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Archive for 11. August 2015

Montag, der erste Schultag für Lehrer und alle Schülerinnen und Schüler, die sich mit Hilfe einer Nachprüfung die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe verdienen wollen.

Der erste Satz nach dem Betreten des Schulgebäudes durch den Lehrereingang kommt von einer jungen Kollegin, die mir auf dem Weg zum Lehrerzimmer begegnet: „In der Lehrertoilette sind Tiere! Ich habe dem Hausmeister schon Bescheid gesagt!“

‚Tiere?‘, denke ich. ‚Hund, Katze, Maus? Rosa Elefanten?‘

Was für Tiere?“, frage ich, auf das Schlimmste vorbereitet. Kakerlaken vielleicht, oder Ratten? Die sollen ja gelegentlich aus Kloschüsseln springen.

Kleine schwarze Fliegen, ganz viele, ganz eklig!“, klärt mich die Kollegin auf.

Ich vermeide den Gang zur Toilette (ich war es kurz zuvor zu Hause, also kein Problem) und gehe stattdessen ins Lehrerzimmer, in der Hoffnung dort keine Tiere anzutreffen, sondern nette Kolleginnen und Kollegen.

Einige sitzen dort bereits, andere stehen noch zahlreich drumherum und „es tobt der Bär“ (schon wieder ein Tier), weil noch nicht jeder seinen Wunschplatz an seinem Wunschtisch gefunden hat. In den Ferien wurde das Lehrerzimmer vergrößert, Tische und Stühle neu gruppiert. So sind nun die im Vorteil, die bereits seit 8 Uhr in der Schule sind und ihren Platz bereits markiert haben. Machen die Tiere nicht auch, markieren meine ich?

Mein Lieblingsplatz ist bereits anderweitig besetzt, doch zum Glück hat eine nette Kollegin für mich einen Platz an ihrem Tisch im hinteren Bereich des Lehrerzimmers reserviert. Weit weg von der Türe, an der sich in den Pausen die Schüler drängeln und weg vom Telefon, das in Pausen und Freistunden gerne häufig klingelt.

Ich markiere meinen Platz mit einem Stiftebecher, in dem eine englische Flagge steckt. Das Schuljahr kann beginnen und es beginnt mit einer zweieinhalb-stündigen Konferenz, in deren Verlauf der Schulleiter wegen der Tiere auf der Toilette Entwarnung gibt: sie wurden von dem Hausmeistern und den Putzfrauen inzwischen entfernt.

Seine Worte werden am Mittwoch zu überprüfen sein.

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Mit einem Geschenk zum Abschluss meiner Tätigkeit als Klassenlehrerin in der Klasse 9 hatte ich gar nicht gerechnet.

Gestern überreichte mir mein ehemaliger Co-Klassenlehrer in der 9 diese süße Überraschung. Am letzten Schultag hatte er die Zeugnisse in der Klasse ausgegeben und dabei auch Geschenke entgegennehmen dürfen. Sein Glas war gefüllt mit grünen Fröschen, meins ist gefüllt mit Kirschen. Das wird unserer Tischgruppe im Lehrerzimmer genug Energie für den Start in die ersten Schulwochen geben. Ob es bis zu den Herbstferien reicht, wird sich zeigen.

Dankeschön, ich freue mich auch nach 6 Wochen noch darüber.

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