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Archive for the ‘Schulisches’ Category

Mein Englisch-Grundkurs schreibt Klausur. Thema ist das Analysieren einer politischen Rede. Die Aufgabenstellung ist wie üblich dreigeteilt, die erste Aufgabe lautet: Outline the speaker’s main ideas.

Am Ende der ersten Arbeitsstunde meldet sich einer meiner Schüler. Ich gehe zu seinem Arbeitsplatz, er zeigt auf den Text, in dem er zahlreiche Textstellen mit unterschiedlichen farbigen Stiften markiert hat und fragt mich: „Reicht Ihnen das so für „Outline …“ oder soll ich alles noch mal abschreiben?“ Ich schaue einen Moment verständnislos auf sein Blatt, dann wird mir sein Problem klar. „Es heißt „outline“, nicht „underline“, erkläre ich dem verdutzten Schüler.“ „Ah, eine Zusammenfassung“, entgegnet er und macht sich erneut an die Arbeit.

Zum besseren Verständnis für Nicht-LehrerInnen: In den Klausuren benutzen wir für die Aufgabenstellungen sogenannte „Operatoren“, die auch in den von der Bezirksregierung zentral gestellten Abituraufgaben verwendet werden. Diese werden gleich zu Beginn der Oberstufe besprochen, so dass die SchülerInnen eigentlich wissen, dass sich hinter dem Begriff „Outline“ die strukturierte Darstellung inhaltlicher Aspekte verbirgt. Eigentlich …

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Sollte ich bei der nächsten Klausur besser „Sum up the speaker’s main ideas.“ in die Aufgabenstellung schreiben? Aber vielleicht wird das dann mit einer Rechenaufgabe verwechselt und führt zu der Antwort: „The speaker has 5 main ideas in his speech.

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Warten auf …

einen Anruf. Oder vielmehr hoffen auf keinen Anruf. Dabei gestiefelt und gespornt neben gepackter Schultasche am PC sitzen, Blogeinträge hier und dort lesen … das ist „Bereitschaft“.

Offensichtlich ist aber niemand plötzlich erkrankt oder von Halloweengeistern überfallen worden, so dass das Telefon schweigt und ich diesen Beitrag ungestört abschicken kann.

Danach bleiben mir noch 45 Minuten für eine weitere Tasse Kaffee und einen Blick in die Online-Ausgabe der Zeitung, das Befüllen der Waschmaschine, das Ausräumen der Spülmaschine und was es sonst noch so an hausfraulichen Frühmorgentätigkeiten gibt.

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Morgen sind es noch genau 38 Unterrichtstage bis zum Beginn der Weihnachtsferien.
Ich verbringe den größten Teil des Sonntages am Schreibtisch, um die kommende Schulwoche vorzubereiten und um während der Woche aufgelaufene Hausaufgaben zu korrigieren.
10 Hausaufgaben zum Thema „American Dream“ wurden mir im Laufe der Ferien von mehr oder weniger fleißigen Grundkursschülern der Q1 zugeschickt. Korrigiert zurückgesendet habe ich die Aufgaben, die wie besprochen als Textverarbeitungsdatei geschickt wurden. Die Absender von pdf-Dateien oder jpg-Fotos bekamen nur eine Eingangsbestätigung mit der Bitte um Einhaltung der Verabredungen zum Versand von Hausaufgaben.

Der morgige erste Arbeitstag nach den Ferien steht im Zeichen der mündlichen Kommunikationsprüfung der zukünftigen Abiturienten. Einen Tag lang werden sie im Zweierteams zum Thema Visions of the Future geprüft. Jeder Prüfling muss einen Cartoon zum Thema beschreiben und anschließend mit dem Partner Chancen und Gefahren des jeweiligen Themenbereichs diskutieren. Dabei geht es um künstliche Intelligenz, genetisch modifizierte Organismen und Überwachungsmethoden.

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Aufgabenstellung Oral Exam Q2

Für die SchülerInnen ein angenehmer erster Schultag, müssen sie doch nur zu ihrem Prüfungstermin in die Schule kommen, der übrige Fachunterricht des Tages entfällt. Für die Lehrerin ebenfalls ein angenehmer erster Schultag, da die Prüfungsnoten bereits am Ende des Tages feststehen und Korrekturen am häuslichen Schreibtisch entfallen.

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Herbstferien, Sie wissen schon, meine letzten …

Mein zweiter unterrichtsfreier Tag beginnt früh heute, es ist noch gar nicht richtig hell draußen. Ich hole mir einen Kaffee an den Schreibtisch und fahre den Computer hoch. Auf dem Schreibtisch liegt der Stapel mit den Arbeiten der 7. Klasse. Nicht immer ist das Titelblatt so einladend wie dieses hier.

Leider ist der Inhalt weniger erfreulich. Heute korrigiere ich den Vokabelteil, es geht darum, verschiedene englische Übersetzungen des deutschen Verbs „gehen“ in einen Lückentext einzusetzen. „How goes you?“ sollte eigentlich niemand mehr schreiben, das haben wir zu Beginn der 5. Klasse schon besser gelernt. Trotzdem muss ich diese Lösung zwei Mal als falsch anstreichen.

In der nächsten Aufgabe muss man sich bei der Bildung von Sätzen zwischen dem Perfekt und dem Präteritum entscheiden, es gibt Signalwörter, die eine Entscheidung leichter machen sollen. Das Ergebnis ist vielfach wenig erfreulich. Die Verwendung der richtigen Zeitformen wird bis zum Abitur ein Problem bleiben, das weiß ich aus leidvoller (Korrektur)-Erfahrung.

Nach einer knappen Stunde lege ich den Rotstift zur Seite. Für heute ist der schulische Teil des Ferien-Pflichtprogramms beendet. Draußen ist es inzwischen hell geworden. Ich trinke einen zweiten Kaffee.

Nächste Ferienprogrammpunkte: Küche und Waschkeller.

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14 Tage unterrichtsfrei mit Zeit für

  • die Korrektur einer Klassenarbeit
  • die Korrektur von 3 Oberstufenklausuren
  • die Erstellung einer 9er Arbeit zum Thema „Applying for a job“
  • die Zusammenstellung der mündlichen Kommunikationsprüfung der Q2 zum Thema „Zukunftsvisionen“
  • einen Besuch bei der besten Freundin am östlichen Rand des Ruhrgebiets
  • Waschen, Putzen, Aufräumen
  • Fotos
  • Faulenzen

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Am letzten Mittwoch habe ich zum letzten Mal den Unterricht eines neuen Schuljahres begonnen.

So ist zumindest meine Planung, von der ich annehme, dass sie am 31.7.2019 Realität wird. Die Mitarbeiterin beim Dezernat für Personalangelegenheiten für Lehrerinnen und Lehrer hat mir den Eingang meines „Antrages auf vorzeitige Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses mit Ablauf des 31.7.2019“ bestätigt. Wenn ihr die Zustimmung des schulfachlichen Dezernats vorliegt, wird sie sich wieder bei mir melden. Ich habe keine Ahnung, ob selbiges Dezernat die Zustimmung verweigern kann, gehe einfach mal davon aus, dass diese Zustimmung lediglich eine Formsache ist und freue mich auf mein letztes Schuljahr.

Ab sofort werde ich in der Schule viele Dinge zum letzten Mal machen. Zum letzten Mal Konferenz zum Schuljahresbeginn, zum letzten Mal Klassenpflegschaftssitzung, zum letzten Mal Klassenlehrerin.

Auch zum letzten Mal fahre ich mit einer Abschlussklasse auf Kursfahrt. Am kommenden Sonntagabend um 20 Uhr geht es los. Wir fahren nach Cornwall und hoffen auf ein wenig spätsommerlichen Sonnenschein an der Atlantikküste. Wäre doch angemessen bei meiner letzten Kursfahrt, oder?

Von all den anderen Dingen, die ich in den kommenden Wochen und Monaten „zum letzten Mal“ mache, werde ich gerne in der  Kategorie „Letztmaliges“ hier berichten.

Ich freue mich schon jetzt auf ein Leben ohne Schule, das ich mir ein gutes Jahr vor dem gesetzlichen Rentenalter gönnen werde. Und damit ich mich schon einmal üben kann, wie es ist, weniger Zeit in der Schule und mehr zu Hause zu verbringen, sieht mein Stundenplan in diesem Schulhalbjahr einen freien Tag am Freitag vor.

Der Stundenplan für zukünftige Rentnerinnen

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Auch am 4. Ferientag bin ich noch mit schulischen Dingen beschäftigt. Ich überprüfe die Geldeingänge auf meinem Konto und stellte fest, dass inzwischen haben bis auf einen Schüler die angemahnte Restzahlung für die Kursfahrt nach Cornwall, die zu Anfang des neuen Schuljahres stattfindet, bezahlt haben.

Am Mittag fahre ich in die Stadt und besuche das Amt für Migration und Integration, um dort die Reisendenliste abzuholen, die auch dem Schüler mit moldavischem Pass die Einreise nach Großbritannien ohne eigenes Visum ermöglicht. Der zuständige Mitarbeiter sitzt in einem klimatisierten Büro in der 2. Etage und wundert sich über mein Erscheinen. Er dachte, ich hätte Ferien und es sei doch noch Zeit. Dennoch füllt er einen pinkfarbenen Beleg aus, mit dem er mich in die 5. Etage schickt, damit ich dort an der Kasse eine Gebühr von 12 € entrichte. Ohne diese Zahlung kann er mir das mehrfach gestempelte grünen Schein nicht aushändigen.

Bevor ich das kostbare Dokument einstecken kann, will er noch wissen, warum ich gerade eine Schülerfahrt nach Cornwall mache, ich sei doch wohl nicht auf den Spuren von Rosamunde Pilcher unterwegs? Er persönlich war auch schon in England, besonders London habe ihm gut gefallen, warum ich denn dort nicht hinfahre? Ich habe keine Lust, ihm meine Beweggründe zu erläutern und gebe nur eine ausweichende Antwort. Ich will mich verabschieden, doch er lässt mich nicht gehen, bevor er mir mitgeteilt hat, dass er in der kommenden Woche in den Urlaub gehen würde. Ich frage höflich, wohin es denn ginge, und das löst eine ausführliche Reisebeschreibung seiner geplanten Kreuzfahrt nach Nordeuropa und Island aus. Ich erfahre, dass er mit seiner Frau fährt, dass sie lange gespart haben auf die Reise, die 1000 € pro Tag koste, aber man habe keine Kinder, er ginge bald in den Ruhestand und würde sich das jetzt einfach mal gönnen. Ah ja.

Ich wünsche ihm einen schönen Urlaub und verlasse sein Büro. Auf dem Weg zurück zum Parkplatz komme ich an zahlreichen, von Pendlern vor dem Bahnhofsgebäude geparkten Fahrrädern vorbei, die hier offensichtlich trotz umfangreicher Beschilderung geduldet werden.

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