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Archive for 23. Januar 2015

Es gibt was zu feiern:

eintausend

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Wir sind ein sogenanntes Ganztagsgymnasium. Das bedeutet u.a., dass die Lernzeit der Schüler in den Schultag eingebunden ist und die klassischen Hausaufgaben entfallen. Übungen zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sollen und müssen in der Schule erledigt werden. Der Lehrer / Die Lehrerin beaufsichtigt die Klassen in dieser Lernzeit und sorgt für eine angemessene Arbeitsatmosphäre. Freitags ist diese „Übungsstunde“ für mich die letzte, für die SchülerInnen „meiner 8. Klasse“ die vorletzte Stunde vor dem Wochenende. Entsprechend entspannt ist die Atmophäre im Klassenraum.

Lehrersicht

Übungsstunde aus der Lehrerperspektive

Beachten Sie bitte den Bücher- und Heftestapel in der 2. Reihe. Dieser Schüler baut regelmäßig jedes seiner Bücher und alle seine Hefter und Ordner sowie eine Anspitzmaschine vor sich auf, bevor er mit der Arbeit beginnt. 😉

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… ist die Welt noch in Ordnung. Frau Ladybird genießt das Ausschlafen, draußen wird es langsam hell. Der Mann im Haus wird gleich Kaffee kochen, wir werden gemütlich frühstücken. Danach werde ich noch ein paar Dinge für den heutigen Unterricht zusammenrufen und mich um halb zehn auf den Weg zur Schule machen. So weit die Planung.

Um viertel vor acht klingelt das Festnetztelefon und Frau Ladybird stolpert ohne Brille ins Arbeitszimmer, um das Gespräch entgegen zu nehmen. Frau Ladybird vergisst – weil ohne Brille – auf das Display zu schauen, sonst hätte Sie das Gespräch vielleicht gar nicht erst angenommen. „Können Sie kommen?“, fragt die Schulsekretärin, „In der 5c ist der Englischlehrer ausgefallen und wir haben niemanden mehr.“ Frau Ladybird ist sauer, weiß aber, dass die Schulsekretärin nur die Überbringerin der Nachricht ist, erspart dieser den Wutausbruch und verspricht, zu kommen. Frau Ladybird geht übellaunig ins Bad, zieht sich an, trinkt einen Kaffee, den der Mann im Haus inzwischen gekocht hat, wirft eilig ein paar Dinge für den Unterricht in der 9c in die Tasche und verlässt das Haus durch den Hinterausgang. Das Auto ist noch nicht auf diesen frühen Aufbruch vorbereitet, die Scheiben sind von einer dünnen Eisschicht überzogen. Der Tank ist so gut wie leer, für einen Abstecher zur Tankstelle reicht die Zeit nicht mehr.

Als Frau Ladybird den Klassenraum der 5c betritt, sitzen die Kids bereits über ihren Aufgaben, stehen aber sofort auf, um die unbekannte Lehrerin zu begrüßen. Ich schreibe meinen Namen an die Tafel. „Good morning, everybody.“ „Good morning, Frau Ladybird„. Die nächsten 45 Minuten verbringe ich damit, dem einen oder der anderen Tipps beim Erledigen der Englischaufgaben im Workbook zu geben. Ich bekomme einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise des Kollegen. Doch das ist eine andere Geschichte.

Bevor ich mich um halb eins ins Wochenende verabschiede, sehe ich auf dem Vertretungsplan für Montag, dass ich in meiner Freistunde zur Vertretung in einer 8. Klasse vorgesehen bin. Mein Tag beginnt um 8 Uhr mit Unterricht im LK und endet um 18.40 Uhr nach den Zeugniskonferenzen.

Ommmm….

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