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Archive for Januar 2015

Vor einigen Tagen schrieb ich von einer Englischstunde in der sechsten Klasse, in der es den Schülerinnen und Schülern zunächst nicht gelang, einen Dialog zu schreiben, in dem Martin, der Dieb, ein Gespräch mit einem Mitarbeiter von „Childline“, einem Sorgentelefon für Jugendliche, führt. [LINK] Heute gelang es uns nun gemeinsam einen Dialog zu entwickeln, indem wir aus mehreren Vorschlägen die besten Formulierungen auswählten und an der Tafel festhielten. Gerne hätte ich Ihnen ein Foto des Tafelbildes gezeigt, doch als ich es nach der 5-Minuten-Pause fotografieren wollte, waren die Sätze mit Zeichnungen männlicher Geschlechtsorgane in unterschiedlichen Größen „verziert“ worden. Daher ist das Foto nicht bloggeeignet und Sie müssen sich mit einer Abschrift begnügen:

Hello, I’m Martin, I’ve got a problem.

What’s your problem, Martin?

I stole a light.

Oh, why did you steal a light?

I stole a light because I wanted to sell it.

Why did you want to sell it?

I’m addicted to texting and I don’t have money because I buy top-up cards.

Oh, that’s a big problem, Martin. How did it begin?

Everyone was texting and I just wanted to do what everyone was doing.

I can understand you. I have got an idea. You must work to get money for your top-up cards.

An dieser Stelle unterbrachen wir den Dialog, um die Frage zu klären, welche Arbeiten Martin machen kann, um Geld zu verdienen.

Einige Ideen und Vorschläge wurden noch nicht in den Dialog eingebaut:

  • Martin soll in ein Camp, in dem er zusammen mit anderen Jugendlichen an Lösungen für sein Problem arbeiten kann.
  • Martin soll das Licht ins Sport-Kaufhaus zurückbringen und sich entschuldigen.
  • Martin soll mit einem Therapeuten sprechen.

Auf jeden Fall haben heute fast alle gut mitgearbeitet und Spaß beim Vorlesen des Dialogs gehabt. Und ein bisschen Grammatik haben wir auch wiederholen können (Bildung von Fragesätzen im Simple Past)

In der nächsten Stunde werden wir den Dialog gemeinsam fertigstellen. Dann werde ich eine Folie statt der Tafel zum Aufschreiben benutzen, um die Sätze vor den Malereien der „Pubertiger“ zu schützen.

 

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Der neue Stundenplan beschert mir statt eines langen Schultages am Mittwoch von acht bis drei wie bisher noch einen zusätzlichen langen Montag. Das ist besonders deshalb blöd, weil die Vorbereitungen dafür am Sonntag gemacht werden (müssen).

Der Plan wird bis zu den Osterferien gelten. Danach entfallen alle Stunden der Abiturienten und ich darf am Mittwoch wieder früher nach Hause gehen (und dort Abiturklausuren korrigieren und mündliche Abiturprüfungen vorbereiten). Doch zwischen dem Beginn des 2. Schulhalbjahres und dem Beginn der Osterferien liegen 7 lange Montage (Rosenmontag ist frei!) und 8 lange Mittwoche.

Kann ich jetzt bitte eine Runde Mitleid haben?

 

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Im Englischbuch der 6. Klasse gibt es einen Text über Martin. Martin hat ein Problem. Oder auch zwei. Martin ist ein Dieb. Er hat im Sport-Kaufhaus ein Fahrradlicht gestohlen. Dabei wurde er von einer Mitschülerin, Emma, beobachtet. Als er am nächsten Tag in der Schule versucht, das Fahrradlicht an einen Mitschüler zu verkaufen, spricht Emma ihn auf den Diebstahl an. Martin nennt den Grund für seinen versuchten „Deal“. Er braucht Geld für Prepaid-Karten für sein Handy. Nach eigenen Angaben ist er „SMS-süchtig“, bekommt aber kein oder nicht genug Taschengeld. Emma gibt Martin einen Artikel aus einer Jugendzeitschrift, in der auf ein „Sorgentelefon“ hingewiesen wird. Sie empfiehlt Martin, bei dieser kostenlosen Hotline anzurufen und sich beraten zu lassen. Hier endet die Schulbuchgeschichte.

Nachdem wir gemeinsam Martins Probleme aus dem Text herausgearbeitet und schriftlich festgehalten haben, sollen die SchülerInnen in Partnerarbeit ein mögliches Telefonat zwischen Martin und einem Mitarbeiter des Sorgentelefons aufschreiben.

Leider kommt kein Ergebnis zustande. Die SchülerInnen können sich nicht einigen, wer welche Rolle übernehmen soll. Sie können sich nicht auf einen Namen für den Berater bei „Childline“ einigen. Sie können oder wollen sich nicht in die Situation einfinden. Sind sie überfordert? Einige äußern den Wunsch, lieber alleine als mit dem Partner arbeiten zu wollen. Ich entscheide daraufhin, dass sich jeder einen solchen Dialog bis zur nächsten Englischstunde überlegen und aufschreiben soll. Ich werde schon einmal einen Musterdialog vorbereiten. Für alle diejenigen, denen auch in der Übungsstunde bzw. zu Hause nichts einfällt. Ob wir eine Lösung für Martins Problem finden werden?

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… waren wir auf dem Weg zur Boot in Düsseldorf. Und weil der Weg zum Parkplatz so ewig lange dauerte, hatte ich Gelegenheit, dieses Foto zu machen. Auch Straßenbäume sehen schön aus, wenn Herr Winter ihnen ein weißes Kleid anzieht.

winter-jan-2015

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Es gibt was zu feiern:

eintausend

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Wir sind ein sogenanntes Ganztagsgymnasium. Das bedeutet u.a., dass die Lernzeit der Schüler in den Schultag eingebunden ist und die klassischen Hausaufgaben entfallen. Übungen zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sollen und müssen in der Schule erledigt werden. Der Lehrer / Die Lehrerin beaufsichtigt die Klassen in dieser Lernzeit und sorgt für eine angemessene Arbeitsatmosphäre. Freitags ist diese „Übungsstunde“ für mich die letzte, für die SchülerInnen „meiner 8. Klasse“ die vorletzte Stunde vor dem Wochenende. Entsprechend entspannt ist die Atmophäre im Klassenraum.

Lehrersicht

Übungsstunde aus der Lehrerperspektive

Beachten Sie bitte den Bücher- und Heftestapel in der 2. Reihe. Dieser Schüler baut regelmäßig jedes seiner Bücher und alle seine Hefter und Ordner sowie eine Anspitzmaschine vor sich auf, bevor er mit der Arbeit beginnt. 😉

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… ist die Welt noch in Ordnung. Frau Ladybird genießt das Ausschlafen, draußen wird es langsam hell. Der Mann im Haus wird gleich Kaffee kochen, wir werden gemütlich frühstücken. Danach werde ich noch ein paar Dinge für den heutigen Unterricht zusammenrufen und mich um halb zehn auf den Weg zur Schule machen. So weit die Planung.

Um viertel vor acht klingelt das Festnetztelefon und Frau Ladybird stolpert ohne Brille ins Arbeitszimmer, um das Gespräch entgegen zu nehmen. Frau Ladybird vergisst – weil ohne Brille – auf das Display zu schauen, sonst hätte Sie das Gespräch vielleicht gar nicht erst angenommen. „Können Sie kommen?“, fragt die Schulsekretärin, „In der 5c ist der Englischlehrer ausgefallen und wir haben niemanden mehr.“ Frau Ladybird ist sauer, weiß aber, dass die Schulsekretärin nur die Überbringerin der Nachricht ist, erspart dieser den Wutausbruch und verspricht, zu kommen. Frau Ladybird geht übellaunig ins Bad, zieht sich an, trinkt einen Kaffee, den der Mann im Haus inzwischen gekocht hat, wirft eilig ein paar Dinge für den Unterricht in der 9c in die Tasche und verlässt das Haus durch den Hinterausgang. Das Auto ist noch nicht auf diesen frühen Aufbruch vorbereitet, die Scheiben sind von einer dünnen Eisschicht überzogen. Der Tank ist so gut wie leer, für einen Abstecher zur Tankstelle reicht die Zeit nicht mehr.

Als Frau Ladybird den Klassenraum der 5c betritt, sitzen die Kids bereits über ihren Aufgaben, stehen aber sofort auf, um die unbekannte Lehrerin zu begrüßen. Ich schreibe meinen Namen an die Tafel. „Good morning, everybody.“ „Good morning, Frau Ladybird„. Die nächsten 45 Minuten verbringe ich damit, dem einen oder der anderen Tipps beim Erledigen der Englischaufgaben im Workbook zu geben. Ich bekomme einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise des Kollegen. Doch das ist eine andere Geschichte.

Bevor ich mich um halb eins ins Wochenende verabschiede, sehe ich auf dem Vertretungsplan für Montag, dass ich in meiner Freistunde zur Vertretung in einer 8. Klasse vorgesehen bin. Mein Tag beginnt um 8 Uhr mit Unterricht im LK und endet um 18.40 Uhr nach den Zeugniskonferenzen.

Ommmm….

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