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Archive for Januar 2017

Die englische Tageszeitung The Guardian titelt in einem Artikel zum Telefonat zwischen US-Präsident Trump und Kanzlerin Merkel:

frag_mutti

[Frau Merkel ‚erklärt‘ Trump die Flüchtlingskonvention in einem Telefongespräch]

Im weiteren Verlauf des Artikels heißt es:

A spokesman for Angela Merkel said the German chancellor regretted Trump’s decision to ban citizens of certain countries from entering the US, adding that she had “explained” the obligations of the refugee convention to the new president in a phone call on Saturday.

[… die deutsche Kanzlerin bedauert Trumps Entscheidung, Bürgern bestimmter Länder die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verbieten, … sie habe dem neuen Präsidenten am Telefon die Verpflichtungen der Flüchtlingskonvention „erklärt“.]

Mutti gibt dem amerikanischen Kollegen Nachhilfestunden in Weltpolitik? Hat der Junge etwa seine Hausaufgaben nicht gemacht?

Genau ist nicht überliefert, was die beiden sonst noch am Telefon besprochen haben. Man kann Herrn Trump ein kurzes Telefonat mit Angela vor jeder Entscheidung nur empfehlen, das könnte ihm und der Welt eine Menge Ärger ersparen.

Das hat wohl auch Ex-Präsident Obama gedacht, als er als letzte Amtshandlung vor seinem Ausscheiden aus dem Amt noch einmal mit der deutschen Kanzlerin telefonierte. Wahrscheinlich hat er ihr dabei seinen Nachfolger ans Herz gelegt: „Angela, kümmere dich um Donald, der kennt sich nicht so aus und braucht jede Unterstützung. Sonst gibt es eine Katastrophe.“ Und wahrscheinlich hat sie ihm geantwortet: „Mach ich, Barack, keine Sorge, wir schaffen das!“

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Nach wochenlanger Abstinenz wegen zahlreicher Erkältungssympthome war heute endlich Gelegenheit, das Schwimmtraining wieder aufzunehmen. Zu Herbert Grönemeyers „Schiffsverkehr“ fiel es mir gar nicht schwer, gleichmäßige Bahnen zu ziehen. Schiffe sind mir zum Glück nicht in die Quere gekommen.

swim_with_musicDa Herbert nach 30 Minuten Schwimmen noch nicht mit seinen Liedern fertig war, durfte er mich auch noch unter die Dusche begleiten.

Danke an das große und das kleine Kind, die mir diesen wasserfesten MP3-Player zu Weihnachten geschenkt haben. Bisher empfehlenswert, hoffentlich besteht das Gerät auch den Langzeittest.

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Sebastian Rabsahl nennt sich „Sebastian 23“ und ist Poetry Slammer. Ich kannte ihn bis Freitagabend nicht. Dann sah ich ihn in der NDR-Talkshow. Das Stück, das er vortrug hat mich fasziniert. „Zeit für Lyrik“ heißt es, und wenn Sie hier klicken und zu Minute 5:30 vorspulen, können Sie seinen Vortrag hören und sehen. Danach geht es Ihnen vielleicht so wie mir und Sie haben Lust, weitere Strophen hinzuzufügen.

Der Text zum Mitlesen:

Bäume sind Büsche auf Balken
Schrauben sind Nägel mit Falten
Zugfahren ist Fließen auf Gleisen
Flüsse sind Meere auf Reisen

Träume sind Schlaf mit Ideen
Igel Kakteen, die gehen
Fenster sind gläserne Mauern
Berge sind Wellen, die dauern

Beine sind Arme zum Laufen
Mauern sind sehr grade Haufen
Sekunden sind Stunden, die rennen
Eier sind werdende Hennen

Koma ist Amok im Spiegel
Kakteen sind fußkranke Igel
Schränke sind Häuser für Sachen
Weinen ist trauriges Lachen

Wolken sind Pfützen, die fliegen
Zs sind Ns wenn sie liegen
Weizen sind Gräser mit Ähre
Und Schwimmen ist Fliegen für Schwere

Meine Strophe:

Ketten sind Bänder aus Ringen
Schallplatten Scheiben, die singen
Kloaken sind Pfützen, die stinken
Wein sind Trauben zum Trinken

Kommentieren Sie gerne weitere Zeilen oder Verse.

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Auf vielen Kanälen wurde die Antrittsrede des 45. Amerikanischen Präsidenten übertragen. Ich habe zugesehen und zugehört und mir so meine Gedanken gemacht, Fragen gestellt.

We will face challenges. We will confront hardships. But we will get the job done.

Höre ich: „Wir schaffen das“ ?

Wissen Sie auch, wie Sie den Job getan bekommen, Mr. President? Vielleicht reden Sie mal mit Angela? Oder Sie zwitschern ihr was? Frau Merkel, haben Sie eigentlich schon einen Twitter-Account?

… we are transferring power from Washington, D.C. and giving it back to you, the American People.

Ach so, ich verstehe. Sie, Mr. President, wollen den Job gar nicht machen, Sie wollten nur Präsident werden und geben nun die Macht und damit auch die Verantwortung an das Volk ab, und das Volk hat dann den schwarzen Peter und die ganze Arbeit und muss Amerika wieder groß machen. Und was machen Sie in der Zwischenzeit?

I will fight for you with every breath in my body – and I will never, ever let you down.

Ach doch, Sie tun auch was, sie kämpfen mit vollem Körpereinsatz, ich verstehe. „Never, ever“ … versprechen Sie da nicht ein bisschen viel? Man soll doch niemals nie sagen … Na, ja, let’s wait and see.

We will seek friendship and goodwill with the nations of the world – but we do so with the understanding that it is the right of all nations to put their own interests first.

Dies ist nicht nur ein Freundschaftsanbot an die Nationen der Welt, sondern gleichzeitig ein Schulterschluss mit den Nationalisten. Zuerst kommen die Interessen des eigenen Landes, dann eine Weile nichts und dann wieder das eigene Land. Jeder ist sich selbst der Nächste und nur die Harten kommen in den Garten, survival of the fittest. Verabschieden wir uns von der Globalisierung. Amerikaner kaufen amerikanisch, Briten britisch, Deutsche deutsch … das wird spannend.

… and unite the civilized world against Radical Islamic Terrorism, which we will eradicate completely from the face of the Earth.

Ja, bitte, den Terrorismus ausradieren von der Erde, bitte sofort, Mr. President, wissen Sie auch schon wie? Haben Sie einen Plan? Kennen Sie einen Weg, den Andere vor Ihnen noch nicht kannten?

We will no longer accept politicians who are all talk and no action, … now arrives the hour of action.

Da stimme ich Ihnen zu, nicht labern sondern machen. Hoffentlich halten Sie sich dran, Mr. President, geredet haben Sie ja schon reichlich, jetzt machen Sie mal. Und machen Sie es gut.

We will make America wealthy again.

Ich wusste gar nicht, dass Amerika ein armes Land ist. Da muss ich was nicht mitbekommen haben.

Ich werde die Rede ausdrucken und meinem Englisch-LK zu Übungszwecken zur Verfügung stellen. Die Analyse einer politischen Rede ist eine beliebte Prüfungsaufgabe. Ob es diese mal ins Abitur schafft, wage ich allerdings zu bezweifeln.

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Laut übereinstimmenden Twitter-Angaben haben sich Trump und Obama auf den Weg vom Weißen Haus zum Kapitol gemacht.

Quelle: Live-Ticker auf der Online-Seite der Tagesschau

Wird Berichterstattung ab sofort über das Zwitscher-Portal gemach? Der zukünftige amerikanische Präsident ist ja ein Fan dieses Mediums. Wird er seine Antrittsrede twittern?

Aus beruflichen Gründen werde ich mir sein Gezwitscher gleich anschauen. Sie wissen schon, der Amerikanische Traum ist im Curriculum verankert und abiturrelevant. Da muss man als Englischlehrer informiert sein.

Mein LK hat den Auftrag, die Antrittsrede zu hören oder zu lesen. Wir haben spekuliert, ob er einen Slogan haben wird. Wird er andere Präsidenten zitieren?

Vielleicht so: I have a dream that I will make America great again. Yes, I can.

Gleich werden wir es wissen.

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Manchmal, wenn seine Mama arbeiten muss und sein Papa geschäftlich unterwegs ist, darf ich das Lieblingsbaby einen Tag lang bespaßen. Gestern war ein solcher Tag.

Wir beginnen mit Leberwurstbrot und Fencheltee zum Frühstück. Der kleine Mann isst fast alle kleinen Brotwürfel, bis auf die mit viel Kruste, die lutscht er ab und reicht sie Fräulein Paula, die während seines Frühstücks aufmerksam neben dem Hochstuhl Wache hält, damit derartige Häppchen gar nicht erst auf dem Fußboden landen. Zwischendurch leckt sie gerne Leberwurstreste von der ausgestreckten Babyhand. Früh übt sich, wer sein Personal im Griff haben will.

Danach räumen wir gemeinsam die Küche auf. Ich wische mit dem Lappen über die Arbeitsplatte, mein Assistent wischt das Innere der Waschmaschine und trocknet die Gummidichtung. Ich bitte ihn, die unteren Bretter seines Hochstuhls zu wischen, was er sofort erledigt.

Danach spielen wir im Wohnzimmer während das Fräulein Paula auf dem Sofa liegt und uns aufmerksam beobachtet. Bevor wir uns um das Mittagessen kümmern machen wir eine kurze Kaffeepause mit einem „Frechen Freund“. Danach ist ein Windelwechsel nötig.

Dann beginnt die Zubereitung des Mittagessens. Im Kühlschrank finden wir alle Zutaten für eine Nudel-Zucchini-Pfanne und machen uns an die Arbeit. Ich hole einen Stuhl, damit das Lieblingsbaby mir an der Arbeitsplatte zur Hand gehen kann. Ich koche knapp 400 g Vollkornspaghetti, schneide 800 g Zucchini mit dem Sparschäler in Streifen und 2 Tomaten in kleine Würfel, hacke ein halbes Bund glatte Petersilie. Mein Assistent sortiert das Gemüse und kontrolliert den Feinschnitt von Tomaten und Petersilie sehr sorgfältig. Das Fräulein Paula sitzt ebenfalls in der Küche, schließlich muss der Fußboden ja sauber bleiben.

Das Lieblingsbaby probiert Tomatenwürfel (lecker), Petersilie (nein, nicht lecker) und gekochte Vollkornspaghetti (ok). Fräulein Paula verzichtet auf Rohkost und probiert Spaghetti. Nach und nach gelangen alle Zutaten in die Pfanne, es kommen Parmesankäse, Milch, Sahne und Gewürze dazu, die gekochten Spaghetti heben wir unter. Dann füllen wir unsere Schälchen und essen zu Mittag. Fräulein Paula übernimmt wieder die Hochstuhlwache und darf zum Schluss den Rest aus unseren Schälchen lecken.

Fazit: Die Nudelpfanne ist sehr lecker, der Käse hat ein bisschen geklumpt, die Zucchini waren ein bisschen groß, um sie mit dem Sparschäler in Streifen zu schneiden. Vollkornspaghetti schmecken dem Lieblingsbaby, müssen aber, gründlich zerkleinert werden, damit sie auf den Löffel passen.

Nach dem Essen räume ich die Küche auf, mein Assistent sortiert die Töpfe im Regal.

Wir trinken einen Kaffee/Fencheltee und essen einen Keks, Fräulein Paula bekommt ein Leckerchen.

Das Lieblingsbaby ist kein Freund von Mittagsschlaf. Gerne lässt er sich von Mama ein wenig im Tragetuch herumtragen, um ein Nickerchen zu machen, ein Service, den ich ihm nicht bieten kann. Stattdessen biete ich eine Ausfahrt im Buggy an und ernte Zustimmung. Der kleine Mann will direkt in der Wohnung einsteigen, ich bestehe jedoch darauf, dass wir zunächst warme Jacken und Mützen anziehen. Wir schicken das Fräulein Paula aufs Sofa zum Mittagsschlaf.

Nachdem ich mehrfach kontrolliert habe, dass ich den richtigen Wohnungsschlüssel in der Tasche habe, trage ich Kind und Buggy die Treppe hinunter und wir machen uns auf den Weg. Die Sonne scheint, Tief Egon ist zum Glück damit beschäftigt, Schnee im Sauerland zu verteilen. Nach 10 Minuten Fahrt ist der kleine Mann eingeschlafen und wacht erst wieder auf, als wir nach 45 Minuten zurück sind.

Inzwischen ist sein Papa zu Hause und übernimmt das Spielprogramm. Wir trinken noch einen Kaffee zusammen und das Lieblingsbaby verputzt eine große Portion Apfelkompott mit Quark. Das Fräulein Paula bekommt nichts, sie hat während unserer Abwesenheit die Box mit den Leckerchen „geknackt“, nachdem „ganz zufällig“ meine Tasche vom Tisch gefallen war.

Als ich kurze Zeit später die Jacke wieder anziehe, um nach Hause zu fahren, will das Lieblingsbaby auf den Arm genommen werden und winkt dem Papa zum Abschied. Die Frage, ob er mitkommen wolle, beantwortet er mit „da“ und lässt sich nur zögerlich davon überzeugen, dass seine Mama traurig wäre, wenn sie nach Hause kommt und ihr Baby ist nicht da.

Es hat Spaß gemacht, den Tag mit dem Lieblingsbaby zu verbringen. Ich freue mich auf den nächsten „Einsatz“.

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… , dass du den Skifahrern in der Region gestern Schnee beschert, dich aber aus der Heimatstadt ferngehalten hast, so dass ich mittags bei strahlendem Sonnenschein das Lieblingsbaby im Buggy zum Mittagsschlaf ausfahren konnte. Leider kann ich kein Foto zeigen, weil mein Smartphone nicht dabei war.

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