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Archive for November 2015

Mögen Sie wichteln? Meine Schüler fragen jedes Jahr danach und ich versuche es ihnen auszureden. Selten bleibt der Wichtelpartner lange ein Geheimnis und sehr oft werden die Wichtelgeschenke wenig liebevoll ausgesucht, vor allem dann, wenn der Wichtelpartner nicht der beste Freund oder die beste Freundin ist. Auch Tauschaktionen hat es schon gegeben.

Ich habe vorgeschlagen, dass jeder ein Geschenk auswählt, dass er oder sie auch gerne hätte, und wir dann bei der Weihnachtsfeier die Pakete verwichteln. Dieser Vorschlag hat jedoch noch niemals eine Mehrheit bekommen. Schade.

Der Mann im Haus wichtelt in seiner Firma. Dort gibt es ein Organisationsteam, dass sich in jedem Jahr die „Wichtelregeln“ ausdenkt. Auch hier gibt es ein Preislimit (0-10 €) und ein Wichtelmotto. In diesem Jahr soll jeder sein „Lieblingslied“ wichteln, Rock, Pop, Klassik, Schlager, alles ist erlaubt. Ist das Lied z.B. „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, dann würde man eine oder mehrere Flaschen Retsina o.ä. verpacken. Eine ziemliche Herausforderung. Viele Lieder, die ich als „Lieblingslied“ bezeichnen würde, kann man nicht verpacken. Und der Mann im Haus sprühte auch nicht vor Ideen, hatte Mühe ein Lieblingslied zu definieren.

Das Ergebnis sieht nun so aus:

Wichtelgeschenk

Wichtelgeschenk „Lieblingslied“

Vielleicht raten Sie das Lied, das er gewählt hat, wenn ich Ihnen verrate, dass sich in der Schachtel ein Messer befindet und das Papier mit Comics des berühmten Maskottchens einer deutschen Fernsehzeitung bedruckt ist.

Eine witzige Idee finde ich und bin nun sehr gespannt, welches Wichtelpaket der Mann im Haus am nächsten Freitag mit nach Hause bringt. Ob sich andere auch so viele Gedanken gemacht haben?

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Das erste Kerzchen brennt in diesem Jahr an einem fertig dekoriert gekauften Adventskranz.

Ich, die vor Jahren in den Tagen vor dem 1. Advent mehrere Adventskränze selber gebunden und geschmückt hat, kaufe einen fertigen Adventskranz im Supermarkt. Unglaublich, aber wahr. Die Zeiten ändern sich.

Zum Glück sieht man ihm seine Herkunft nicht an, oder?

Advent-1-2015

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letitsnow_smal Damit es in diesem Jahr auf jeden Fall „Weiße Weihnachten“ gibt, hat Bea in ihrem Blog „Gedankensprudler“ eine Mitmachaktion in Leben gerufen, an der ich mich gerne beteiligen möchte.

Pünktlich zu Weihnachten werde ich drei Schneeflocken auf die Reise schicken und gleichzeitig auf drei Schneeflocken aus dem Bloggerland hoffen. Eine nette Idee im Zeitalter der virtuellen Weihnachtsgrüße.

Informationen zur Aktion gibt es nach dem Klick auf den Button.

Let it snow! ∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗∗

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Lieblingsbaby mit Mütze

Am Wochenende besuchte das Lieblingsbaby, zu dem Zeitpunkt gerade 9 Wochen alt, zum ersten Mal in seinem Leben einen Kindergarten. Der kleine Mann wurde von Mamas ehemaliger Gruppenleiterin herzlich begrüßt und blickte sich sehr interessiert in den Räumen um, in denen seine Mama vor 2o Jahren spielte, lachte, sang und tanzte. Aus der Tragetuchperspektive betrachtete er Selbstgenähtes, Selbstgestricktes und Gehäkeltes, Selbstgebackenes und  Gekochtes, das an diesem Tag im Rahmen des alljährlich stattfindenden Martinimarktes angeboten wurde. Er probierte bereitwillig ein selbstgestricktes Mützchen aus Alpaka-Wolle auf und sah damit so niedlich aus, dass sein Papa es für ihn kaufte. Danach verschlief er den Rest des Rundgangs, bei dem seine Mama und ich Erinnerungen an vergangene Kindergartentage auffrischten.

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Wahrzeichen großer Städte werden in die Farben der Tricolore angestrahlt, in den öffentlichen Netzwerken wird Solidarität bekundet, virtuelle Kerzen angezündet, Mitgefühl geäußert, Schweigeminuten angekündigt.

Spontan habe ich mein Foto im sozialen Netzwerk auch mit der Tricolore überdeckt, um es dann kurz darauf wieder rückgängig zu machen. Es fühlte sich falsch an, unehrlich, befremdlich. Ich hatte das Gefühl, dass hier Trauer medial gehypt wird und will nicht mitmachen.

Ich persönlich trauere doch gar nicht, ich war nicht dabei, ich habe keinen Angehörigen, Freund oder Nachbarn verloren.

Und doch bin ich betroffen und mir fehlen die Worte bei so viel menschenverachtender Grausamkeit und brutalem Mord an unschuldigen Menschen.

Ich habe Mitleid und fühle mit denen, die durch diese wahnsinnigen Taten einen Angehörigen oder Freund verloren haben, auch wenn sie mein Mitgefühl nicht wirklich trösten kann.

Und ich bin wütend, weil ich nichts gegen diese Art von Gewalt tun kann.

Ich bin wütend, weil es Terroristen immer wieder gelingt, unschuldige Menschen in den Tod zu reißen.

Ich bin wütend, weil es weder der Polizei noch den Behörden der demokratischen Staaten in der Welt gelingt, solche Angriffe zu verhindern, weil sie die Hintermänner nicht finden und aus dem Verkehr ziehen können.

Ich habe Angst, weil ich sicher bin, dass Terroristen auch in Zukunft unschuldige Menschen töten werden.

Ich habe Angst, dass meine Familie, meine Freunde eines Tages auch betroffen sein könnten.

Ich habe Angst, wenn der französische Präsident von „Krieg“ spricht und wenn der Bundespräsident sagt, dass aus dem „Zorn über die Mörder von Paris“ Entschlossenheit und Verteidigungsbereitschaft werden müsse und Deutschland „Seite an Seite mit Frankreich“ stehe. Was bedeutet das in der Praxis?

Was meint die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, wenn sie twittert: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir werden zeigen, dass unsere Demokratie stärker ist als Hass und Gewalt.“? Weiß sie, wie „wir“ das machen können, oder ist das lediglich ein politisches Lippenbekenntnis? Ich bin sicher, eine Antwort auf diese Frage würde auch die Angehörigen der vielen Opfer von Paris interessieren.

Wenn Europa am Montag um 12 Uhr eine Minute schweigt, dann werde ich schweigen und hoffen und wünschen, dass es Menschen in der Welt gibt, die über Religionen und Weltanschauungen hinweg zusammen einen Weg gegen den Terror finden, auch wenn ich jetzt gerade nicht weiß, wie das funktionieren soll.

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… wird er wohl bereits vor einigen Tagen geraucht haben, heute Nachmittag ist Helmut Schmidt in seinem Haus in Hamburg gestorben.

Nachrufe gibt es viele, mir hat der am besten gefallen, den Matthias Nass für die Online-Ausgabe der ZEIT [klick hier] verfasst hat. Respektvoll, liebevoll klingen seine Worte, mit denen er sich an seinen ehemaligen Geschäftsführer und Herausgeber der Wochenzeitung erinnert, in dessen Büro im Verlagsgebäude, so Nass, „man auch Bücklinge hätte räuchern können.“ „Die Luft wird besser sein“, schreibt er, „das Haus sehr leer.“

Sein Tod macht viele Menschen traurig, mich auch. Er wird mir in Erinnerung bleiben als großer Politiker und als weiser alter Mann, der bis zuletzt geistig aktiv war und seine Meinung zu aktuellen Themen kritisch äußerte. Er erreichte ein sprichwörtlich „biblisches Alter“, wurde 96 Jahre alt. Er wurde 1918 geboren, im selben Jahr wie mein Vater, der leider nicht so alt werden durfte und der ihn sehr mochte. Nun kann er ihn vielleicht treffen – auf der großen Himmelswiese.

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lieblingsbaby-8W-02

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