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Archive for Februar 2016

Zugabe

Der diesjährige Februar war offensichtlich so erfolgreich, dass wir ihm eine Zugabe gewähren.

Liebe Landwirte, genießen Sie diesen zusätzlichen Tag, denn ab morgen müssen Sie wieder die Hände regen, die Rösslein anspannen, die Felder und Wiesen instandsetzen, den Boden pflügen, eggen und säen von morgens bis spät.

Ich wünsche Ihnen allen, Landwirte oder nicht, einen schönen 29. Februar und ganz besonders denen, die nur alle vier Jahre ihren Geburtstag feiern können, ein rauschendes Fest.

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… und erlebt die ungeliebte Stadt in einem ganz anderen Licht.

Normalerweise bin ich am Samstagmorgen noch nicht so früh unterwegs. Doch an diesem Wochenende erwartet die VHS mich und sechs weitere Kursteilnehmer zu „Niederländisch am Wochenende“. Im Kurspreis ist die freie Hin- und Rückfahrt mit dem öffentlichen Verkehrsmittel an den Kurstagen inbegriffen, und so stehe ich kurz nach neun an der Haltestelle direkt hinter unserer Häuserreihe und warte auf die Straßenbahn. Die Bahn kommt pünktlich und ist so weit draußen vor den Toren der Stadt noch fast leer. Ich genieße von meinem Fensterplatz den Blick nach draußen, sehe zunächst Landschaften, Bauernhöfe und Frühlingsblumen, anschließend enge Häuserzeilen, als sich die Bahn der Innenstadt nähert. Die Einkaufsstraße ist noch menschenleer, die meisten Geschäfte noch geschlossen, der Blick auf die Stadtkirche unverstellt. Der Bauernmarkt hat seine Stände bereits geöffnet und wartet auf Kunden. Ich kaufe für 50 Cent zwei Äpfel für die Mittagspause.

Als ich mich am Nachmittag auf den Rückweg zur Haltestelle mache, ist die Stadt voller Menschen, die Markthändler haben ihre Stände bereits wieder abgebaut. Es ist voll, hektisch, laut. In der Bahn bekomme ich einen der letzten Sitzplätze. Zu Hause wartet der Mann im Haus mit dem Kaffee.

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Heute gibt es zum 8. Mal einen Blick in den Garten und siehe da – endlich mal sonnige Aussichten.

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Mein aktueller Lieblingssong macht mir gute Laune.

Wish we could turn back time, to the good ol‘ days
When the momma sang us to sleep but now we’re stressed out.

Wollen wir das wirklich? Die Zeit zurückdrehen? Oder doch lieber im heute und jetzt leben und es uns schön machen?

Sometimes a certain smell will take me back to when I was young
How come I’m never able to identify where it’s coming from
I’d make a candle out of it if I ever found it

Kennen Sie das auch? Der Geruch, der „an früher“ erinnert? Wenn es nach Kindergarten riecht oder wie bei Tante Gerda? Eine Duftkerze daraus machen, zum dran riechen, wenn man sich wieder mal „stressed out“ fühlt. Einen gute Idee.

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Es ist zum Verrücktwerden. Sonntagsmorgens ist es schon seit Wochen grau und nass. Da muss man schon ganz genau hingucken oder ganz nah heran gehen, um Veränderungen beim sonntagmorgendlichen Blick in den Garten zu erkennen. (klicken macht größer!)

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Heute bietet der Blick in den Garten endlich eine lange erwartete Veränderung. Der Winter ist zurück und falls er gleich wieder geht, habe ich ein Beweisfoto gemacht, dass es auch am linken Niederrhein Schnee gibt. Und gleich sieht der Garten viel freundlicher aus.

Garten-150216

Gartenblick – Montag 15.2.2016 – 10:00 Uhr

Meine Freundin, die Schneeeule, hat auch direkt ihren warmen Platz im Fenster verlassen, um es sich auf dem Schneeteppich draußen vor der Tür gemütlich zu machen.

schneeeule

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Auch heute zeigt der Blick in den Garten wenig Neues. Es ist immer noch grau und regnerisch, die Temperatur liegt knapp über dem Gefrierpunkt.

Gartenblick 14.2.2016 -

Gartenblick 2016 – 14. Februar – 10:06 Uhr

Um Veränderungen zu erkennen, muss man vielleicht den Blick in eine andere Richtung lenken. Im Pflanztopf, den mir eine liebe Kolleginnen-Freundin im letzten Frühjahr schenkte, erwachen die müden Pflanzen zu neuem Leben.

Frühlingsboten

Frühlingsboten zum Valentinstag

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Lieblingsbaby-030216a

Hallo Leute! 5 Monate bin ich nun auf der Welt und am liebsten würde ich schon laufen oder wenigstens krabbeln können, doch noch sind meine Arme nicht stark genug, um mein Körpergewicht nach vorne zu bringen. Ich übe aber fleißig und wenn man(n) ganz lieb guckt, dann kommt auch jemand und hilft bei der Fortbewegung, Mama zum Beispiel, die ist sowieso die Beste. Aber Papa ist auch cool, der macht immer tolle Fliegerspiele mit mir und wildes Hopsen. Das ist lustig und dann lache ich ganz laut. Im Kinderwagen liegen mag ich gar nicht, da kann man(n) ja nix sehen. Also lieber im Tragesack vor Mamas oder Papas Bauch geschnallt einkaufen oder spazieren gehen. Manchmal spiele ich auch mit diesem großen braunen Wesen, das sich anfühlt wie eine warme, weiche Decke und mir schon mal feuchte Küsschen gibt. In meiner Wippe liege ich auch ganz gerne, aber dann bitte ein gutes Programm vorführen: Staubsaugen oder Kochen ist prima, da kann ich zugucken und auf einem Kochlöffel rumsabbern. Bilderbücher angucken ist auch gut, aber Bilder auf Mamas Smartphone gucken ist noch viel cooler. Im nächsten Monat hat Mama Geburtstag und einen Tag danach werde ich 6 Monate alt. Wenn ich bis dahin noch fleißig übe, kann ich ihr vielleicht etwas vorkrabbeln. Oma übt auch schon „Mama“ sagen mit mir. Sie bewegt dabei den Mund so lustig, das kann ich bestimmt bald auch.

 

Lieblingsbaby-Paula

Heute haben wir Hundegeburtstag gefeiert mit Mamas Lieblingshündin, der mit dem weichen, braunen Fell. Zur Feier des Tages haben wir alle in Mamas Bett gelegen und gekuschelt und ich habe „Eiii …“ gemacht bei ihr. Sie ist ziemlich groß und braucht viel Platz in unserem Bett. Vor 4 Jahren hat Mama sie mit dem Flugzeug aus Griechenland geholt. Sie war in einem Heim, weil ihre Mama auf der Straße gelebt hat und ihr nicht genug zu essen geben konnte. Da habe ich es besser. Meine Mama ist immer ganz nah bei mir, wenn ich hungrig bin oder einfach nur kuscheln möchte. Manchmal geht sie arbeiten, aber dann ist mein Papa ganz nah bei mir. Hundekinder haben es gut, sie können schon laufen und hopsen und im Stehen Pipi machen, wenn sie so klein sind wie ich jetzt. Das will ich auch bald können.

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Meine Fünftklässler lieben Vokabeltests. Das ist ein bisschen ungewöhnlich, aber mich freut es natürlich. Woche für Woche lernen sie ein Vokabelpäckchen aus der laufenden Unit im Schulbuch und immer dienstags werden 15 dieser Vokabeln abgefragt. Ganz klassisch. Jeder und jede faltet ein liniertes Blatt längs in zwei Spalten, schreibt Namen und Datum darauf und numeriert von Zeilen von 1 bis 15. Anschließend diktiere ich kurz hintereinander 15 Vokabeln auf Deutsch, jeder schreibt direkt die englische Übersetzung in die linke Spalte und hat danach noch ein paar Minuten Zeit, um die deutsche Übersetzung in die rechte Spalte zu schreiben.

Das macht die Korrektur für mich einfach. Für jede vollständige richtige Zeile gibt es einen Punkt. Ist die deutsche Übersetzung falsch, ziehe ich einen halben Punkt ab, dabei werden Rechtschreibfehler bei den deutschen Wörtern nicht gewertet, bei den englischen Wörtern kosten sie einen halben Punkt. Für ein ausreichend braucht man mindestens 7,5 Punkte, bei 13,5 Punkten bekommt man noch eine eins minus.

Am letzten Mittwoch gab es eine neue Herausforderung. Diesmal habe ich nur 10 Wörter abgefragt und anschließend gab es 10 Minuten Zeit, um mit den 10 übersetzten englischen Wörtern Sätze zu bilden. Bedingung war, alle Wörter zu verwenden, dabei mindestens 6 verschiedene Sätze zu schreiben und diese nach Möglichkeit zu einer kleinen Geschichte zu verbinden. Klingt zunächst schwierig und führte auch in den ersten Minuten zu Aufregung und vielen Rückfragen. „Darf ich auch noch andere Wörter verwenden?“ „Klar, musst du sogar.“ – „Was ist, wenn ich ein Wort benutzen will, das ich nicht auf Englisch weiß?“ „Benutze ein anderes oder schreibe zur Not das deutsche Wort hin.“ – „Kann ich ein Wort auch mehrmals benutzen?„Klar.“ – „Muss ich die Wörter in der Reihenfolge benutzen?“ „Nein, so wie du sie für deine Geschichte brauchst.“ – „Soll ich eine Überschrift schreiben?“ „Darfst du, ist aber nicht Pflicht.“

Dies waren die 10 Wörter: to run away (weglaufen) – to feed (füttern) – neighbour (Nachbar) – cat food (Katzenfutter) – tin (Dose) – note (Notiz, Nachricht) – after that (danach) – street (Straße) – hole (Loch) – help (Hilfe)

Bei der Bewertung wurden Wörter oder Satzkonstruktionen, die wir noch nicht im Unterricht besprochen haben, nicht als Fehler bewertet. Als Fehler zählten eine falsche Wortstellung im Satz (Subjekt-Verb-Objekt), ein fehlendes ’s‘ am Verb in der dritten Person Singular (he-she-it, das ’s‘ muss mit), ein fehlendes Genitiv-’s‘ (the neighbour’s cat) und natürlich Rechtschreibfehler bei bekannten englischen Wörtern.

Das Ergebnis ist erfreulich. Alle haben kleine Geschichten geschrieben, in denen eine Katze im Mittelpunkt steht. Viele haben ihre Sätze erfolgreich zu einer Geschichte verbunden. Hier eine kleine Auswahl (klick macht größer):

cat stories

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Heute habe ich 45 Minuten lang junge Erwachsene gequält. Vielleicht sind Sie der Meinung, dass Lehrer ständig Kinder und junge Erwachsene quälen, indem sie Vokabeln abfragen oder das Lösen komplizierter Matheprobleme verlangen. Die betroffenen Jugendlichen hätten Ihnen zugestimmt, doch das, was ich ihnen heute zugemutet habe, geht weit über das hinaus, was ein normaler Schultag sonst für sie an Qualen bereit hält.

Meine Foltermethode bestand darin, den normalen Unterricht aus dem gewohnten Klassenraum in den Computerraum zu verlegen. Wieso, werden Sie sagen, Arbeiten am Computer macht doch viel mehr Spaß als Frontalunterricht im Klassenraum. Stimmt, aber nur dann, wenn man den Computer auch einschalten darf. Ich aber habe verlangt, dass die Jugendlichen 45 Minuten vor dem ausgeschalteten Bildschirm sitzen, die Tastatur vor sich, der Blick konzentriert nach vorne gerichtet. Das ist Folter, oder?

Allerdings wollte ich niemanden wirklich quälen, sondern meinen Leistungskursschülern die Gelegenheit geben, die von ihren Mitschülern vorbereiteten Powerpointpräsentationen zum Thema „Hinduism and Caste System in India“ und „Slums in India“ zu genießen. Aber für viele wurde das kein wirklicher Genuss.

Die Präsentationen waren informativ und gut gemacht, doch hatte ich den Eindruck, dass viele Schülerinnen und Schüler sich nicht so wirklich auf die Vorträge konzentrieren konnten. Immer wieder sah ich Hände über Tastaturen gleiten oder sehnsuchstvolle Blicke auf schwarze Bildschirme gerichtet, die hier und da sogar ein- und wieder ausgeschaltet wurden.

Und wie groß war die Erleichterung, als ich am Ende der Stunde verkündete, dass die Doppelstunde am Montag wieder im gewohnten Klassenraum stattfinden würde.

Doch zu früh gefreut. Auch am kommenden Freitag werde ich die Jugendlichen wieder der Computerraum-Folter aussetzen müssen, denn dies ist der einzige Ort, wo man ohne großen technischen Vorbereitungsaufwand Präsentationen sehen kann. Kaum ein Klassenraum in unserer Schule verfügt über einen fest installierten Beamer und wenn, dann muss der schuleigene Laptop umständlich zum Leben erweckt werden.

Medieneinsatz im Unterricht hat eben auch seine Tücken, jedenfalls an meiner Schule.

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