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Archive for Februar 2016

Lieblingsbaby-030216a

Hallo Leute! 5 Monate bin ich nun auf der Welt und am liebsten würde ich schon laufen oder wenigstens krabbeln können, doch noch sind meine Arme nicht stark genug, um mein Körpergewicht nach vorne zu bringen. Ich übe aber fleißig und wenn man(n) ganz lieb guckt, dann kommt auch jemand und hilft bei der Fortbewegung, Mama zum Beispiel, die ist sowieso die Beste. Aber Papa ist auch cool, der macht immer tolle Fliegerspiele mit mir und wildes Hopsen. Das ist lustig und dann lache ich ganz laut. Im Kinderwagen liegen mag ich gar nicht, da kann man(n) ja nix sehen. Also lieber im Tragesack vor Mamas oder Papas Bauch geschnallt einkaufen oder spazieren gehen. Manchmal spiele ich auch mit diesem großen braunen Wesen, das sich anfühlt wie eine warme, weiche Decke und mir schon mal feuchte Küsschen gibt. In meiner Wippe liege ich auch ganz gerne, aber dann bitte ein gutes Programm vorführen: Staubsaugen oder Kochen ist prima, da kann ich zugucken und auf einem Kochlöffel rumsabbern. Bilderbücher angucken ist auch gut, aber Bilder auf Mamas Smartphone gucken ist noch viel cooler. Im nächsten Monat hat Mama Geburtstag und einen Tag danach werde ich 6 Monate alt. Wenn ich bis dahin noch fleißig übe, kann ich ihr vielleicht etwas vorkrabbeln. Oma übt auch schon „Mama“ sagen mit mir. Sie bewegt dabei den Mund so lustig, das kann ich bestimmt bald auch.

 

Lieblingsbaby-Paula

Heute haben wir Hundegeburtstag gefeiert mit Mamas Lieblingshündin, der mit dem weichen, braunen Fell. Zur Feier des Tages haben wir alle in Mamas Bett gelegen und gekuschelt und ich habe „Eiii …“ gemacht bei ihr. Sie ist ziemlich groß und braucht viel Platz in unserem Bett. Vor 4 Jahren hat Mama sie mit dem Flugzeug aus Griechenland geholt. Sie war in einem Heim, weil ihre Mama auf der Straße gelebt hat und ihr nicht genug zu essen geben konnte. Da habe ich es besser. Meine Mama ist immer ganz nah bei mir, wenn ich hungrig bin oder einfach nur kuscheln möchte. Manchmal geht sie arbeiten, aber dann ist mein Papa ganz nah bei mir. Hundekinder haben es gut, sie können schon laufen und hopsen und im Stehen Pipi machen, wenn sie so klein sind wie ich jetzt. Das will ich auch bald können.

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Meine Fünftklässler lieben Vokabeltests. Das ist ein bisschen ungewöhnlich, aber mich freut es natürlich. Woche für Woche lernen sie ein Vokabelpäckchen aus der laufenden Unit im Schulbuch und immer dienstags werden 15 dieser Vokabeln abgefragt. Ganz klassisch. Jeder und jede faltet ein liniertes Blatt längs in zwei Spalten, schreibt Namen und Datum darauf und numeriert von Zeilen von 1 bis 15. Anschließend diktiere ich kurz hintereinander 15 Vokabeln auf Deutsch, jeder schreibt direkt die englische Übersetzung in die linke Spalte und hat danach noch ein paar Minuten Zeit, um die deutsche Übersetzung in die rechte Spalte zu schreiben.

Das macht die Korrektur für mich einfach. Für jede vollständige richtige Zeile gibt es einen Punkt. Ist die deutsche Übersetzung falsch, ziehe ich einen halben Punkt ab, dabei werden Rechtschreibfehler bei den deutschen Wörtern nicht gewertet, bei den englischen Wörtern kosten sie einen halben Punkt. Für ein ausreichend braucht man mindestens 7,5 Punkte, bei 13,5 Punkten bekommt man noch eine eins minus.

Am letzten Mittwoch gab es eine neue Herausforderung. Diesmal habe ich nur 10 Wörter abgefragt und anschließend gab es 10 Minuten Zeit, um mit den 10 übersetzten englischen Wörtern Sätze zu bilden. Bedingung war, alle Wörter zu verwenden, dabei mindestens 6 verschiedene Sätze zu schreiben und diese nach Möglichkeit zu einer kleinen Geschichte zu verbinden. Klingt zunächst schwierig und führte auch in den ersten Minuten zu Aufregung und vielen Rückfragen. „Darf ich auch noch andere Wörter verwenden?“ „Klar, musst du sogar.“ – „Was ist, wenn ich ein Wort benutzen will, das ich nicht auf Englisch weiß?“ „Benutze ein anderes oder schreibe zur Not das deutsche Wort hin.“ – „Kann ich ein Wort auch mehrmals benutzen?„Klar.“ – „Muss ich die Wörter in der Reihenfolge benutzen?“ „Nein, so wie du sie für deine Geschichte brauchst.“ – „Soll ich eine Überschrift schreiben?“ „Darfst du, ist aber nicht Pflicht.“

Dies waren die 10 Wörter: to run away (weglaufen) – to feed (füttern) – neighbour (Nachbar) – cat food (Katzenfutter) – tin (Dose) – note (Notiz, Nachricht) – after that (danach) – street (Straße) – hole (Loch) – help (Hilfe)

Bei der Bewertung wurden Wörter oder Satzkonstruktionen, die wir noch nicht im Unterricht besprochen haben, nicht als Fehler bewertet. Als Fehler zählten eine falsche Wortstellung im Satz (Subjekt-Verb-Objekt), ein fehlendes ’s‘ am Verb in der dritten Person Singular (he-she-it, das ’s‘ muss mit), ein fehlendes Genitiv-’s‘ (the neighbour’s cat) und natürlich Rechtschreibfehler bei bekannten englischen Wörtern.

Das Ergebnis ist erfreulich. Alle haben kleine Geschichten geschrieben, in denen eine Katze im Mittelpunkt steht. Viele haben ihre Sätze erfolgreich zu einer Geschichte verbunden. Hier eine kleine Auswahl (klick macht größer):

cat stories

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Heute habe ich 45 Minuten lang junge Erwachsene gequält. Vielleicht sind Sie der Meinung, dass Lehrer ständig Kinder und junge Erwachsene quälen, indem sie Vokabeln abfragen oder das Lösen komplizierter Matheprobleme verlangen. Die betroffenen Jugendlichen hätten Ihnen zugestimmt, doch das, was ich ihnen heute zugemutet habe, geht weit über das hinaus, was ein normaler Schultag sonst für sie an Qualen bereit hält.

Meine Foltermethode bestand darin, den normalen Unterricht aus dem gewohnten Klassenraum in den Computerraum zu verlegen. Wieso, werden Sie sagen, Arbeiten am Computer macht doch viel mehr Spaß als Frontalunterricht im Klassenraum. Stimmt, aber nur dann, wenn man den Computer auch einschalten darf. Ich aber habe verlangt, dass die Jugendlichen 45 Minuten vor dem ausgeschalteten Bildschirm sitzen, die Tastatur vor sich, der Blick konzentriert nach vorne gerichtet. Das ist Folter, oder?

Allerdings wollte ich niemanden wirklich quälen, sondern meinen Leistungskursschülern die Gelegenheit geben, die von ihren Mitschülern vorbereiteten Powerpointpräsentationen zum Thema „Hinduism and Caste System in India“ und „Slums in India“ zu genießen. Aber für viele wurde das kein wirklicher Genuss.

Die Präsentationen waren informativ und gut gemacht, doch hatte ich den Eindruck, dass viele Schülerinnen und Schüler sich nicht so wirklich auf die Vorträge konzentrieren konnten. Immer wieder sah ich Hände über Tastaturen gleiten oder sehnsuchstvolle Blicke auf schwarze Bildschirme gerichtet, die hier und da sogar ein- und wieder ausgeschaltet wurden.

Und wie groß war die Erleichterung, als ich am Ende der Stunde verkündete, dass die Doppelstunde am Montag wieder im gewohnten Klassenraum stattfinden würde.

Doch zu früh gefreut. Auch am kommenden Freitag werde ich die Jugendlichen wieder der Computerraum-Folter aussetzen müssen, denn dies ist der einzige Ort, wo man ohne großen technischen Vorbereitungsaufwand Präsentationen sehen kann. Kaum ein Klassenraum in unserer Schule verfügt über einen fest installierten Beamer und wenn, dann muss der schuleigene Laptop umständlich zum Leben erweckt werden.

Medieneinsatz im Unterricht hat eben auch seine Tücken, jedenfalls an meiner Schule.

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Heute habe ich leider kein aktuelles Foto aus unserem Garten für Sie, doch aus dem Fenster unseres B&B gibt es auch einen Gartenblick. Schauen Sie:

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Gartenblick Bishopsbourne, Kent

Das Wetter sieht vielversprechend aus.

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blauer Himmel über Kent

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag, mit oder ohne Karneval.

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Wir stimmen uns heute abend schon einmal kulinarisch auf unseren Wochenendausflug ein.

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Fish and Chips with Garlic Sauce

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Noch drei Stunden Unterricht, dann darf ich meinen Stuhl im Lehrerzimmer hochstellen und ins Karnevalswochenende starten. Ich werde ein wenig Wäsche zum Wechseln und eine Regenjacke einpacken und mich morgen in aller Frühe, wenn die Jecken noch ihren Rausch ausschlafen, zusammen mit dem Lieblingsmann auf den Weg zur Lieblingsinsel machen. Dort, südlich von Canterbury, werden wir ein neues B&B ausprobieren.  Am Sonntag treffen wir uns mit Mike und Shirley, unseren ehemaligen Gastgebern, zum Lunch und „erneuern unsere Freundschaft“ wie Mike in seiner Mail so nett schrieb. Die beiden sind inzwischen im Ruhestand und haben ihr Haus verkauft und das B&B aufgegeben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

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Weil in unsere Klassenräume die neuen Medien noch nicht Einzug gehalten haben, spielt in meinem Unterricht die Tafel noch immer eine grosse Rolle. Heute haben wir Mark, den fiktiven Schüler der Mousetown-Schule, auf den Weg durch die Stadt geschickt (rote Linie). Er besucht den Computerladen, geht ins Kino und fragt im Informationscenter nach Prospekten für die Cutty Sark, das Museumsschiff in Greenwich.

Den meisten Fünftklässlern gelang es mühelos, den kleinen Mann durch die Stadt zu leiten, auch wenn der eine oder die andere den Kopf manchmal ziemlich schief legen musste, um die Entscheidung zum rechts oder links Abbiegen treffen zu können.

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Find your way through Mousetown

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