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Archive for Juli 2019

Das Catsitting ist in die zweite Phase eingetreten. Bisher war es meine Aufgabe, den Katzen der Nachbarn morgens ihr Futter für den Tag hinzustellen, Wasser aufzufrischen, ein paar Streicheleinheiten zu verteilen, fertig.

Seit Montag ist auch das Abendprogramm hinzugekommen, da der über achtzigjährige Katzensitter für die Abendschicht eine Radtour entlang der Ems angetreten hat. Mehr als zweihundert Kilometer, zwar mit dem E-Bike, aber immerhin, Respekt.

Also werde ich bis Freitag auch am Abend von der kleinen Tigerkatze erwartet. Für das Gute-Nacht-Programm. Die Unterhaltung ist sehr einseitig. Ich bekomme keine Antwort auf meine Frage, ob sie einen schönen Tag verbracht habe und welche Abenteuer sie erlebt hat auf ihren Streifzügen durch die Nachbarschaft. An Gute-Nacht-Geschichten von der Stadtmaus und der Landmaus ist sie nicht interessiert. Immerhin nimmt sie gnädig ein paar Leckerchen, die ich ihr vor die Nase lege. Und streicheln darf ich auch.

Mau 🙂

Catsitting – Frühstückszeit

Und falls Sie sich gefragt haben, warum ich nur von und mit einer Katze rede, die andere lässt sich in der Wohnung nicht blicken, wenn ich da bin. Von ihrer Anwesenheit zeugt lediglich ein leergeschlecktes Tellerchen mit Dosenmilch, die nur sie mag.

Sie liegt tagsüber gerne hinter meinem Lavendel oder Minzestrauch, vn ihr gab es hier bereits ein Bild.

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Am Dienstag fahren wir mit dem Fahrad zur Rhineside und warten gemeinsam mit vielen anderen Menschen auf das Höhenfeuerwerk, das trotz der großen Hitze und Trockenheit nach Einbruch der Dunkelheit vom Duisburger Rheinufer aus gezündet werden darf. Wir blicken auf den Rhein, sehen die Schiffe vorüberfahren, es wird dunkel. Irgendwann ein lauter Knall – das Feuerwerk beginnt. Eine halbe Stunde lange leuchten die Feuersterne am Himmel.

Feuerwerk an der Rhineside

Am Mittwoch ist es heiß, sehr heiß. Im Haus ist es kaum auszuhalten. Ein Ventilator bewegt die Luft ein wenig. Ich hasse das Geräusch von Ventilatoren. Vom Windzug muss ich niesen.

Am Abend sitze ich im Garten, die Füße zeitweise im Mini-Planschbecken. Das Wasser kommt aus acht Metern Tiefe und ist angenehm kalt. Im Becken wird es sehr schnell angewärmt. Dann ist es keine wirkliche Erfrischung mehr.

Balance-Übung

Am Donnerstag erreicht die Hitzewelle ihren Höhepunkt. Trotzdem treffe ich das große und das kleine Kind in einem japanischen Restaurant. Sie haben mich zum Sushi-Essen eingeladen.

Am Freitag kühlt es endlich ein wenig ab. Kurzfristig sind die Temperaturen draußen niedriger als drinnen. Es dauert eine ganze Weile, bis die Wärme wieder aus dem Haus hinausgelüftet ist. Der Ventilator läuft während ich am Schreibtisch sitze und Unterlagen und Rechnungen für die Steuererklärung heraussuche. Es fehlen immer noch wichtige Belege, die ich erst bei den entsprechenden Behörden anfordern muss.

Am Abend auf der Terrasse stecken der Lieblingsmann und ich gemeinsam die Füße ins Mini-Planschbecken. Wir haben uns gegen einen Ausflug in die Innenstadt zum traditionellen Freitags-Spießbraten-Essen entschieden. Zu grau sind die Wolken am Himmel. Sie künden von baldigem Regen.

Irgendwann hüpft ein Grashüpfer zu uns ins Wasserbecken. Weil der nicht schwimmen kann, wird er gerettet. Eine ganze Weile sitzt er völlig außer Atem und reglos auf der Tischdecke. Vielleicht ist er tot? Als ich eine Weile nicht hingeschaut habe, ist er verschwunden. Einfach weggehüpft, ins Gras hoffentlich.

Am Samstag regnet es dann ergiebig. So ergiebig, dass ich die Gießkanne unter den Regenablauf am Gartenhaus stellen kann. Während ich vor dem Regen geschützt auf der Mini-Veranda sitze und in den Garten blicke, tropft das Regenwasser vom Balkon direkt in den kleinen roten Eimer, den ich aufgestellt habe, um es zum Gießen der Orchideen zu sammeln.

Regentropfen, die in dem Eimer klopfen …

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Am Montag erledige ich Bankgeschäfte in der alten Heimat. Dort habe ich immer noch Konten beim städtischen Geldinstitut. Ich lege mein rotes Sparbuch vor und will es auflösen lassen. Es ist bereits aufgelöst, sagt die Mitarbeiterin. Wie jetzt? Ich habe es doch in der Hand! Ich hätte es vor knapp zwei Jahren verloren gemeldet. Ach, wirklich? Ich bekomme ein Dokument, das die Verlustmeldung und den Transfer des Geldes auf eines meiner anderen Konten bestätigt. Ach wirklich? Nun gut, muss ich wohl verdrängt haben.

Das zweite rote Buch, das ich vorlege, kann aufgelöst werden. Auch dafür erhalte ich eine Quittung. Eine Ära geht zu Ende, auch mein Geld hat nun, mehr als vierzig Jahre nach mir, die alte Heimat verlassen. Künftig wird es in Frankfurt verwaltet und von mir per Internetbanking kontrolliert. Viel zu tun hat das Geld ja nicht mehr auf meinem Konto. Früher musste es arbeiten und bekam einen Lohn dafür. Heute kann es froh sein, wenn es kostenlos auf dem Konto auf einen sinnvollen Einsatz warten darf.

Bevor ich zurück fahre, gebe ich noch ein bisschen von dem gerade auf mein Girokonto transferierten Geld aus. Ich esse einen Salat, trinke eine Limo und gönne mir zum Nachtisch eine Kugel Saure-Sahne-Eis im Eiscafé.

Italian Chef by immergruen

[wird fortgesetzt]

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Heute Morgen habe ich zwei Damen der Generation 65+ getroffen, die schon früh mit einer ganz besonderen Tätigkeit beschäftigt waren.

Sie standen gemeinsam am Friedhofsbrunnen, jedoch nicht, um die mitgebrachten Wasserkannen zu füllen, sondern um ihrer mitgebrachten Hündin den Po zu waschen.

Während die eine das Wasser mit der Fußtaste zum Laufen brachte, hielt die andere ihre Hündin mit dem Hinterteil unter den Wasserstrahl und reinigte es mit einem Waschlappen. Die Prozedur dauerte eine Weile und nach und nach kamen weitere Friedhofsbesucher zum Brunnen, um ihre Gießkannen zu füllen und so wie ich das Schauspiel zu beobachten. Wir mussten warten, bis die beiden Damen die Säuberung der Hündin in Ruhe zu Ende gebracht und ihr danach mit einem Handtuch das nasse Fell getrocknet hatten. Anschließend füllten sie ihre Wasserkannen und ließen die Hündin daraus trinken, bevor sie sich auf den Weg zu ihren Grabstellen machten.

Richtig zufrieden waren die Beiden mit dem Waschergebnis offensichtlich nicht, hörte ich doch, wie sie im Weggehen einen weiteren Besuch am Brunnen nach Abschluss der Gießarbeiten verabredeten.

Ich hätte von der Aktion gerne ein Foto gemacht, aber ich bin nicht sicher, ob die Damen damit einverstanden gewesen wären.

Ich hätte auch gerne eine kritische Bemerkung zur Zweckentfremdung von Gießwasserbrunnen auf Friedhöfen gemacht, aber ich habe mich dann doch nicht getraut, aus der Menge der schweigenden Beobachter hervorzutreten. Für die war das Schauspiel vielleicht gar nicht neu, weil sie den Friedhof regelmäßig am Morgen besuchen. Man kennt sich dort, man grüßt sich, man steht geduldig mit der Kanne am Brunnen an. Man hat Zeit. Muss ich wohl erst noch lernen.

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Die Nachbarn sind in den Urlaub gefahren und haben uns den Schlüssel für ihre Wohnung und die Verantwortung für ihre Katzen überlassen. Die Katzen sind Freigänger. Morgens, wenn ich Futter und Wasser für den Tag auffülle, werde ich nur von einer der beiden Damen begrüßt. Die andere sehen wir erst tagsüber, wenn sie entweder zwischen unseren Minzebüschen liegt oder majestätisch über unseren Rasten in den Nachbargarten schreitet. Manchmal legt sie auf dem Weg eine Pause ein und lässt sich von einem gerade vorbeikommenden Menschen ein wenig kraulen.

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Das Ende einer langjährigen Tätigkeit

Angestellte und verbeamtete Lehrer machen die gleiche Arbeit. Sie werden jedoch nicht gleich bezahlt, haben nicht die gleichen Rechte, und ihnen kommt nicht die gleiche staatliche Fürsorge zu.

Beim Ausscheiden aus dem aktiven Schuldienst erhält der Beamte/die Beamtin eine Entlassungsurkunde mit geprägtem Bundesadler, Siegel und Unterschrift, die ihm und ihr vom Schulleiter oder der Schulleiterin überreicht wird.

Ich bekam gestern obiges Schreiben, das mir von der Schulleiterin, mit Eingangsstempel versehen, auf dem Postweg weitergeleitet wurde. Es ist auf grauem Behördenpapier gedruckt, unterschrieben von meiner zuständigen Sachbearbeiterin, verbunden mit der Information, sie habe das Landesamt für Besoldung und Versorgung gebeten, die Zahlungen an mich einzustellen.

Ab jetzt zahlt der Bund und nicht mehr das Land NRW für meinen Lebensunterhalt.

Sie werden in Zukunft auf meine Geschichten aus der Schule verzichten müssen. Dafür dürfen Sie gerne an meinem Rentnerinnenalltag und Omaleben teilhaben. Ich freue mich, wenn Sie auch weiterhin hier lesen und kommentieren. Vielen Dank.

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Werbefrei

Seit dem 9. Juli 2019 ist dieses Blog werbefrei.

Falls Sie doch Werbung sehen, bitte informieren Sie mich über die Kontaktadresse.

Dankeschön 🙂

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