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Archive for November 2012

Die Schüler der 6. Klasse sollen Anweisungen übersetzen, die sie in der Londoner U-Bahn hören bzw. lesen können.

Ich zitiere aus der Klassenarbeit des Schülers „L“:

Don’t feed the pigeons on the platform.“  –> „Nicht auf die Pinguine auf dem Bahnsteig treten.“

Sind die aus dem Zoo entlaufen.

Change trains at the next station.“ –> „Tausche die Züge an der nächsten Station.“

Gibst du mir deinen Zug, geb ich dir meinen Zug. 😉

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Ich hätte so gerne …

… ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung oder zumindest eine Portion Vorfreude.

Doch leider konnte ich bisher davon noch so gar nichts spüren. Obwohl die Lichter in der (künstlichen) Tannengirlande über der Fensterfront im Wohnzimmer schon leuchten und der Adventskranz auf dem Terassentisch bereit liegt. Ein Bummel durch die  Weihnachtsabteilung des blau-gelben Möbelhauses hat nicht zu vorweihnachtlicher Stimmung geführt. Der Pfefferkuchenkeks, der dort zur kostenlosen Verkostung bereit stand, auch nicht.

Fall jemand ein wenig Weihnachtsstimmung übrig hat … immer her damit.

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Gesehen heute in der Krefelder Innenstadt.

Hier gibt es den Sommer

Wenn Sie vom grauen Spätherbst jetzt genug haben, dann kann ich einen Besuch bei diesem Chinesen empfehlen. Dort gehen die Uhren offensichtlich anders. Und wenn Sie nach dem Essen so richtig in Sommerstimmung sind, dann kann ich noch einen Besuch im Eiscafé nebenan empfehlen.

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So sieht es aus, wenn man einen Raum, der normalerweise von der Schülerbücherei genutzt wird in eine „Sprachenraum“ verwandelt. Sie sehen den Bereich „Englisch“.

Englisch zum Anfassen

Drum herum gab es natürlich auch noch die Tricolore der Fachschaft Französisch, ganz viel Oranje aus der Abteilung Niederländisch, einen Grundrissplan des alten Roms der Fachschaft Latein sowie Informationen zu Spanisch. Der Raum war gut besucht, auch deshalb weil es Lutscher oder Bonbons gab, wenn man mit Hilfe von Englischkenntnissen aus der Grundschule kleine Aufgaben gelöst hatte.

 

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Novemberlichter

Novemberlichter

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TdoT

TdOT = Schule am Samstag 😦

Für ein paar Stunden am Samstag putzen wir „uns“ heraus. Wir überdecken unschöne Stellen an kahlen Betonwänden mit lustigen Postern oder gelungenen Schülerarbeiten. Die Putzkolonne fährt Sonderschichten. Auf den Tischen und im Eingangsbereich stehen frische Blumen.

Ausgewählte Kolleginnen und Kollegen bieten Unterricht zum Mitmachen an. Es wird experimentiert und gebastelt. Man kann sich im mittelalterlichen Gewand fotografieren lassen. Es gibt Kaffee, Kuchen und Waffeln.

Morgen ist es wieder so weit: Wir gehen auf Schülerfang – es ist Tag der Offenen Tür.

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Freitags, sie erinnern sich, habe ich immer einen kurzen Tag in der Schule. Ich fahre um halb acht hin und komme um zehn Uhr zurück. Lohnt sich eigentlich nicht, steht aber so im Stundenplan, also kann ich mich nicht dagegen wehren. Mit dem Auto brauche ich 15 Minuten zur Schule, da bleibt vor Unterrichtsbeginn immer noch Zeit fürs Fotokopieren von am Tag zuvor erstellten Arbeitsblättern oder für ein Schwätzchen mit KollegInnen.

Heute brauchte ich keine Kopien und Zeit fürs Schwätzchen ist freitags auch immer noch nach meinen zwei Stunden Unterricht, also fuhr ich ein wenig später als sonst los. Am Ende unserer Straße ist eine Bushaltestelle, dort fährt halbstündlich ein Bus vom Stadtteil hinterm Wald zur Stadtmitte. Die Fahrzeit beträgt eine gute halbe Stunde, da der Bus mehrere Siedlungen durchfährt, um auch dort die Menschen einzusammeln, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Am Ende der Straße stand heute morgen eine mir unbekannte ältere Dame, winkte und schaute ziemlich verzweifelt. Ich hielt an und ließ das Fenster herunter.

Fahren Sie in Richtung Innenstadt?
In die Richtung schon, wohin müssen Sie denn?“
Zur Augenklinik am Bahnhof, ich habe einen Termin dort um zwanzig nach acht. Der Bus kommt nicht, ich warte schon eine halbe Stunde.“

Ich schaue auf die Uhr, es ist 7.45 Uhr. Wenn ich im morgendlichen Berufsverkehr erst in die Stadt und danach zur Schule fahre, dann sind 25 Minuten verdammt wenig. Und Lehrer haben nun mal keine Gleitzeit.

Die alte Dame schaut erwartungsvoll und sichtlich ratlos. Ich lasse Sie einsteigen und biete ihr eine Fahrt in die Nähe ihres Ziels an, so dass ich nicht in das Verkehrschaos rund um den Bahnhof gerate. Sie ist sichtlich erleichtert und versichert, dass sie problemlos einen Fußweg zum Ziel bewältigen könne. Nur dürfe Sie diesen Termin nicht versäumen, da sie 3 Monate darauf gewartet habe. Sie habe bereits mehrere Autos angehalten, doch niemand hätte  sie mitnehmen können, da alle zur Autobahn oder in die Nachbarstadt unterwegs waren.

Ich starte in Richtung Stadtmitte, stehe an zwei roten Ampeln länger als ich es sonst gewohnt bin. Die Uhr tickt. Zum Glück ist die Bahnschranke geöffnet und ich komme zügig bis zur nächsten großen Kreuzung. Dort werden wir von zahlreichen Rechtsabbiegern an der Weiterfahrt gehindert, die Ampel wird wieder rot. Ich erfahre, dass die Dame schon seit 60 Jahren im Stadtteil hinterm Wald wohnt und inzwischen verwitwet ist. Sie hat weder Auto noch Führerschein, früher hat ihr Mann sie gefahren, der ist vor einigen Jahren gestorben. Jetzt fährt sie mit dem Bus in die Stadt, normalerweise hat sie ja Zeit. Die nächste Grünphase bringt uns bis zu einer weiteren Kreuzung, diesmal halten uns Linksabbieger auf, doch wir können mit einem beherzten Manöver bei dunkelgelb die Kreuzung passieren und haben freie Fahrt bis zum Anfang der Fußgängerzone. Hier steigt die Dame aus und verabschiedet sich dankbar. Es ist 8 Uhr, mir bleiben 10 Minuten bis zum Beginn der ersten Unterrichtsstunde.

Um 8.05 Uhr stehe ich an der letzten Ampel vor der Zufahrt zum Schulgelände. Gerade ist ein Bus angekommen, viele Schüler steigen aus und machen sich auf den 5-minütigen Fußweg zur Schule. Sie wirken dabei total entspannt. Haben Schüler Gleitzeit?

Ich parke auf dem ersten freien Parkplatz, den ich entdecken kann, erreiche mit dem Gong um 8.10 Uhr das Lehrerzimmer, lege meine Jacke über meinen Stuhl, drehe mich um und mache mich zusammen mit den Kollegen auf den Weg zu den Klassenräumen. Punktlandung.

 

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