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Archive for Mai 2013

„Der tut nix!“ heißt das neueste Programm von Martin Rütter, dem „Hundeprofi“. Das „kleine Kind“ hatte sich zum Geburtstag im März Karten gewünscht und auch bekommen. Zwei Karten, damit sie noch einen Freund, eine Freundin oder die große Schwester mitnehmen konnte. Nachdem jedoch alle potentiellen BegleiterInnen und Begleiter am gestrigen Tag ausfielen („keine Lust“, „keine Zeit“, „andere Verpflichtung“), fiel die Wahl auf mich als Ersatzbegleitung, was mir einen netten Mutter-Kind-Abend bescherte.

Das Mitbringen von Hunden war nicht gestattet, wie man bereits auf den Tickets lesen konnte, also musste das „Fräulein Paula“ zu Hause bleiben. Das Mitbringen von Wasserflaschen zur Überbrückung der 2-stündigen Wartezeit zwischen Einlass und Programmbeginn war auch nicht gestattet, das Kind musste seine Flasche am Eingang entsorgen. Ob es die Flasche war, aus der Herr Rütter später während der Vorstellung auf offener Bühne trank, kann ich nicht sagen. Er wurde jedoch offensichtlich nicht, wie sein Publikum, gezwungen, teure Erfrischungsgetränke aus Pappbechern zu konsumieren oder – so wie wir – 5 Stunden ohne Getränke auszukommen und den Speichelfluss mit Zahnpflegekaugummi anzuregen. Kaugummi kauen war zum Glück noch nicht verboten.

Wir hatten Plätze in der 7. Reihe des Innenraumes, die Halle war sehr gut gefüllt, auch alle Ränge waren besetzt. Von den seitlichen und hinteren Plätzen konte man den Protagonisten bestimmt kaum noch erkennen, für die hatte der Veranstalter große Projektionsflächen rechts und links von der Bühne installiert.

Das Publikum war gemischt, alt und jung, mehr Frauen als Männer, die meisten wohl Hundebesitzer. In unserer Reihe waren die restlichen Plätze von einer Familie belegt, die vor Beginn der Vorstellung mehrmals ihre Plätze verließ, um sich am Catering-Stand im Foyer der Halle mit Nahrung zu versorgen. Die beiden Jungs im Grundschulalter verputzten jeder 2 Bratwürste und 2 Tüten Popcorn, die sie mit 2 Bechern coffeinhaltigem Softdrink herunterspülten. Leere Becher und Tüten, verstreutes Popcorn und benutzte Papierservietten ließen sie am Ende der Veranstaltung auf dem Boden vor ihren Sitzen zurück. Endreinigung ist ja im Ticketpreis enthalten, oder?

Zweimal eine Stunde lang plauderte Martin Rütter unterhaltsam über große und kleine Macken von Hund und Herrchen und bezog dabei gelegentlich auch das Publikum mit ein. So suchte er für eine kostenlose Schnellberatung Hundebesitzer, deren Hunde durch „Trödeln beim Spaziergang“ nerven. Dabei hatte er wohl weniger an die 13-jährige Retrieverhündin gedacht, die von einer eifrigen Zuschauerin als „Trödlerin“ bezeichnet wurde. „Mensch, deine Omma scheuchste doch auch nicht durch den Park“, musste sie sich sagen lassen und das Gelächter des Publikums ertragen. Ob die Besitzerin der zum Trödeln neigenden Chiwawa-Hündin demnächst wirklich ihrem Haustier auf dem Fahrrad davonfahren wird, um ihr beim Spaziergang neue Herausforderungen zu bieten, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Fazit:

Ein unterhaltsamer Abend, ein schönes Mutter-Kind-Programm, doch nicht zu vergleichen mit dem Live-Gefühl bei Konzertveranstaltungen in Fußballstadien oder Hallen ohne Bestuhlung. Das Programm von Martin Rütter kann man sich auch per DVD auf den heimischen Fernseher holen und dann zusammen mit einem leckeren Glas Wein und einer Käseplatte genießen.

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… sprach der Mann an meiner Seite beim Frühstück. Und nun sitzt er in seinem kleinen Reich zwischen Werkzeug, Kleidungsstücken, Papierstapeln, Zeitschriften und Holzresten und versucht, für alles einen Platz zu finden.

Viel Erfolg!

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Diesen Beitrag wollte ich eigentlich schon gestern schreiben, direkt nachdem ich am Nachmittag zu Hause war. Doch anderes kam dazwischen. Und eigentlich hätte ich den Beitrag gerne in Echtzeit gepostet. Das hätte sich dann vielleicht so gelesen:

12.00 Uhr:

Frau Ladybird verlässt das Haus, die Sonne scheint, die Vögel singen. Menschen sind nicht zu sehen, als sie sich auf den Weg zum Vorstadtbahnhof macht. Ihr Weg führt vorbei an den Vorgärten der Siedlungshäuser, in deren Vorgärten die Blumen leuchten. Menschen sind nicht zu entdecken. Aus Richtung des nahen Kindergartens klingen die Stimmen der spielenden Kinder.

Vorstadtidylle

12.15 Uhr:

Frau Ladybird erreicht den Vorstadtbahnhof und kauft für 2,50 € ein Ticket am Automaten ohne zu wissen, ob dies für die Strecke zur Schule ausreicht. (Sie wird später erfahren, dass ein Ticket dieser Preisstufefür Fahrten im gesamten städtischen Gebiet bis zu einer maximalen Dauer von 9o Minuten gültig ist.)

12.22 Uhr:

Die Schranken schließen sich mit Signalgeräusch, das Zeichen für die baldige Einfahrt des Zuges, der in der Ferne bereits als roter Punkt erkennbar ist.

Der Zug kommt ...

Vorstadtbahnhof – Gleis 1

12.23 Uhr:

Die RB 33 Richtung Wesel verlässt pünktlich den Vorstadtbahnhof. Frau Ladybird hat einen Fensterplatz und genießt den Ausblick auf die sonnigen Felder. Der Zug passiert einen beschrankten Bahnübergang, an dem Frau Ladybird sonst meist auf seine Vorbeifahrt wartet.

12.27 Uhr:

Der RB 33 Richtung Wesel nähert sich planmäßig dem Hauptbahnhof. Die Lautsprecherstimme kündigt „Ausstieg in Fahrtrichtung links“ und gleich danach „Ausstieg in Fahrtrichtung rechts“ an. Frau Ladybird ist verwirrt und positioniert sich in der Mitte des Wagens.

12.28 Uhr:

Der Ausstieg ist nur  „in Fahrtrichtung rechts“ möglich. Zwischen Zug und Bahnsteig ist eine große Lücke – Mind the gap!

12.32 Uhr:

Frau Ladybird steht an der Bushaltestelle vor dem Hauptbahnhof. Die Anzeigetafel verspricht die Abfahrt des Busses in 13 Minuten. Frau Ladybird wartet und beobachtet die Ankunft und Abfahrt der modernen rot-weißen Niederflurbahnen auf den Nachbarbahnsteigen.

12.45 Uhr:

Der Bus kommt pünktlich. Frau Ladybird bewundert das nagelneue Hybrid-Fahrzeug und die sauberen, leuchtendroten Sitzpolster. Dieser Bus wird wohl nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten und schon gar nicht als Schulbus eingesetzt. Frau Ladybird fragt sich, ob sie ihren Fahrschein vor das sensorische Lesegerät halten soll, doch scheint dies den Zeitkartenbesitzern vorbehalten. Eine junge Frau setzt sich auf einen der leuchtendroten Polstersitze und verspeist ein chinesisches Nudelgericht aus der Pappschachtel. Frau Ladybird wundert sich, weil sie im Rahmen der Busschule gelernt hat, dass Essen und Trinken im Bus verboten sind. Doch das Verbot gilt sicher nur für Schülerinnen, Schüler und Lehrer.

Der neue Hybrid-Bus

Der neue Hybrid-Bus

13.02 Uhr:

Frau Ladybird hat dem Fahrer ihren Haltewunsch per Knopfdruck übermittelt und darf an der Zielhaltestelle aussteigen. Die Sonne scheint immer noch. Das Singen der Vögel wird von Autogeräuschen übertönt. Die Ampel ist rot. Schüler oder andere Fußgänger sind nicht zu sehen. Frau Ladybird wartet auf grün.

13.07 Uhr:

Frau Ladybird erreicht den Schulhof und kurz darauf auch das Schulgebäude noch vor Beginn der 3. Pause. Im Lehrerzimmer begrüßt sie die Kollegen, die bereits seit mehreren Stunden im Einsatz sind.

13.40 Uhr:

Frau Ladybird betritt den Klassenraum und unterrichtet 45 Minuten Englisch im Grundkurs. Gemeinsam mit den SchülerInnen bewertet sie die  Präsentation von Kurzreferaten zum Thema „Kruger National Park“. Die Zeit vergeht schnell.

14.25 Uhr:

Der Gong signalisiert das Ende der Stunde. Frau Ladybird wartet, bis auch die letzte Schülerin den Klassenraum verlassen hat, damit sie ihn abschließen kann.

Fazit:

Einschließlich Fußweg zum Bahnhof, Wartezeit vor Antritt der Fahrt und beim Umsteigen sowie Fußweg von der Zielhaltestelle hat Frau Ladybird 67 Minuten für den Weg zur Arbeit benötigt. Die Arbeitszeit an diesem Dienstag betrug planmäßig 45 Minuten. Ein offensichtliches Missverhältnis. Lohnt sich nicht. Wäre es nicht besser gewesen, Frau Ladybird hätte den SchülerInnen per Mail eine Aufgabe gestellt, die diese nach 45 Minuten Arbeitszeit wiederum per Mail zurückgeschickt hätten?

Der Vollständigkeit halber sei hier auch der weitere Verlauf des bis dahin autofreien Tages dargestellt:

14.35 Uhr:

Frau Ladybird verlässt das Schulgelände und macht sich auf den Heimweg. Dieser führt zunächst zur Autowerkstatt, denn dort hat der Herr TÜV nachgeschaut, ob Frau Ladybird sich ab sofort wieder mit einem technisch mängelfreien Fahrzeug auf den Weg zur Arbeit machen darf.

14.55 Uhr:

Nach Zahlung einer Ablösesumme von 118 € darf Frau Ladybird in ihr Auto einsteigen und nach Hause fahren. Ende des autofreien Tages.

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„Ich kann bis Montag die Präsentation „About me“ nicht vorbereiten“, sagt L. am Ende der Englischstunde, „meine Eltern kommen mich nach dem heutigen Unterricht abholen und dann fahren wir weg.“ Mein Vorschlag, die wenigen Sätze, die er als Einstieg in die mündliche Prüfung über sich, seine Hobbys, Vorlieben und Abneigungen vorbereiten muss, einfach auf der Fahrt zusammen mit seinen Eltern zu proben, weist er von sich. „Wir haben doch frei!“, entgegnet er. Ok, dann werden seine Eltern im Schulplaner bestätigen, dass am Wochenende keine Zeit war, ein paar Sätze über die eigene Person auf Englisch einzustudieren.

Hausaufgaben in der Ganztagsschule sind ja eh ein „no-go“, seit die Schulleitung den Eltern bei der Anmeldung versichert hat, dass ihre Kinder, wenn sie nach Hause kommen, ihre Übungsaufgaben bereits alle in der täglichen Übungsstunde erledigt haben. (Träum weiter, liebe Schulleitung!) Vokabellernen und Vorbereitung auf Klassenarbeiten bzw. Prüfungen natürlich ausgenommen. Das haben die Kids mit angehört und da hilft es nun auch nicht, dass wir Schriftstücke mit 6 Unterschriften mit nach Hause geben, in denen wir versuchen zurück zu rudern und die Schüler auffordern, die Sprachenbücher regelmäßig mit nach Hause zu nehmen, um Lesen zu üben, Vokabeln zu lernen und Texte von der mitgelieferten CD anzuhören. Die einen haben das schon immer gemacht und stopfen meist am Freitag alle Bücher in ihre Rucksäcke und die anderen genießen weiterhin ein bücher- und lernmittelfreies häusliches Leben.

Ich würde gerne ein korrekturfreies Wochenende genießen, doch liegt da noch eine Klassenarbeit und ein Stapel Projektmappen sowie zwei Vokabeltests, die den Genuss von 4 unterrichtsfreien Tagen einschränken. Dennoch, jetzt genieße ich erst einmal einen korrekturfreien Nachmittag und einen anschließenden Kinoabend in 3D.

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Sehr erfreut war ich heute über die freiwillige Meldung eines Schülers der Klasse 6 zur Präsentation seiner Hausaufgabe. Zusammen mit einem Mitschüler spielte er eine Szene „At the doctors„. Meine Freude wurde stark getrübt, als ich sah, dass er heute im Trikot des FC Bayern in die Schule gekommen war und mir während der Spielszene gelegentlich stolz die Rückennummer 21 präsentiere. Zum Glück galt in seinem Fall nicht „Nomen est Omen„, sein Vortrag war lebhaft und gut vorbereitet, also ganz und gar nicht „Lahm„. Den Reaktionen der Mitschüler konnte ich entnehmen, dass ich mit meiner Enttäuschung über das Ergebnis des Champions-League Finales ziemlich alleine da stand.

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Es kratzt …

… in meinem Hals, ausgerechnet jetzt, wo ich mit den Korrekturen der Abiturklausuren fertig bin und eigentlich eine kleine Verschnaufpause bis zu den mündlichen Nachprüfungen am 10. Juni genießen könnte. Und ausgerechnet an diesem Wochenende, wo ich doch morgen auf der Silberhochzeitsfeier des Patenonkels vom großen Kind erwartet werde. Der hat zum Mittagessen in die Eifel geladen. Wenn man dem Wetterbericht glauben will, wird der Verdauungsspaziergang nach dem Mittagessen wohl ausfallen müssen, es sei denn, ich tausche die leichten Lederschuhe rechtzeitig gegen kleidsame Gummistiefel.

Keine wirklich sonnigen Aussichten, da kommt wenig Feierstimmung auf.

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Am 24. Mai 1988 kam das große Kind auf die Welt. Morgens um 8 Uhr, bei Sonnenschein und zweistelligen Temperaturen. Gestern feierten wir ihren Geburtstag zum 25. Mal, bei Sonnenschein und kühlen 13,5 Grad.

Klicken macht größer!

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Hinter Ihnen geht einer, hinter Ihnen steht einer, drehn se sich nicht um. Denn wer sich umdreht, …

… dem überreicht der stellvertretende Schulleiter einen neuen Stundenplan, in dem zwar die 6. Stunde Übungsaufgaben-Betreuung am Freitag gestrichen wurde 🙂 , stattdessen aber 3 Stunden Englisch im Grundkurs einer Kollegin eingetragen sind, die heute krank geschrieben wurde und ab Anfang Juni im Mutterschutz ist 😦 Zwar kann ich diesen Kurs inhaltlich parallel zu meinem eigenen unterrichten, doch muss ich nun noch 30 weitere SchülerInnen auf die mündliche Prüfung Anfang Juli vorbereiten.

Da macht es mich schon ein wenig neidisch, wenn ich Kolleginnen und Kollegen treffe, die durch den Wegfall der Unterrichtsstunden für die Abiturienten bis zum Schuljahresende nur noch an 3 von 5 Tagen in der Schule sind. Aber die unterrichten ja auch nicht Englisch, sondern Sozialwissenschaften, Kunst oder Mathe. Und da braucht es zur Zeit keinen Vertretungsunterricht wegen Krankheit und Mutterschutz.

Ich hätte vielleicht doch lieber evangelische Religion und Sport studieren sollen, da würde mir so mancher Sondereinsatz erspart bleiben.

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Wenn wir auf die Insel fahren, dann buchen wir immer eine Überfahrt mit der Fähre, weil mir die Vorstellung, in einem Auto zu sitzen, das auf einem Zug steht, der durch eine enge Tunnelröhre fährt, nicht behagt. Ich hatte das Erlebnis ein Mal auf einer Reise mit Schülern und fühlte mich wie eine Zahnpastatube in der Schachtel, eingesperrt und beengt.

Natürlich könnten wir auch nach England fliegen, aber da ich all den günstigen „Buy 1 get 2nd one free“ – Angeboten in den örtlichen Supermärkten selten widerstehen kann, würde das zu unbezahlbaren Übergepäckgebühren führen. Und da wir am linken Niederrhein wohnen, fahren wir morgens um 6 Uhr los, und können bereits um 9.30 Uhr in Dunkerque auf der Fähre einchecken.

check-in

Auf der Fähre begeben wir uns zielsicher zu den Polsterbänken mit Tisch auf Deck 7, wo der Mann an meiner Seite ein wenig ausruht und ich entweder lese oder – wie auf dieser Überfahrt – einen Teil der Abiturklausuren der Kollegin ko-korrigiere. Zwei Stunden später werden wir von den „White Cliffs of Dover“ begrüßt, wir stellen die Uhren eine Stunde zurück und fahren eine knappe Stunde nach Norden zu „unserem B&B“ in Offham, Kent.

Für die Rückfahrt buchen wir normalerweise eine Fähre um 15 Uhr, sind um 14 Uhr zum Check-In in Dover und fahren dann 2 Stunden nach Dunkerque. Dummerweise wird uns die auf der Insel gewonnene Stunde nun wieder weggenommen, wir müssen die Uhr eine Stunde vorstellen, starten somit um 18.30 Uhr Ortszeit Richtung Heimat, wo wir normalerweise gegen 22 Uhr ankommen. In diesem Jahr wollen wir noch ein wenig Zeit am letzten Ferientag zu Hause verbringen und das Pfingstwochenende gemütlich ausklingen lassen. Deshalb buchen wir die 12-Uhr-Fähre. Doch leider sind wir nicht, wie geplant, um 19 Uhr zu Hause, sondern erst um 21.30 Uhr. Schuld daran ist ein Stau gleich hinter der französischen Grenze, den wir großräumig umfahren und schließlich ein nahezu Totalstillstand auf allen drei Fahrspuren in Richtung Antwerpen-Ost, dem wir nur ausweichen können, weil wir uns spontan und noch gerade rechtzeitig zur Zahlung von 6 € Maut für eine Tunnelpassage zur Umfahrung der Stadt in westlicher Richtung entscheiden. Kluge Entscheidung.

Beim nächsten Mal nehmen wir wieder die gewohnte Fähre, getreu dem Motto „never change a running system„.

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Ich bewundere Bloggerinnen und Blogger, die es schaffen, in ihren Blogs regelmäßig Fotos von dem zu zeigen, was sie in der Küche und am Herd gezaubert haben. Dazu gibt es das Rezept zum Nachkochen oder -backen und manchmal sogar eine bebilderte Anleitung. Irgendwann veröffentlichen diese Blogger sogar ein Buch mit ihren Rezepten und Anleitungen.

Zwar fotografiere auch ich gelegentlich das, was ich koche oder backe, besonders dann, wenn es nicht nur besonders lecker aussieht, sondern auch lecker schmeckt. Doch manchmal bin ich so begeistert und wohl auch so hungrig, dass ich erst, nachdem ich das Besteck auf dem leeren Teller ablege, an ein Foto für mein Blog denke. Und dann ist es zu spät und der Blogeintrag kann nur lauten:

Heute habe ich leider kein Foto für Euch!

Sehr gerne hätte ich hier und heute meinen Beitrag dazu geleistet, den schlechten Ruf der britischen Küche zurecht zu rücken, indem ich Ihnen Fotos von einer üppigen Portion gar köstlicher und butterzarter Spare-Ribs mit Ofenkartoffel und Gemüse gezeigt hätte. Oder eines von einer zischenden Eisenplatte, auf der Stücke vom Hähnchenfilet sowie Rindfleischstreifen auf einem Bett von Zwiebeln und Paprika vor sich hin bruzzeln, um kurze Zeit später von uns zusammen mit allerlei Dips und Salat in dünne Fladen gewickelt und verspeist zu werden. Oder von einem zarten Fischfilet in knusprig-goldenem Backteig, angerichtet auf einem Teller mit knusprigen Pommes Frites und einem frischen gemischten Salat. Wie gesagt, es gibt diese Fotos nicht, weil ich all diese Dinge auf der Insel in drei verschiedenen Pubs an drei aufeinanderfolgenden Abenden zum Dinner serviert bekam und unfotografiert genossen habe.

Sorry, ich habe leider kein Foto für Euch!

Besonders gefällt mir auf der Insel, dass zusammen mit dem einen oder anderen Glas Wein (weiß oder rosé) auf Wunsch und Nachfrage ein Glas Wasser mit oder ohne Eis und Zitronenscheibe kostenlos serviert wird, während man hier bei uns oft horrende Preise für stilles Wasser in Flaschen bezahlen muss.

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