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Archive for the ‘Tierisches’ Category

Das Catsitting ist in die zweite Phase eingetreten. Bisher war es meine Aufgabe, den Katzen der Nachbarn morgens ihr Futter für den Tag hinzustellen, Wasser aufzufrischen, ein paar Streicheleinheiten zu verteilen, fertig.

Seit Montag ist auch das Abendprogramm hinzugekommen, da der über achtzigjährige Katzensitter für die Abendschicht eine Radtour entlang der Ems angetreten hat. Mehr als zweihundert Kilometer, zwar mit dem E-Bike, aber immerhin, Respekt.

Also werde ich bis Freitag auch am Abend von der kleinen Tigerkatze erwartet. Für das Gute-Nacht-Programm. Die Unterhaltung ist sehr einseitig. Ich bekomme keine Antwort auf meine Frage, ob sie einen schönen Tag verbracht habe und welche Abenteuer sie erlebt hat auf ihren Streifzügen durch die Nachbarschaft. An Gute-Nacht-Geschichten von der Stadtmaus und der Landmaus ist sie nicht interessiert. Immerhin nimmt sie gnädig ein paar Leckerchen, die ich ihr vor die Nase lege. Und streicheln darf ich auch.

Mau 🙂

Catsitting – Frühstückszeit

Und falls Sie sich gefragt haben, warum ich nur von und mit einer Katze rede, die andere lässt sich in der Wohnung nicht blicken, wenn ich da bin. Von ihrer Anwesenheit zeugt lediglich ein leergeschlecktes Tellerchen mit Dosenmilch, die nur sie mag.

Sie liegt tagsüber gerne hinter meinem Lavendel oder Minzestrauch, vn ihr gab es hier bereits ein Bild.

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Am Dienstag fahren wir mit dem Fahrad zur Rhineside und warten gemeinsam mit vielen anderen Menschen auf das Höhenfeuerwerk, das trotz der großen Hitze und Trockenheit nach Einbruch der Dunkelheit vom Duisburger Rheinufer aus gezündet werden darf. Wir blicken auf den Rhein, sehen die Schiffe vorüberfahren, es wird dunkel. Irgendwann ein lauter Knall – das Feuerwerk beginnt. Eine halbe Stunde lange leuchten die Feuersterne am Himmel.

Feuerwerk an der Rhineside

Am Mittwoch ist es heiß, sehr heiß. Im Haus ist es kaum auszuhalten. Ein Ventilator bewegt die Luft ein wenig. Ich hasse das Geräusch von Ventilatoren. Vom Windzug muss ich niesen.

Am Abend sitze ich im Garten, die Füße zeitweise im Mini-Planschbecken. Das Wasser kommt aus acht Metern Tiefe und ist angenehm kalt. Im Becken wird es sehr schnell angewärmt. Dann ist es keine wirkliche Erfrischung mehr.

Balance-Übung

Am Donnerstag erreicht die Hitzewelle ihren Höhepunkt. Trotzdem treffe ich das große und das kleine Kind in einem japanischen Restaurant. Sie haben mich zum Sushi-Essen eingeladen.

Am Freitag kühlt es endlich ein wenig ab. Kurzfristig sind die Temperaturen draußen niedriger als drinnen. Es dauert eine ganze Weile, bis die Wärme wieder aus dem Haus hinausgelüftet ist. Der Ventilator läuft während ich am Schreibtisch sitze und Unterlagen und Rechnungen für die Steuererklärung heraussuche. Es fehlen immer noch wichtige Belege, die ich erst bei den entsprechenden Behörden anfordern muss.

Am Abend auf der Terrasse stecken der Lieblingsmann und ich gemeinsam die Füße ins Mini-Planschbecken. Wir haben uns gegen einen Ausflug in die Innenstadt zum traditionellen Freitags-Spießbraten-Essen entschieden. Zu grau sind die Wolken am Himmel. Sie künden von baldigem Regen.

Irgendwann hüpft ein Grashüpfer zu uns ins Wasserbecken. Weil der nicht schwimmen kann, wird er gerettet. Eine ganze Weile sitzt er völlig außer Atem und reglos auf der Tischdecke. Vielleicht ist er tot? Als ich eine Weile nicht hingeschaut habe, ist er verschwunden. Einfach weggehüpft, ins Gras hoffentlich.

Am Samstag regnet es dann ergiebig. So ergiebig, dass ich die Gießkanne unter den Regenablauf am Gartenhaus stellen kann. Während ich vor dem Regen geschützt auf der Mini-Veranda sitze und in den Garten blicke, tropft das Regenwasser vom Balkon direkt in den kleinen roten Eimer, den ich aufgestellt habe, um es zum Gießen der Orchideen zu sammeln.

Regentropfen, die in dem Eimer klopfen …

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Heute Morgen habe ich zwei Damen der Generation 65+ getroffen, die schon früh mit einer ganz besonderen Tätigkeit beschäftigt waren.

Sie standen gemeinsam am Friedhofsbrunnen, jedoch nicht, um die mitgebrachten Wasserkannen zu füllen, sondern um ihrer mitgebrachten Hündin den Po zu waschen.

Während die eine das Wasser mit der Fußtaste zum Laufen brachte, hielt die andere ihre Hündin mit dem Hinterteil unter den Wasserstrahl und reinigte es mit einem Waschlappen. Die Prozedur dauerte eine Weile und nach und nach kamen weitere Friedhofsbesucher zum Brunnen, um ihre Gießkannen zu füllen und so wie ich das Schauspiel zu beobachten. Wir mussten warten, bis die beiden Damen die Säuberung der Hündin in Ruhe zu Ende gebracht und ihr danach mit einem Handtuch das nasse Fell getrocknet hatten. Anschließend füllten sie ihre Wasserkannen und ließen die Hündin daraus trinken, bevor sie sich auf den Weg zu ihren Grabstellen machten.

Richtig zufrieden waren die Beiden mit dem Waschergebnis offensichtlich nicht, hörte ich doch, wie sie im Weggehen einen weiteren Besuch am Brunnen nach Abschluss der Gießarbeiten verabredeten.

Ich hätte von der Aktion gerne ein Foto gemacht, aber ich bin nicht sicher, ob die Damen damit einverstanden gewesen wären.

Ich hätte auch gerne eine kritische Bemerkung zur Zweckentfremdung von Gießwasserbrunnen auf Friedhöfen gemacht, aber ich habe mich dann doch nicht getraut, aus der Menge der schweigenden Beobachter hervorzutreten. Für die war das Schauspiel vielleicht gar nicht neu, weil sie den Friedhof regelmäßig am Morgen besuchen. Man kennt sich dort, man grüßt sich, man steht geduldig mit der Kanne am Brunnen an. Man hat Zeit. Muss ich wohl erst noch lernen.

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Die Nachbarn sind in den Urlaub gefahren und haben uns den Schlüssel für ihre Wohnung und die Verantwortung für ihre Katzen überlassen. Die Katzen sind Freigänger. Morgens, wenn ich Futter und Wasser für den Tag auffülle, werde ich nur von einer der beiden Damen begrüßt. Die andere sehen wir erst tagsüber, wenn sie entweder zwischen unseren Minzebüschen liegt oder majestätisch über unseren Rasten in den Nachbargarten schreitet. Manchmal legt sie auf dem Weg eine Pause ein und lässt sich von einem gerade vorbeikommenden Menschen ein wenig kraulen.

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Es ist 5-Minuten-Pause. Auf dem Weg zum Lehrerzimmer treffe ich vor einem Klassenraum auf eine Gruppe Oberstufenschüler (nur Jungs), die heftig und laut diskutieren und dabei den Durchgang versperren. Als sie mich sehen, machen sie Platz. Ich frage, was sie so aufregt und zur Rudelbildung auf dem Flur veranlasst.

„Essen Sie das, was beim Huhn hinten raus kommt?“

„Ja, warum nicht? Ich mag Eier.“

„Igitt, wie eklig. Was haben sich die ersten Menschen nur dabei gedacht, als sie sich entschieden, das zu essen, was beim Huhn hinten raus kommt. Woher wussten die, dass man das essen kann?“

„Vielleicht ist ein Ei heruntergefallen, kaputt gegangen und sie haben gesehen, was drin ist und es probiert?“

„Igitt, man kann doch keine rohen Eier essen.“

„Doch kann man. Man macht Mayonaise draus, oder Eierlikör.“ (spricht die Hausfrau)

„Aber essen, was bei einem Tier hinten raus kommt, das geht gar nicht!“

Ich erspare den Schülern eine Nachhilfestunde in Biologie und erzähle nichts vom Legedarm, der das Ei vor Verschmutzung schützt. Stattdessen frage ich:

„Isst du Bratwurst?“

„Ja, warum? Da sind doch keine Eier drin?“

„Die ist im Naturdarm, und was war im Darm vorher drin?“

„Iiiiih, ich werde Vegetarier.“

„Wie kommt ihr überhaupt auf so ein Thema? Habt ihr gerade Biologie?“

„Nein, Sport-LK!“

Ja dann …

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Im Regenwald Biom des Eden Project in Cornwall gibt es nicht nur Pflanzen, sondern auch diese lustigen Vögel.

Diese beiden, Vater und Kind, traf ich im September in Cornwall beim Besuch des Regenwald Bioms im Eden Project in Cornwall. Roul Rouls heißen sie dort, eine Abwandlung ihres wissenschaftlichen Namens „Rollolus rouloul“ – Straußenwachteln. Sie laufen flink und mutig zwischen den Besuchern herum. Die Mütter haben ein fast leuchtend grünes Gefieder und tragen keinen so hübschen Hut auf dem Kopf wie die Väter. Das Küken war nach Aussage der Mitarbeiter zu dem Zeitpunkt etwa 4 Tage alt.

Rollolus Rouloul – Straußenwachtel – Vater mit Kind

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Vor einigen Stunden geboren, ein neuer Bewohner (oder eine Bewohnerin) meines Lieblingsbauernhofes. Mama und Kind spazierten bereits über die große Wiese und ließen sich von Mensch und Tier bestaunen.

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