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Archive for 21. Januar 2013

… spricht „der Mann im Haus“, als er heute morgen um 7 Uhr vom Schnee schieben zurück in die Wohnung kommt, „aber die Autotüren sind alle zugefroren und auf den Scheiben ist eine dicke Eisschicht.“ Nun ja, Angst verspürte ich nicht, wohl aber eine Wut auf das Timing des Wettergottes. Ausgerechnet an einem Montag, dem Tag, an dem ich um 8 Uhr in der Schule sein und bis 16 Uhr bleiben muss.

Selbstverständlich haben wir kein Enteisungsspray im Haus, alle verfügbaren Eiskratzer befinden sich, genauso wie das einzige Paar Handschuhe, dass ich zur Zeit auftreiben kann, im Innenraum des Autos. Ich beschleunige den Ankleideprozess, verzichte auf ein ausgiebiges Frühstück, greife mir Jacke, Tasche und Schlüssel und mache mich auf den Weg zu meinem Auto, dass mir auf den Klick mit dem Schlüssel freundlich zublinkt. Ich fasse den Türgriff der Fahrertür, mache mich auf das Schlimmste gefasst und … die Tür geht auf. Nacheinander probiere ich alle 5 Türen, kein Problem, lediglich die Heckklappe zickt ein wenig herum, lässt sich jedoch kurz darauf ebenfalls öffnen.

Größere Probleme macht das Eis auf den Scheiben. Der Eiskratzer aus unkaputtbarem Kunststoff eines bekannten amerikanischen Kunststoffbehälter-Herstellers kommt nicht wirklich gut mit der dicken Schicht zurecht. Nur mit Mühe kann ich kleine Flächen der Seitenscheiben vom Eis befreien, auf der Frontscheibe habe ich kaum Erfolg. Da hilft nur eins, Motor an und Frontscheibenheizung betätigen. Ich weiß, es ist eine Umweltsünde, nach Starten des Motors nicht sofort loszufahren, ich weiß, es ist nicht gut für den Motor, aber heute morgen gibt es keine Alternative. Keine Minute später kann ich das Eis in dünnen Platten von der Frontscheibe schieben und mich kurz darauf auf den Weg in die Schule machen.

Unterwegs im Radio spricht der Verkehrshinweis von 250 km Stau im Sektor und ich bin froh, dass ich auf keiner der genannten Strecken unterwegs sein muss.

Als ich um 16 Uhr die Schule verlasse, ist mein Auto komplett eisfrei, sogar die dicken schwarzen Eisbrocken in den Radkästen sind abgefallen.

Der Mann im Haus hat inzwischen aufgerüstet und Enteisungsspray bereitgestellt sowie die Türgummis seines Autos mit Melkfett massiert. Ich habe auf derartige Autokosmetik verzichtet und hoffe auch in Zukunft auf die Solidarität meines Kleinwagens, der zur Belohnung für treue Dienste demnächst ein Schlückchen Markenbenzin in seiner Lieblingsfarbe bekommt.

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