt am Pult sitzen, sondern muss

  • die verschütteten Latein- oder Französischkenntnisse reaktivieren
  • Punkt vor Strich rechnen oder mit dem Kehrwert multiplizieren
  • Streit schlichten
  • den Klassenraum fegen lassen
  • Ruhe bewahren

Heute vertrete ich eine Kollegin, die in einer 7. Klasse evangelische Religion unterrichtet.

Ob es Aufgaben gibt?

Ob es mir hilft, dass ich im Konfirmandenunterricht immer gut aufgepasst habe?

Abwarten!

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