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Archive for 27. Januar 2015

Im Englischbuch der 6. Klasse gibt es einen Text über Martin. Martin hat ein Problem. Oder auch zwei. Martin ist ein Dieb. Er hat im Sport-Kaufhaus ein Fahrradlicht gestohlen. Dabei wurde er von einer Mitschülerin, Emma, beobachtet. Als er am nächsten Tag in der Schule versucht, das Fahrradlicht an einen Mitschüler zu verkaufen, spricht Emma ihn auf den Diebstahl an. Martin nennt den Grund für seinen versuchten „Deal“. Er braucht Geld für Prepaid-Karten für sein Handy. Nach eigenen Angaben ist er „SMS-süchtig“, bekommt aber kein oder nicht genug Taschengeld. Emma gibt Martin einen Artikel aus einer Jugendzeitschrift, in der auf ein „Sorgentelefon“ hingewiesen wird. Sie empfiehlt Martin, bei dieser kostenlosen Hotline anzurufen und sich beraten zu lassen. Hier endet die Schulbuchgeschichte.

Nachdem wir gemeinsam Martins Probleme aus dem Text herausgearbeitet und schriftlich festgehalten haben, sollen die SchülerInnen in Partnerarbeit ein mögliches Telefonat zwischen Martin und einem Mitarbeiter des Sorgentelefons aufschreiben.

Leider kommt kein Ergebnis zustande. Die SchülerInnen können sich nicht einigen, wer welche Rolle übernehmen soll. Sie können sich nicht auf einen Namen für den Berater bei „Childline“ einigen. Sie können oder wollen sich nicht in die Situation einfinden. Sind sie überfordert? Einige äußern den Wunsch, lieber alleine als mit dem Partner arbeiten zu wollen. Ich entscheide daraufhin, dass sich jeder einen solchen Dialog bis zur nächsten Englischstunde überlegen und aufschreiben soll. Ich werde schon einmal einen Musterdialog vorbereiten. Für alle diejenigen, denen auch in der Übungsstunde bzw. zu Hause nichts einfällt. Ob wir eine Lösung für Martins Problem finden werden?

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