Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Am Montag erledige ich Bankgeschäfte in der alten Heimat. Dort habe ich immer noch Konten beim städtischen Geldinstitut. Ich lege mein rotes Sparbuch vor und will es auflösen lassen. Es ist bereits aufgelöst, sagt die Mitarbeiterin. Wie jetzt? Ich habe es doch in der Hand! Ich hätte es vor knapp zwei Jahren verloren gemeldet. Ach, wirklich? Ich bekomme ein Dokument, das die Verlustmeldung und den Transfer des Geldes auf eines meiner anderen Konten bestätigt. Ach wirklich? Nun gut, muss ich wohl verdrängt haben.

Das zweite rote Buch, das ich vorlege, kann aufgelöst werden. Auch dafür erhalte ich eine Quittung. Eine Ära geht zu Ende, auch mein Geld hat nun, mehr als vierzig Jahre nach mir, die alte Heimat verlassen. Künftig wird es in Frankfurt verwaltet und von mir per Internetbanking kontrolliert. Viel zu tun hat das Geld ja nicht mehr auf meinem Konto. Früher musste es arbeiten und bekam einen Lohn dafür. Heute kann es froh sein, wenn es kostenlos auf dem Konto auf einen sinnvollen Einsatz warten darf.

Bevor ich zurück fahre, gebe ich noch ein bisschen von dem gerade auf mein Girokonto transferierten Geld aus. Ich esse einen Salat, trinke eine Limo und gönne mir zum Nachtisch eine Kugel Saure-Sahne-Eis im Eiscafé.

Italian Chef by immergruen

[wird fortgesetzt]

Read Full Post »

Heute Morgen habe ich zwei Damen der Generation 65+ getroffen, die schon früh mit einer ganz besonderen Tätigkeit beschäftigt waren.

Sie standen gemeinsam am Friedhofsbrunnen, jedoch nicht, um die mitgebrachten Wasserkannen zu füllen, sondern um ihrer mitgebrachten Hündin den Po zu waschen.

Während die eine das Wasser mit der Fußtaste zum Laufen brachte, hielt die andere ihre Hündin mit dem Hinterteil unter den Wasserstrahl und reinigte es mit einem Waschlappen. Die Prozedur dauerte eine Weile und nach und nach kamen weitere Friedhofsbesucher zum Brunnen, um ihre Gießkannen zu füllen und so wie ich das Schauspiel zu beobachten. Wir mussten warten, bis die beiden Damen die Säuberung der Hündin in Ruhe zu Ende gebracht und ihr danach mit einem Handtuch das nasse Fell getrocknet hatten. Anschließend füllten sie ihre Wasserkannen und ließen die Hündin daraus trinken, bevor sie sich auf den Weg zu ihren Grabstellen machten.

Richtig zufrieden waren die Beiden mit dem Waschergebnis offensichtlich nicht, hörte ich doch, wie sie im Weggehen einen weiteren Besuch am Brunnen nach Abschluss der Gießarbeiten verabredeten.

Ich hätte von der Aktion gerne ein Foto gemacht, aber ich bin nicht sicher, ob die Damen damit einverstanden gewesen wären.

Ich hätte auch gerne eine kritische Bemerkung zur Zweckentfremdung von Gießwasserbrunnen auf Friedhöfen gemacht, aber ich habe mich dann doch nicht getraut, aus der Menge der schweigenden Beobachter hervorzutreten. Für die war das Schauspiel vielleicht gar nicht neu, weil sie den Friedhof regelmäßig am Morgen besuchen. Man kennt sich dort, man grüßt sich, man steht geduldig mit der Kanne am Brunnen an. Man hat Zeit. Muss ich wohl erst noch lernen.

Read Full Post »

Die Nachbarn sind in den Urlaub gefahren und haben uns den Schlüssel für ihre Wohnung und die Verantwortung für ihre Katzen überlassen. Die Katzen sind Freigänger. Morgens, wenn ich Futter und Wasser für den Tag auffülle, werde ich nur von einer der beiden Damen begrüßt. Die andere sehen wir erst tagsüber, wenn sie entweder zwischen unseren Minzebüschen liegt oder majestätisch über unseren Rasten in den Nachbargarten schreitet. Manchmal legt sie auf dem Weg eine Pause ein und lässt sich von einem gerade vorbeikommenden Menschen ein wenig kraulen.

Read Full Post »

Das Ende einer langjährigen Tätigkeit

Angestellte und verbeamtete Lehrer machen die gleiche Arbeit. Sie werden jedoch nicht gleich bezahlt, haben nicht die gleichen Rechte, und ihnen kommt nicht die gleiche staatliche Fürsorge zu.

Beim Ausscheiden aus dem aktiven Schuldienst erhält der Beamte/die Beamtin eine Entlassungsurkunde mit geprägtem Bundesadler, Siegel und Unterschrift, die ihm und ihr vom Schulleiter oder der Schulleiterin überreicht wird.

Ich bekam gestern obiges Schreiben, das mir von der Schulleiterin, mit Eingangsstempel versehen, auf dem Postweg weitergeleitet wurde. Es ist auf grauem Behördenpapier gedruckt, unterschrieben von meiner zuständigen Sachbearbeiterin, verbunden mit der Information, sie habe das Landesamt für Besoldung und Versorgung gebeten, die Zahlungen an mich einzustellen.

Ab jetzt zahlt der Bund und nicht mehr das Land NRW für meinen Lebensunterhalt.

Sie werden in Zukunft auf meine Geschichten aus der Schule verzichten müssen. Dafür dürfen Sie gerne an meinem Rentnerinnenalltag und Omaleben teilhaben. Ich freue mich, wenn Sie auch weiterhin hier lesen und kommentieren. Vielen Dank.

Read Full Post »

Seit dem 9. Juli 2019 ist dieses Blog werbefrei.

Falls Sie doch Werbung sehen, bitte informieren Sie mich über die Kontaktadresse.

Dankeschön 🙂

Read Full Post »

Mein Friseur ist in der Innenstadt, also brauche ich einen Platz im Parkhaus. Das Parkhaus ist ganz neu und zu früher Stunde auch noch leer. Ich entscheide mich für diesen Parkplatz, habe genug Platz zum Aus- und Einsteigen und brauche auch die Außenspiegel nicht einklappen.

Platz zum Parken

Zur Mittagszeit suche ich nach einer Kleinigkeit gegen das aufkommende Hungergefühl und entscheide mich für dieses Menu für 8,90 € und frage mich anschließend nach dem Preis-Leistungsverhältnis.

Süßkartoffelpommes mit drei Soßen und Radler

Am Nachmittag und Abend bin ich in einer Familienangelegenheit in der Dumeklemmerstadt. Deshalb muss das traditionelle freitägliche Spießbratenessen im Wirtshaus an der Alten Kirche ausfallen. Ersatzweise gibt es eine Pizza beim Italiener vor Ort. Eigentlich seit Jahrzehnten ein von mir gerne besuchtes Restaurant, das jedoch gestern einen herben Vertrauensverlust erlitt, nachdem der Lieblingsmann auf seiner Pizza zwischen Schinken, Thunfisch und Käse einen Glassplitter fand.

Read Full Post »

Die Nacht ist um sechs Uhr zu Ende, weil der kleine Gast feststellt, dass es draußen schon hell ist. Ich hätte gerne noch ein Stündchen geschlafen (mindestens), füge mich aber den Wünschen des jungen Herrn.

Sein Frühstück besteht aus einem Becher Kakao, ich trinke einen Kaffee. Anschließend malen wir einen Betonmischer aus, spielen mit Autos, ich baue einen Kran mit dem Holzbaukasten, das schwierigste Modell von allen, die im Bauanleitungskatalog beschrieben sind. Eine echte Herausforderung.

Um zehn Uhr machen wir eine Spielpause und fahren zum Markt. Dort kaufen wir Äpfel und Eier. Die Frage, ob wir braune oder weiße Eier kaufen wollen, entscheidet er mit „die grauen“. Die Marktfrau ist amüsiert und schenkt ihm ein buntes Ei, ein rotes, mit dem Hinweis, leider habe sie kein graues.

Wir kaufen Brötchen und Schinkenwurst („Kreiswurst“) fürs Mittagessen, machen einen kleinen Einkauf im Drogeriemarkt.

Nach dem Mittagessen machen wir einen Ausflug zum Spielplatz. Mit einem „Trommelrutscher“ versucht der Dreijährige den Sand am unteren Ende der Rutsche loszuwerden, erfolglos. Wir finden eine große Elsternfeder und nutzen sie als Minibesen.

Sicher rutschen mit Helm 😀

Wir treffen Rebecca, deren Aufgabe es ist, die Bäume in der kleinen Grünanlage zu überprüfen. Sie klopft mit einem Hammer auf den Stämmen, trägt ein elektronisches Eingabegerät um den Hals. Interessiert schauen wir zu und lassen uns die Arbeit der städtischen Mitarbeiterin erklären.

Weil die dunklen Wolken weggezogen sind, besuchen wir noch einen weiteren Spielplatz. Hier treffen wir die dreijährige Leonie, die mir erklärt, sie sei eine Prinzessin umd einen Jungen, der einen Trecker mit Anhänger dabei hat. Die drei Kids spielen eine Weile friedlich miteinander. Ich sitze derweil beobachtend auf einer Bank. Rentnerinnenleben?

Am späten Nachmittag fahre ich meinen Gast zurück nach Hause. Er verschläft die gut dreißigminütige Fahrt.

Fazit von Tag 3 ohne Schule: Wir hatten Spaß!

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »