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Archive for the ‘Geschichtliches’ Category

… passierten wundersame Dinge in der Welt. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet, dass eine Sonnenfinsternis im Jahre 585 v. Chr. die westiranischen Meder und die kleinasiatischen Lyder nach sechs Jahren Krieg spontan zum Niederlegen der Waffen und zum Friedensschluss bewegte. Das würde ich mir für morgen überall auf der Welt wünschen.

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Heute bei Einkauf fand ich dieses Produkt:

Erbswurst

Suppenwurst

Mein Vater griff früher gelegentlich selbst zu Kochtopf und Rührlöffel und kochte eine solche Erbswurst-Suppe. Diese besondere Mahlzeit durfte ich dann mit ihm gemeinsam genießen. Geschmack und Geruch sind mir noch in Erinnerung.

Und so machte ich heute eine Reise in die Vergangenheit, nahm zwei Wurstabschnitte, zerkleinerte sie mit einer Kabel, löste die Masse in kaltem Wasser auf, brachte das Ganze zum Kochen.

Suppenabschnitte

Suppe in Scheiben

Schon 3 Minuten später servierte ich das Abendessen zusammen mit zwei Brühwürstchen, ein Luxus, den ich als Kind sicher nicht hatte.

Suppenteller

Guten Appetit!

Glaubt man den Erzählungen meines Vaters, dann gab es solche Trockenvorräte auf den Schiffen, auf denen er während des 2. Weltkrieges zur See fuhr. Ich denke, die Geschichte und der Gedanke an Abenteuer und Seefahrerleben gefielen mir schon damals besser als die Suppe selbst. Heiß und sättigend. Kommentar vom Mann im Haus: „Kann man essen.“ Einen Nachschlag wollte er nicht 😉

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Heute durften wir gleich zwei Wirkungsstätten berühmter Engländer besichtigen. Raten Sie welche?

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Im Kreis herum laufen und an jeder Stelle eine neue Perspektive vorfinden – das ist Stonehenge.

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Magische Steine

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Google-Doodle zum Tag der Deutschen Einheit 2013

 

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Angeregt durch einen Beitrag auf meinem Lieblings-Radiosender „1Live“ habe ich mich zurückerinnert an die Sommer meiner Kindheit, in denen eine Kugel Eis im Stadtteil-Eiscafé 20 Pfennig kostete. Heute kostet sie dort 70 Cent (eine Mark vierzig). Ein wenig größer ist der Kugelportionierer geworden und die Herstellungskosten sind sicher gestiegen in den letzen 40 Jahren, aber rechtfertigt das eine Erhöhung um 500 % ?

Längst vergangen sind auch die Zeiten, in denen es in der Konditorei des Stadtteils Eis aus eigener Herstellung in den Sorten Vanille und Erdbeer gab, das mit einem Löffel auf das Waffelhörnchen geschmiert wurde. Einen Löffel für 10 Pfennig, zwei für 20 Pfennig. Das Eis war sehr viel weicher und cremiger als das vom Italiener, aber sehr köstlich. Man musste einfach ein wenig schneller lecken, um das große Tropfen zu vermeiden.

Vielleicht sollte ich gleich eine Packung Waffelhörnchen kaufen und dann mit der Eismaschine eine Erdbeer-Sahne-Eis herstellen, das ich mit dem Löffel auf die Waffel schmieren kann.

Nostalgie pur.

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Ich kann keine Politik!“, antwortet die Schülerin auf meine Frage, warum Sie sich in der Geschichtsstunde nicht am Unterrichtsgespräch beteiligt hat. Sie meint damit, dass Sie nicht weiß, welche Aufgaben der Premierminister in Großbritannien hat oder wie sich das dortige Parlament zusammensetzt. Auch sind ihr die Abkürzungen CDU, CSU, SPD, FDP, KPD, SED ein Rätsel. Sie ist 15, in einem Jahr kann sie wählen in NRW. Ich sage ihr das und sie reagiert erschreckt: „Ich wähle doch nicht!“ Ich frage, warum nicht. „Ich hab doch keine Ahnung!“ Nun, dann ist es eigentlich gut, dass Sie nicht wählt, oder? Auf meine Frage, wie Sie denn dafür sorgen will, dass Ihre Interessen in der Politik vertreten werden, sagt sie … nichts.

Diese Schülerin geht in die 9. Klasse eines Gymnasiums. Sie möchte 2016 das Abitur machen. Sie hört im Unterricht zu und redet nur selten mit ihren Nachbarinnen. Sie schreibt das Tafelbild sauber ab. Sie erledigt die Hausaufgaben, wenn es darum geht, Inhalte zusammenzufassen. Meist schreibt sie dabei längere Passagen aus dem Text ab, besonders wenn Wörter darin vorkommen, die sie nicht versteht. Sie kann Lehrbuchtexte weitgehend flüssig vorlesen. Sie fehlt so gut wie nie im Unterricht. Sie schreibt mit dem Füller. Ihre Mappe ist sauber, ordentlich und vollständig. Sie hat Geschichte mit den Eintritt in die Oberstufe abgewählt. Geschichte interessiert sie nicht. So wie sie denken, reden, reagieren noch andere. Auch die wählen Geschichte ab.

Damit Sie keinen falschen Eindruck bekommen, es gibt auch die anderen. Diejenigen, die nachdenken, nachfragen. Die auf die Frage, welches der Ziele der Potsdamer Konferenz nach dem Ende des 2. Weltkriegs das wichtigste sei, mit „Entnazifizierung“ antworten und dies auch begründen. Die aber gleichzeitig erkenne, dass Entnazifizierung nicht so einfach ging, wie sich die Alliierten und hier speziell die Amerikaner das vorstellten. Sie verstehen, dass mit „Persilschein“ kein Einkaufsgutschein für Waschpulver, sondern ein Entlastungsschreiben für die Einstufung als „Entlastete“ oder „Mitläufer“ gemeint war, der von recht zweifelhaften war. Sie verstehen, warum die Amerikaner 1947 das Entnazifizierungsverfahren aufgaben, als die Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion größer und der Wunsch nach einem Verbündeten in der Mitte Europas dringender wurde.

Ich bin sicher, dass diese Schüler sich in ihrer Hausaufgabe ernsthaft mit dem Textausschnitt beschäftigen werden, in dem der Philosoph Karl Jaspers sich mit der „Schuldfrage“ auseinandersetzt.

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