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Archive for Juni 2020

Seit dem 24. Juni gibt es „die Neue“ auf meinem Nähtisch – wenn Sie mal schauen möchten:

Bernina L 450
Die Neue – startklar

Über mögliche Kandidatinnen hatte ich mich bereits vorher informiert, so dass ich im Geschäft die Fragen nach meinen Wünschen an eine neue Maschine gut beantworten konnte. Ein helles Arbeitslicht und einen leichte Einfädelmöglichkeit der 4 Fäden für eine klassische Overlocknaht gehörten dabei zu den wichtigsten Punkten auf meiner Liste. Und auch ein finanzielles Limit hatte ich mir gesetzt.

Nach einem ersten Beratungstermin, zu dem mich der Lieblingsmann begleitete, musste ich mich für eine von zwei möglichen Kandidatinnen entscheiden. Zusammen mit der besten Freundin gab es einen zweiten Termin, zu dem ich meinen eigenen Stoff mitbringen und vor Ort probenähen durfte. Auch die 4 Fäden habe ich bei beiden Maschinen selber eingefädelt. Danach fiel die Entscheidung für die (in Thailand produzierte) Schweizerin und gegen die japanische Mitbewerberin. Auch die beste Freundin, die schon seit Jahren mit den Japanerinnen arbeitet, war mit meiner Entscheidung mehr als einverstanden und stattete die Neue noch mit vier Garnrollen in meiner Wunschfarbe dunkelblau aus.

Zu Hause ging das Einfädeln zunächst nicht ganz so zügig vonstatten, doch inzwischen habe ich schon ein wenig Übung. Mein erstes Projekt war ein Haarband aus Bündchenstoff. Das Zusammennähen des Schlauchs klappte schnell und problemlos. Nachdem ich den Schlauch zum Ring geschlossen hatte, selbstverständlich mit einer Wendeöffnung, durfte ich gleich das Auftrennen einer Overlock-Naht üben. In der Eile hatte ich die Schlauchenden so zusammengenäht, dass beim Wenden die Naht außen gewesen wäre. Aber mein Freund der Nahttrenner kam auch mit einer 4-Faden-Naht zurecht.

Als nächstes durfte „die Neue“ den ziemlich ausgefransten Rand eines fertig zugeschnittenen Tischläufers begradigen und versäubern, bevor „die Alte“ morgen die Briefecken und den Saum nähen wird. Dazu habe ich nur zwei Fäden benutzt, das gab eine schöne, flache, saubere Kante.

Meine erste richtige Herausforderung wird das Nähen eines T-Shirts sein, für das ich am Wochenende einen Übungsstoff auf dem Stoffmarkt in Krefeld-Uerdingen gekauft habe. Selbstverständlich unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, die vom Veranstalter gut umgesetzt wurden.

T-Shirt to be …

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Texel heißt Urlauber wieder willkommen, so dass wir unseren ausgefallenen Osterurlaub nun nachholen dürfen. Das Motto der Texelaner für ihre Insel heißt: „anderhalve Meter“ – Urlaub mit Abstand.

Es gibt keine Maskenpflicht, außer in den öffentlichen Verkehrsmitteln (dem Inselbus). Während der Überfahrt auf der Fähre darf man das Auto nicht verlassen (machen wir eh nicht), beim Gang zur Toilette braucht man eine Maske (ein Tuch als Mund-Nasen-Bedeckung wird nicht akzeptiert). Bordrestaurant und Shop sind geschlossen.

In den Restaurants auf der Insel muss man für das Abendessen einen Tisch reservieren. Es gibt Zeitfenster von 2 Stunden. Auf den Strandterassen (Paal) muss man tagsüber nicht reservieren, man bekommt einen Platz zugewiesen – immer mit „anderhalve Meter“ Abstand. Ein Kopje Koffie oder Chocomel und ein Appelgebak oder ein Kaltgetränk kann man also auch spontan genießen. Das finde ich gut.

„Unser“ Hotel vermietet nur eine reduzierte Anzahl der Zimmer, damit die Gäste genug Platz haben. Das Frühstück kann man auch im Zimmer einnehmen oder es wird im Frühstücksraum serviert.

Ich bin gespannt auf die Insellösung unserer niederländischen Nachbarn und freue mich mit Abstand aufs Meer.

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Schon seit 5 Jahren fahren wir zu Pfingsten nach Amrum. Da Ferienwohnungen auf Amrum sehr gefragt sind, reservieren wir immer ein Jahr im Voraus und freuen uns auf ein paar Tage Auszeit am Meer. Zum Glück sind Gäste auf Amrum seit Mitte Juni wieder willkommen und so machen wir uns am frühen Samstagmorgen auf den Weg zur Insel.

Die Autobahnen nach Norden sind zu dieser frühen Stunde erfreulich leer. Der Hamburger Hafen begrüßt uns um 5.30 Uhr mit wunderschönem Sonnenlicht.

Guten Morgen Hamburg

Unsere Fähre nach Amrum startet pünktlich von Nordstrand. Am Fährhafen erleben wir zum ersten Mal die Auswirkungen von Corona auf den Urlaub am Meer. Einstieg aufs Schiff mit Abstand und Maskenpflicht an Bord. Ein Einbahnstraßensystem auf den Decks und reduzierte Plätze an den Tischen. Plexiglasscheiben zwischen den einzelnen Sitzgruppen. Der Service an Bord ist wie gewohnt, man kann Kaffee und kleine Snacks kaufen.

Die Überfahrt nach Amrum

Bei der Ankunft auf der Insel erleben wir eine positive, coronabedingte Veränderung: Alle Passagiere werden aufgefordert, ohne Gepäck und Fahrräder das Schiff zu verlassen. Das Personal lädt das Gepäck aus und stellt es am Anleger ab, wo die Gäste es – natürlich mit dem gebührenden Abstand – übernehmen. Diesen Service hätte ich sehr gerne immer, das Aussteigen läuft viel stressfreier und zügiger.

Unsere Ferienwohnung liegt in Wittdün und ist in wenigen Minuten zu Fuß vom Anlieger zu erreichen.

Willkommen in Wittdün

Da wir in diesem Jahr eine ganze Woche auf der Insel sind, haben wir genug Zeit, Sand und Meer zu genießen.

Wir genießen Sand und Meer

Zum ersten Mal mieten wir einen Strandkorb und stellen fest, dass es Preisunterschiede zwischen den einzelnen Stränden gibt. Während im Norden der Insel der Tagespreis für einen Strandkorb nah am Wasser 17 € beträgt, zahlen wir am nächsten Tag am Südstrand nur 15 €. Der Südstrand von unserer Ferienwohnung mit dem Fahrrad schneller zu erreichen, ist also die bessere Wahl für einen reinen Strandtag.

Kulinarisch bietet Amrum einige Abwechslung, auch wenn in diesem Jahr durch die Coronaregeln einiges anders läuft als sonst. Spontane Entscheidungen für ein Abendessen sind schon in normalen Zeiten und vor allen zu Pfingsten kaum machbar. Ohne Reservierung bekommt man in diesem Jahr nirgendwo einen Platz. Dann muss man selber kochen oder eine Fischbude finden, wo man etwas zu Essen abholen kann.

Meinen ersten Drink darf ich am späten Nachmittag an der Strandbar auch ohne Reservierung genießen. Allerdings muss ich meine persönlichen Daten hinterlegen, bei der Bestellung eine Maske tragen und mir die Hände desinfizieren.

Willkommensdrink – Aperol Spritz

Unser Restaurant für das Abendessen am ersten Abend habe ich bereits von zu Hause gebucht. Ich genieße eine lecker Scholle und dazu ein Glas Weißwein. Der Mann bevorzugt ein Schnitzel und ein Weißbier.

In allen Restaurants und Cafés, die wir während unseres Aufenthaltes besuchen, müssen wir Namen, Adresse, Telefonnummer und Mailadresse hinterlegen. Die Gastwirte haben entsprechende Formulare vorbereitet, die von den Gästen am Tisch oder am Eingang ausgefüllt und dann sicher und für andere Gäste uneinsehbar aufbewahrt werden. Meist wartet man am Eingang und wird zum reservierten Tisch gebracht.

Beim Einkaufen gelten die selben Regeln wie zu Hause. Maskenpflicht, nur eine begrenzte Anzahl Kunden im Geschäft, Einkaufswagen, in kleinen Geschäften Wegmarkierungen. Die Kunden verhalten sich überwiegend verständnis- und rücksichtsvoll. Alle sind froh, dass es wieder die Möglichkeit gibt, Urlaub zu machen.

Der Strand auf Amrum ist so groß, dass Abstand halten kein Problem ist. Strandkörbe stehen weit genug auseinander und auf Spaziergängen in den Dünen trifft man nur wenige Menschen. Das Einhalten der Coronaregeln fällt auf der Insel wirklich leicht. Und die Natur ist von Corona unbeeindruckt.

Auch bei unserem inzwischen fünften Besuch auf der Insel entdecken wir Neues oder machen etwas zum ersten Mal. Diesmal ist es das Café Auszeit, wo wir Kaffee bzw. Tee trinken und leckeren, selbstgebackenen Kuchen und Waffeln genießen.

Auszeit bei Kaffee und Waffeln

Die Rückfahrt am Samstag startet fast eine Stunde verspätet, weil Wind und Wellengang den Weg der Fähre durch das Wattenmeer aufhalten. Ein wenig Zeit kann auf dem Weg zurück nach Nordstrand wieder wettgemacht werden. Auch dort dürfen wir wieder den Service des gepäckfreien Ausstiegs genießen.

Insgesamt haben wir eine erholsame Woche mitten im Meer verbracht und werden die Ferienwohnung auch für 2021 wieder reservieren. Dann werde ich auf jeden Fall einen Badeanzug, einen Fleecepulli und eine Regenhose einpacken und dafür ein Paar Schuhe zu Hause lassen.

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