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Archive for April 2016

Die Sonne war so nett, einen kurzen Besuch abzustatten, damit ich mein wöchentliches Gartenfoto machen konnte. Ja, der Rasen dürfte mal wieder gemäht werden, und nein, wir haben den Feuerkorb nicht aufgestellt, um uns bei den momentanen einstelligen Temperaturen daran zu wärmen. Der Mann im Haus spielt gerne mit Feuer und hat darin die Reste seiner Schreinerarbeiten der letzten Woche verfeuert. Nur noch ein paar Holzkohlestückchen erinnern an das große Feuerspektakel. Ein paar Blümchen sind neu erblüht, die Maiglöckchen stecken ihre grünen Blätter aus der Erde, und der Fliederbaum des Nachbarn zeigt Blütenansätze. Der Rindenmulch steht schon bereit, um die kahlen Stellen in den Beeten abzudecken.

Leider hatte ich die Kamera nicht zur Hand, als eine Elster heute morgen einen Schluck Wasser aus der Zinkwanne nahm und auch die Jagd der beiden Nachbarkatzen auf die Tauben blieb ohne Foto. Dafür dürfen Sie die Tulpen im Vorgarten des großen Kindes bewundern, die vielleicht im nächsten Jahr bei mir einen neuen Platz finden, wenn die Zwiebeln die Umsiedlung überstehen und den neuen Standort akzeptieren.

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Nach einem ruhigen Abend, den wir fußschonend in der Hotelbar verbrachten, treffen wir uns um 9 Uhr zum Frühstück. Dazu verlassen wir das Hotel und biegen einmal um die Ecke. Dort ist eine Bäckerei mit Sitzgelegenheiten und einem tollen Frühstücksangebot zu einem fairen Preis. Es herrscht reges Treiben, auch andere Hotelgäste sind hierher zum Frühstücken gekommen.

HH-Backhus-FruehstueckNach dem gestrigen Abendbrot mag das Frühstück spartanisch wirken, doch das täuscht. Während wir uns Brötchen und Kaffee schmecken lassen, machen wir Pläne für den weiteren Tagesverlauf. Bis zu unserer für den frühen Nachmittag geplanten Rückfahrt in die nordrheinwestfälische Heimat bleiben uns noch einige Stunden.

Wir beschließen diese in der Innenstadt zu verbringen und fahren mit der U3 zum Rathaus. Wir schauen hoch zum Rathausturm und machen uns dann auf den Weg zu den Alsterarkaden. Bei einem Bummel durch die Einkaufspassage im Hanseviertel stöbern wir in der Buchhandlung „Stories!“, in der die Bücher mit den Covern nach vorn in den Regalen präsentiert werden und zum Blättern und Lesen einladen. Ich löse meinen Geburtstagsgutschein ein.

Schließlich landen wir am Ufer der Binnenalster. Ich bin erstaunt, als die beste Freundin eine Fahrt mit einem der Ausflugsschiffe in Erwägung zieht. Eine Fahrt auf einem See im Zentrum der Stadt mit einem Springbrunnen in der Mitte scheint mir zunächst nicht wirklich attraktiv, weckt Kindheitserinnerungen an gelegentliche sonntägliche Ausflüge mit den Schiffen der Weißen Flotte auf dem Baldeneysee. Ich lasse mich überreden und wir steigen in den historischen Alsterdampfer „St. Georg“, der sich kurze Zeit später auf eine 90-minütige Fahrt über Binnen- und Außenalster macht und uns einen wirklich beeindruckenden Panoramablick auf die Lieblingsstadt ermöglicht.

Zurück am Ufer nehmen wir unseren Einkaufsbummel wieder auf. Wir widerstehen der Versuchung köstlicher Schokoladen und schnuppern stattdessen an allerlei Tiegeln und Flaschen im Niveahaus. Auf dem Rückweg zur U-Bahn besuchen wir noch Hamburgs älteste Einkaufspassage, die Mellin-Passage. Bepackt mit den Schätzen des Orients (die beste Freundin findet Reisschalen mit blau-weißem Sashiko-Muster) fahren wir zurück zum Hotel-Parkhaus und programmieren das Navi mit den Heimatkoordinaten.

Zwei schöne Tage sind viel zu schnell vergangen, so vieles auf meinem Zettel haben wir nicht gesehen, dafür manch anderes spontan unternommen. Wir sind uns einig, dass dies nicht unser letzter gemeinsamer Besuch in der Lieblingsstadt war. Beim nächsten Mal kommen wir, wenn es warm genug ist, um am Elbstrand zu sitzen, einen Cocktail in der Strandperle zu genießen und die vorbeifahrenden Schiffe auf der Elbe zu beobachten. Und ein Fischbrötchen sollte es wieder sein, und … und …

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Nach einer kurzen Pause im Hotel, machen wir uns auf den Weg in die Speicherstadt. Ein Besuch dieses historischen Lagerhauskomplexes stand ganz oben auf der Besichtigungswunschliste der besten Freundin, die sich, genauso wie ich, für Industriegeschichte und -kultur interessiert. Gemeinsam haben wir schon einige Industriemuseen besucht und besichtigt. [z.B. hier]

Der erste Bauabschnitt der Speicherstadt wurde vor dem Eintritt Hamburgs in den Deutschen Zollverein 1888 fertiggestellt. In den Lager- und Handelshäusern im Freihafengebiet nutzten die Hamburger Kaufleute ihr Privileg, Importgüter zollfrei zu lagern und zu verarbeiten.

Auch heute wird in der Speicherstadt noch Handel getrieben, doch dienen viele der historischen Gebäude als Museen. Das wohl bekannteste ist das Miniatur Wunderland, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt.

Wir wollen allerdings keines der Museen besuchen, sondern ein Abendessen in einem ganz besonderen historischen Gebäude einnehmen, der Oberhafen-Kantine. Auf dem Weg dahin sehen wir viele der historischen Gebäude, die seit Beginn des 21. Jahrhundert restauriert und renoviert worden sind und im Abendsonnenlicht ein beeindruckendes Bild abgeben.

Die Hafencity liegt auf der ehemaligen Insel Grasbrook und ist von zahlreichen Kanälen, den Fleeten, durchzogen, die einzelne, künstlich angelegte Hafenbecken miteinander verbinden und oft nur an einer einzigen Stelle auf einer Brücke überquert werden können. So dauert es eine ganze Weile, bis wir unser Ziel am östlichsten Teil der Insel, den Obertorhafen erreichen. Das kleine Restaurant liegt versteckt unter der Eisenbahnbrücke, über die Nah- und Fernverkehrszüge das Hafenbecken aus und in Richtung Hamburg Hauptbahnhof überqueren.

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Drinnen gibt es nur wenige Plätze. Wir bekommen zwei Plätze an einem Tisch in der oberen Etage, die wir über eine sehr steile Treppe erreichen. Beim Blick aus dem Fenster sind die vorbeifahrenden Züge zum Greifen nah. Zur Geschichte des kleinen Restaurants lesen Sie am besten [hier].

Wir bestellen Hamburger Abendbrot, trinken dazu Alsterwasser und danach Kaffee und machen uns ungefähr eineinhalb Stunden später sehr gut gesättigt auf den Rückweg zur U-Bahn-Haltestelle, um zum Hotel zurückzufahren.

Kantine-Abendbrot1: Lachs auf Linsensalat – 2. Matjesfilets – 3: Heringssalat – 4: Hausgemachter Senf – 5: Fisch in Bierteig – 6: Hamburger Bratwurst – 7: Kartoffel-Rosenkohl-Gratin – 8: Pulled Pork – 9: Grünkohl mit Mini-Mettwurst – 10: Labskaus mit Wachtel-Spiegelei – 11: Pellkartoffel-Salat – 12: Rohkost-Salat – 13: Hausgemachtes Brot – 14: Hamburger Weißwurst – 15: Kantinen-Frikadelle

Lesen Sie im letzten Teil: Hamburg-Perspektiven von Bord des ältesten und einzig echten Alsterdampfers

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Heute gibt es den morgendlichen Blick in den Garten mit Detailaufnahmen von dem, was da blüht, ohne dass ich es gepflanzt hätte.

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Das große Kind leidet, der Mann im Haus niest … und Schuld an allem ist SIE:

Die Übeltäterin

Die Übeltäterin

Ich reagiere zum Glück nicht so heftig auf die Birkenpollen, meine große Stunde kommt erst, wenn das Getreide blüht, aber mein Auto erstickt gerade unter einer grüngelben Pollenschicht. Da ist wohl bald ein Ausflug zur Waschanlage angesagt.

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Gerade arbeite ich mit „meinen“ Fünftklässlern am Thema „Birthday party“. Sam, eines der Schulbuch-Kinder hat bald Geburtstag. Mit Hilfe seiner Großmutter backt er einen Geburtstagskuchen. Dabei lernen die SchülerInnen allerlei Wortschatz, der zum Verstehen englischer Backrezepte nützlich sein kann. Im Buch lesen wir ein Rezept für chocolate crispies.

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English for chocolate junkies

Wir schreiben eine Einkaufsliste, auf der nur drei Dinge stehen, Schokolade (Zartbitter), Reiscrispies oder Cornflakes und Rosinen. Das Entschlüsseln der Zubereitung ist für Sprachanfänger nicht ganz so einfach. Doch mit vereinten Kräften finden wir heraus, dass wir keinen Backofen brauchen. Wir müssen die Schokolade schmelzen. Nein, nicht in der Microwelle und auch nicht im heißen Wasser, sondern in einer Schüssel über heißem Wasser. (Keiner kennt das Wort „Wasserbad“). Dann 4 (besser 5!) Esslöffel Reiscrispies dazu. Nein, nicht mit dem Mixer rühren, sondern mit dem Löffel mischen (mix).

Kurz vor Ende der Stunde haben wir das Rezept endlich entschlüsselt, wichtige Wörter an die Tafel und ins Heft geschrieben und uns eine Belohnung verdient. Ich hole eine Schüssel aus dem Beutel, der sonst zum Transport der Klassenarbeitshefte dient und lasse sie herumgehen. Jeder und jede darf sich ein chocolate crispy herausnehmen und probieren.

Anmerkung: Ich habe die Zutaten aus dem Rezept verdoppelt, damit es für 33 SchülerInnen reicht. Statt jedes crispy in ein Papierförmchen zu tun, habe ich sie auf Backpapier erkalten lassen. Ich habe nur 25 g Zartbitterschokolade verwendet und 100 g Vollmilch-Schokohase. Eine gute Resteverwertung.

Nachdem auch die zufällig hereinkommende Klassenlehrerin eine Kostprobe bekommen hatte, blieb ein Stück übrig.

Bitte bedienen Sie sich:

chococrispies

 

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… das Gänseblümchen schläft. Es hat den Angriff des Riesenrasenmähers überlebt. Ein Grashälmchen steckt noch in seinem Köpfchen. Vielleicht kommt  ja später die Sonne heraus und weckt es auf. So lange darf es noch ein bisschen schlafen.

gaensebluemchen

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