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Archive for the ‘Englisches’ Category

Schon von Weitem hören wir ihn rufen. Er steht auf einer Bank und blickt hoheitsvoll in die Runde. Ob er bereit sein wird, uns die ganze Pracht seines Gefieders auszubreiten?

Wir nähern uns vorsichtig, setzen uns ihm gegenüber auf eine der Bänke und warten. Mr Peacock dreht den Kopf und betrachtet uns interessiert.

Ob er vielleicht jetzt bereit ist, uns seine Schwanzfedern zu zeigen? Nein, keine noch so schmeichelnden oder beschwörenden Worte können ihn dazu veranlassen. Stattdessen verlässt er seinen Platz und schreitet, ohne uns eines weiteren Blickes zu würdigen, majestätisch in Richtung Schulungszentrum davon.

Die Bilder entstanden im Culpiter Garden von Leeds Castle, so genannt nach der Familie, die das Schloss im 17. Jahrhundert bewohnte und die an dieser Stelle ihren Küchengarten hatte. Ob auch damals schon Pfaue im Garten herumliefen, ist nicht überliefert.

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Es gibt zahlreiche Aktionen in den diversen Blogs, die ich lese, bei denen Bilder regelmäßig zu einem bestimmten Motto oder Thema gepostet werden. Bei der Aktion 12 von 12 posten Blogger z.B. 12 Bilder vom 12. Tag des jeweiligen Monats.

Beim Blick auf den heutigen Kalender fiel mir auf, dass es der 19. in 2019 ist. Und weil mir das Datum gut gefällt, habe ich beschlossen, immer am 19. eines Monat ein Bild zu posten. Nichts besonderes, einfach eins von denen, die ich an diesem Tag mit meinem Smartphone gemacht habe. Ohne Anspruch an eine besondere künstlerische Qualität. Ohne ein bestimmtes Thema.

Damit das ganze eine gewisse Vollständigkeit hat, musste ich zunächst herausfinden, ob ich am 19. Tag der vergangenen Monate des Jahres 2019 überhaupt ein Foto gemacht habe. Habe ich.

19-01-19: Gefroren hat es heuer …

Am 19. Januar war es offensichlich so kalt, dass sich das Dach meines Käfers ein weißes Mützchen aufgesetzt hat.

19-02-19: Tafelbild Geschichte bilingual – Klasse 9

Brainstorming zum Thema Wiener Kongress 1815. Teamwork Schüler-Lehrerin. Aufgabe: Schreibe einen Informationstext zum Wiener Kongress und benutze alle Stichworte von der Tafel.

19-03-19: Tachostand des Kopierers im Lehrerzimmer

Immer wenn der Kopierer nach einer neuen Tonerkartusche verlangt, muss der Kopienstand aufgeschrieben werden. Das gibt interessante Einblicke in die Kopiergewohnheiten der Kollegen. Etwa 70 Kollegen haben Zugang zu diesem Kopierer und sie haben insgesamt 390974 Kopien erstellt von 50989 Kopiervorlagen. Ich habe mal gerechnet, das sind im Durchschnitt 7,6 Kopien von jeder Vorlage. Das ist wenig, wenn man bedenkt, dass ein Klassensatz Kopien gerne mal 30 Kopien umfasst.

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Dritte Stunde Leistungskurs. Thema: Shakespeare. Während nach einer gefühlten Ewigkeit alle ihre Unterlagen hervorgekramt haben und ich gerade die erste Frage gestellt habe, geht die Tür auf und Schüler A. kommt herein.

Entschuldigung die Verspätung, aber ich (bla, bla, bla)“

Er setzt sichauf seinen Platz. Gerade gehe ich daran, die verspäteten Minuten hinter seinem Namen in die Schülerliste einzutragen, als mir eine Idee kommt. In der 9. Klasse haben wir gerade damit begonnen, den Roman „The Giver“ von Lois Lowry zu lesen (Der Hüter der Erinnerungen). Gleich im ersten Kapitel erfährt der Leser etwas über die Regeln in der Schulgemeinschaft. Asher, einer der Jugendlichen der Gemeinschaft, kommt zu spät zum Unterricht. Er muss vor der Klasse stehen bleiben und die Standardentschuldigung vorbringen:

I apologize for inconveniencing my learning community.“ (Ich entschuldige mich dafür, meiner Lerngruppe Unannehmlichkeiten bereitet zu haben.) Danach folgt eine Erklärung der Verspätung und am Schluss noch einmal eine Entschuldigungsfloskel:

I apologize to my classmates.“ (Ich entschuldige mich bei meinen Klassenkameraden.)

Die Klasse antwortet mit der vorgeschriebenen Standardantwort:

We accept your apology, Asher.“ (Wir nehmen deine Entschuldigung an.)

Diesen Ausschnitt aus dem Roman lese ich den SchülerInnen des Kurse vor und bitte dann den Schüler A., sich auf die eben gehörte Weise zu entschuldigen. Ohne Widerspruch formuliert er die Entschuldigung auf die vorgegebene Weise und seine MitschülerInnen haben großen Spaß daran, seine Entschuldigung gemeinsam zu anzunehmen. Gut gelaunt fahren wir mit dem Unterricht fort.

Kurze Zeit später schreibe ich den Begriff „Shakespearean sonnet“ an die Tafel und mache dabei einen Schreibfehler (ein ‚i‘ hinter dem ‚r‘). Als ich den Fehler bemerke, korrigiere ich ihn und entschuldige mich. Heute allerdings nicht nur wie sonst mit „Sorry, my fault!„, sondern ganz formvollendet mit „I apologize to my students for the typo.“ Und sofort höre ich ein mehrstimmiges „We accept your apology, Mrs Ladybird.“

English lessons are fun, aren’t they? Unterricht kann wirklich Spaß machen!

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Ein guter Plan für das neue Jahr: Let’s make a difference in people’s lives in 2019. Für diejenigen unter Ihnen, die nicht ganz so sicher in der englischen Idiomatik sind:  to make a difference (Linguee Online Wörterbuch) bedeutet, etwas zu bewegen, so dass sich das Leben unserer Mitmenschen zum Positiven verändert und dadurch letztendlich auch unser Leben.  Dann, so meint Michelle Obama, dürfen wir uns „erfolgreich“ nennen.

Wir müssen also nicht alles anders machen im neuen Jahr, das wird sowieso nicht funktionieren. Wir müssen keine großen Projekte realisieren. Niemand muss als Entwicklungshelfer(in) nach Afrika gehen oder versuchen, die bedrohte Tierwelt zu retten. Es reichen kleine Veränderungen im Alltag, zum Beispiel weniger (Plastik)-Müll zu verursachen, weniger wegzuwerfen, Reste zu verwerten.

Wünschen wir uns also gegenseitig viel Erfolg bei allem was wir in 2019 tun. Möge es „den Unterschied machen“, etwas bewegen, für andere und für uns.

P.S.: Das Zitat fand ich auf einem Poster, das in der Damentoilette auf der Princess Seaways hing, dem Schiff, mit dem ich ins Neue Jahr gefahren bin.

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Im Vokabeltest in der 7. Klasse soll das Wort „rope“ ins Deutsche übersetzt werden.

Hier der Übersetzungsvorschlag einer Schülerin, mit Erklärung:

Ich werde sie fragen, wie eine Raupe räuptet. Ist das eine Fortbewegungsart? Vielleicht an einem Seil (rope) entlang? Das Mädel ist sehr fantasiebegabt, hat sie doch auch den Bürgersteig (Gehweg) mit „footgoeinger zoneway“ übersetzt. Hat etwas niederländisches, dieses Wort. Einen Sonderpunkt für originelle Wortschöpfungen hat sie sich auf jeden Fall verdient.

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Mein Englisch-Grundkurs schreibt Klausur. Thema ist das Analysieren einer politischen Rede. Die Aufgabenstellung ist wie üblich dreigeteilt, die erste Aufgabe lautet: Outline the speaker’s main ideas.

Am Ende der ersten Arbeitsstunde meldet sich einer meiner Schüler. Ich gehe zu seinem Arbeitsplatz, er zeigt auf den Text, in dem er zahlreiche Textstellen mit unterschiedlichen farbigen Stiften markiert hat und fragt mich: „Reicht Ihnen das so für „Outline …“ oder soll ich alles noch mal abschreiben?“ Ich schaue einen Moment verständnislos auf sein Blatt, dann wird mir sein Problem klar. „Es heißt „outline“, nicht „underline“, erkläre ich dem verdutzten Schüler.“ „Ah, eine Zusammenfassung“, entgegnet er und macht sich erneut an die Arbeit.

Zum besseren Verständnis für Nicht-LehrerInnen: In den Klausuren benutzen wir für die Aufgabenstellungen sogenannte „Operatoren“, die auch in den von der Bezirksregierung zentral gestellten Abituraufgaben verwendet werden. Diese werden gleich zu Beginn der Oberstufe besprochen, so dass die SchülerInnen eigentlich wissen, dass sich hinter dem Begriff „Outline“ die strukturierte Darstellung inhaltlicher Aspekte verbirgt. Eigentlich …

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Sollte ich bei der nächsten Klausur besser „Sum up the speaker’s main ideas.“ in die Aufgabenstellung schreiben? Aber vielleicht wird das dann mit einer Rechenaufgabe verwechselt und führt zu der Antwort: „The speaker has 5 main ideas in his speech.

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Herbstferien, Sie wissen schon, meine letzten …

Mein zweiter unterrichtsfreier Tag beginnt früh heute, es ist noch gar nicht richtig hell draußen. Ich hole mir einen Kaffee an den Schreibtisch und fahre den Computer hoch. Auf dem Schreibtisch liegt der Stapel mit den Arbeiten der 7. Klasse. Nicht immer ist das Titelblatt so einladend wie dieses hier.

Leider ist der Inhalt weniger erfreulich. Heute korrigiere ich den Vokabelteil, es geht darum, verschiedene englische Übersetzungen des deutschen Verbs „gehen“ in einen Lückentext einzusetzen. „How goes you?“ sollte eigentlich niemand mehr schreiben, das haben wir zu Beginn der 5. Klasse schon besser gelernt. Trotzdem muss ich diese Lösung zwei Mal als falsch anstreichen.

In der nächsten Aufgabe muss man sich bei der Bildung von Sätzen zwischen dem Perfekt und dem Präteritum entscheiden, es gibt Signalwörter, die eine Entscheidung leichter machen sollen. Das Ergebnis ist vielfach wenig erfreulich. Die Verwendung der richtigen Zeitformen wird bis zum Abitur ein Problem bleiben, das weiß ich aus leidvoller (Korrektur)-Erfahrung.

Nach einer knappen Stunde lege ich den Rotstift zur Seite. Für heute ist der schulische Teil des Ferien-Pflichtprogramms beendet. Draußen ist es inzwischen hell geworden. Ich trinke einen zweiten Kaffee.

Nächste Ferienprogrammpunkte: Küche und Waschkeller.

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