Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 11. März 2013

Frau Brüllen lud ein zur Tagebuch-Blogging-Woche. Ich fand die Idee prima, bedachte aber nicht, das heute nicht viel Zeit sein würde fürs Blog-Schreiben, weil doch „das kleine Kind“ Geburtstag feierte. Dennoch – noch ist heute und Zeit für einen Rückblick auf „meinen Montag“.

Wecker um 6 Uhr. Frühstück um 7 Uhr. Abfahrt zur Schule zu 7.30 Uhr. Vom dem Dach des Hauses gegenüber grüßt mich ein Schornsteinfeger. Ich mache ein Foto:

Glück für den neuen Tag?

Ankunft Schule 7.50 Uhr. Im Kopierraum ist bereits eine Warteschlange. Ich kopiere ein Arbeitsblatt für den EF-Kurs in der 1. und 2. Stunde. Im Lehrerzimmer klebt der Chef gerade ein Blatt mit den aktuellen Anmeldezahlen ins Mitteilungsbuch, er ist sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis der Anmeldewoche. Ich finde meinen Namen auf dem Vertretungsplan, eine Übungsstunde in der 6. Klasse muss in der 7. Stunde vertreten werden.

Nach zwei Stunden im Grundkurs der EF eine Freistunde. Ich gehe in den Lehrerarbeitsraum und korrigiere eine der letzten drei „Vorabi“-Klausuren.

Meine 7. Klasse hat die letzte Stunde vor der Klassenarbeit am kommenden Donnerstag. Wir üben noch einmal das Hörverstehen. Ich spiele einen Text zum Thema „Media“ ab. Im Verlauf einer fiktiven Radiosendung erzählen drei Jugendliche, welche Bedeutung Medien für sie haben. Die Skala reicht vom Bücherwurm bis zum Internet-Freak. Die Klasse wirkt gelangweilt.

Die nächste Stunde ist erneut eine Freistunde. Ich sitze wieder im Lehrerarbeitsraum und korrigiere die vorletzte der Klausuren. Diesmal ist das Ergebnis enttäuschend, ich verstehe kaum die Aussageabsicht des Schülers. Am Ende der Klausur schreibt er: „Sorry für das Durcheinander!“

Der Schultag endet mit zwei Übungsstunden in zwei 6. Klassen. Ich beende die 7. Stunde pünktlich, damit noch genügend Zeit für „Aufräumarbeiten“ (Tafel putzen, Stühle hochstellen, fegen) bleibt. Meine Jacke habe ich schon mit in den Klassenraum genommen, so dass ich das Schulgebäude ohne weitere Umwege verlassen kann. Es ist 14.30 Uhr als ich mit dem Auto das Schulgelände verlasse.

Während der 15-minütigen Fahrt nach Hause gehe ich im Kopf die weitere Planung durch. Torte dekorieren und transportsicher verpacken, umziehen, die Tüte mit den Geschenken steht schon bereit.

Zu Hause läuft alles nach Plan, wenig Minuten nach 15.00 Uhr kann ich mich auf den Weg zur Geburtstagsfeier machen.

Am Ort des Geschehens herrscht reges Treiben. Das Geburtstagskind kann ich zunächst in dem Gewusel von 12 Hundebeinen nicht ausmachen. Ich frage mich, wer hier den meisten Spaß beim Auspacken der Geschenke hat.

Wenn ich meine Kamera nicht am Ort des Geschehens vergessen hätte, könnten Sie hier jetzt ein Foto von der Geburtstagstorte sehen. So sehen Sie ein Foto vom Geburtstagskind:

vor 23 Jahren ...

vor 23 Jahren …

Zum Abendessen mache ich mit dem „großen Kind“ Pizza. Sie erinnern sich vielleicht an die tröstenden Worte meine Bettnachbarin im Krankenhaus „Erstes Kind Mädchen – gut – kann Mutter helfen.“ Das „erste Kind“ hat alle Zutaten für die Pizza eingekauft, das Rezept stammt aus WDR-Sendung „Der Vorkoster“ [LINK]. Ich knete den Teig, das Kind verteilt den Belag. Trotz des ungewohnten Gasbackofens findet das Ergebnis die Zustimmung aller Geburtstagsgäste. Von drei Blechen (Teig von 900 g Mehl) bleibt nur ein kleines Stückchen übrig und darüber darf sich „Fräulein Paula“ freuen.

Am frühen Abend fahre ich zurück nach Hause, es schneit bereits ein wenig, die Streufahrzeuge sind unterwegs, das verheißt nichts Gutes.

Fazit des ersten Tages in der Tagebuch-Blogging-Woche:

Auch Lehrer haben ein Privatleben – oder: Schule und Familie – Alles nur eine Frage der Organisation

Lesen Sie morgen in diesem Blog, warum Lehrer auch manchmal vormittags frei haben.

Advertisements

Read Full Post »