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Posts Tagged ‘Abenteuer’

Vom grauen Herbst in Europa in den (hoffentlich) bunten Frühling an der australischen Ostküste. Gestern Abend ging es los mit dem großen weißen Vogel, zunächst nach Dubai und dann weiter nach Sydney. In ungefähr drei Stunden, wenn in Sydney die Sonne aufgeht, wird das große Kind auf der anderen Seite der Erde landen und hoffentlich drei schöne Urlaubswochen im Land der Koalas und Känguruhs verbringen. Ich bin ein kleines bisschen neidisch.

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Schlüssel zum Abenteuer

Die Schlüssel  – endlich!

Seit gestern Nachmittag haben wir ungehinderten Zugang zu dem, was mich, den Mann an meiner Seite und zahlreiche Handwerker in den nächsten Monaten in jeder freien Minute beschäftigen wird. Ich freu mich drauf.

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Nach 8 Stunden Fahrt durch 3 Länder sind wir nun an Bord der OSCAR WILDE, dem „Flagschiff“ der Irish Ferries, die uns in 16 Stunden vin Cherbourgh in der Normandie an die irische Südküste nach Rosslare bringen wird.

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The first drink

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Sie werden sich erinnern, ich hatte kostenlose Bahnfahrkarten für einen Ausflug zum Betriebsfest der Bahn auf dem Werksgelände in Essen ergattert [Link] und so machten wir uns dann am frühen Mittag auf dem Weg zum Vorort-Bahnhof. Der Mann im Haus warf noch einen letzten wehmütigen Blick auf sein Auto, dass er nun erst am späten Abend wiedersehen würde und stürzte sich mutig in das von mir geplante Abenteuer: wir fahren mit der Bahn. Das kostenlose Ticket ersparte uns Fahrtkosten in Höhe von 32 €, so viel kostet ein Gruppenticket der Preisstufe C, das wir benötigen, um vom Vorort-Bahnhof nach Essen zu fahren.

Der Zug fuhr planmäßig ab und kam auch planmäßig in Duisburg an. Von dort ging die Fahrt in einen Regionalexpress weiter nach Essen. So jedenfalls die Theorie. In der Praxis begrüßte uns eine Lautsprecherdurchsage, die einen Notarzteinsatz im Gleisbereich vor Essen verkündete und die Reisenden um Verständnis bat, dass sich die Abfahrten der Züge von und nach Essen auf unbestimmte Zeit verzögern würden. (Gestern war zu erfahren, dass ein Mann im Bahnhof Essen-West von einen durchfahrenden IC erfasst worden war. Er starb am Unfallort. Das ist schlimmer als Zugausfall, für die Angehörigen, aber vor allem für den Lokführer der IC.)

Der Mann an meiner Seite grinste triumphierend, die Bahn fährt, anders als ein Slogan aus den 60er Jahren versprach, eben doch nicht „immer“. Wir stiegen in den klimatisierten RE1 auf dem Nachbargleis und öffneten die Tüte mit Lakritz-Konfekt. Als Organisator des Ferienabenteuers hatte ich zum Glück für Reiseproviant gesorgt. Zwei Gummibärchen später gab es eine Durchsage des Zugbegleiters. Der Zug würde nun losfahren, aber nicht in Essen sondern erst in Gelsenkirchen halten, dort könnten Reisende dann Richtung Essen umsteigen. Wir entschieden uns mitzufahren. Als Kind des Ruhrgebietes weiß ich, dass viele Wege nach Essen führen, einer auch von Gelsenkirchen, das im Norden der Ruhrmetropole liegt. Da die Bahn zwar nicht immer fährt, aber immer für Überraschungen gut ist, folgte nach kurzer Fahrzeit eine weitere Durchsage des Zugbegleiters. Er kündigte einen „außerplanmäßigen Halt“ des Zuges in Essen-Altenessen an, die Fahrgäste Richtung Essen könnten von dort andere öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Wie nett, in Essen-Altenessen bin ich noch nie ausgestiegen. Ein Blick in die „Öffi-App“ zeigte gleich drei Möglichkeiten von dort den Hauptbahnhof zu erreichen. Zwei U-Bahn-Linien und eine Straßenbahn fahren vom Bahnhof in die Innenstadt. Wir entschieden uns für die U-Bahn und fuhren bis zum Berliner Platz. Von dieser Haltestelle führt eine Rolltreppe direkt ins Einkaufszentrum am Limbecker Platz. Dort feierten wir den erfolgreichen Abschluss der Anreise mit einem fünf Mettwürstchen und einem Erdbeer-Ananas-Cocktail und wo wir schon mal da waren, investierte ich auch noch in einen Maxi-Rock für den bevorstehenden Sommerurlaub auf der „grünen Insel“. Schließlich hatten wir ja 32 € gespart, die sollten sinnvoll reinvestiert werden.

Da wir uns in Essen auskennen, war der Rest des Abenteuers kein wirkliches mehr. Im Hauptbahnhof kämpften wir uns durch zahlreiche Reisende, deren Reise mit Nah- und Fernzügen immer noch vom Personenschaden beeinträchtigt war. Für uns stand auf Gleis 8 ein „Shuttle-Zug“ bereit, der uns in wenigen Minuten zum Betriebs- und Festgelände brachte.

Die Veranstaltung war gut besucht, Eltern, Kinder, Großeltern, Großfamilien drängten sich in der Werkstatthalle, schauten in und unter und oben auf die roten Züge der Regionalbahn. Auf einen Blick in den Führerstand verzichteten wir, der Andrang war unverhältnismäßig groß. Dafür warteten wir geduldig auf ein Drehen am Glücksrad, dass mir eine signalgelbe Warnweste und dem Mann an meiner Seite einen Städteführer NRW bescherte, den ich in den Kinderpreis, eine rote Butterbrotsdose tauschen durfte.

Glücksradpreis

Glücksradpreis

Die Rückfahrt verlief wie geplant und völlig ohne Verspätungen oder Ausfälle. Wir fuhren mit dem Shuttle zurück zu Gleis 8, tranken noch ein Weizenbier und ein Radler im Café am Kennedyplatz, wo viele Menschen einen Christopher Street Day feierten.

Wir staunten über Großgruppen von lärmenden Mädels mit braunen Papiertüten vom irischen Textildiscounter.

Shoppen bis der Arzt kommt

Shoppen bis der Arzt kommt

Zurück am Bahnhof fuhren die Züge wieder planmäßig und wir nutzten die Wartezeit für ein Auffüllen der Wasservorräte beim Discounter und fuhren dann nach Duisburg. Dort unterbrachen wir die Reise erneut, um das kleine Kind zu besuchen, dass auf dem Weinfest am Stand unseres Lieblingswinzers arbeitete. Sekt, Wein, Brezel und Flammlachs machten uns fit für die letzte Etappe unserer Reise, zurück zum Heimatbahnhof hinterm Wald. Alles planmäßig und ohne weitere Verzögerung.

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Die Deutsche Bahn lässt sich hinter die Kulissen schauen. Da habe ich mir gerade ein Ticket gesichert.  Das wird bestimmt ein Abenteuer. Besonders gefällt mir die kostenlose Anreise.

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Ferien-Abenteuer am Wochenende

 

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Ich wohne am linken Niederrhein, nordwestlich von Düsseldorf, am Rande der Stadt, gleich hinterm Wald. Der Stadtteil hat einen eigenen Bahnhof, wird aber auch von einer Buslinie angefahren. Auf beiden Strecken benötigt man einen Fahrschein der Preisstufe A für 2,50 €. Der Zug fährt alle 30 Minuten ins Stadtzentrum und braucht dafür 5 Minuten. Der Linienbus fährt ebenfalls alle 30 Minuten und die Fahrt dauert 25 Minuten.

Aus diesen Informationen lassen sich viele interessante Rechenaufgaben erstellen. Auch ohne Mathe-Leistungskurs werden Sie leicht feststellen, dass das Preis/Leistungsverhältnis beim Linienbus besser ist als bei der Regionalbahn. Dazu bietet die Busfahrt die Möglichkeit, einige sonst eher unbekannte Stadtteile einmal aus der Nähe zu sehen, denn die Strecke führt in einer Schleife durch zwei Siedlungen abseits der Hauptstraße. Zudem fährt der Bus eine Haltestelle an, die nur 2 Gehminuten von meiner Haustür entfernt ist, während der Weg zum Bahnhof auch bei strammem Schritt nicht unter 10 Minuten zu bewältigen ist.

Allerdings gebe ich zu, dass eine solche Busfahrt nur dann Spaß macht, wenn die Straßen so wie heute Mittag frei sind und der Bus lediglich 10 Fahrgäste befördert. Weniger vergnüglich wird die Reise im morgigen Berufsverkehr sein, wenn jede Ampel rot und der Bus bis auf den letzten Stehplatz gefüllt ist.

Die Stadt(teil)rundfahrt war ein netter Abschluss der Weihnachtsferien. Am Montag setze ich mich wieder in mein Auto und fahre auf direktem Weg zur Schule. Eine Bus- oder Zugverbindung dorthin gibt es nämlich nicht. Würde das Auto ausfallen, müsste ich mit dem Fahrrad fahren. Das ist für eine ungeübte Radfahrerin wie mich ein echtes Abenteuer.

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Freitags, sie erinnern sich, habe ich immer einen kurzen Tag in der Schule. Ich fahre um halb acht hin und komme um zehn Uhr zurück. Lohnt sich eigentlich nicht, steht aber so im Stundenplan, also kann ich mich nicht dagegen wehren. Mit dem Auto brauche ich 15 Minuten zur Schule, da bleibt vor Unterrichtsbeginn immer noch Zeit fürs Fotokopieren von am Tag zuvor erstellten Arbeitsblättern oder für ein Schwätzchen mit KollegInnen.

Heute brauchte ich keine Kopien und Zeit fürs Schwätzchen ist freitags auch immer noch nach meinen zwei Stunden Unterricht, also fuhr ich ein wenig später als sonst los. Am Ende unserer Straße ist eine Bushaltestelle, dort fährt halbstündlich ein Bus vom Stadtteil hinterm Wald zur Stadtmitte. Die Fahrzeit beträgt eine gute halbe Stunde, da der Bus mehrere Siedlungen durchfährt, um auch dort die Menschen einzusammeln, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Am Ende der Straße stand heute morgen eine mir unbekannte ältere Dame, winkte und schaute ziemlich verzweifelt. Ich hielt an und ließ das Fenster herunter.

Fahren Sie in Richtung Innenstadt?
In die Richtung schon, wohin müssen Sie denn?“
Zur Augenklinik am Bahnhof, ich habe einen Termin dort um zwanzig nach acht. Der Bus kommt nicht, ich warte schon eine halbe Stunde.“

Ich schaue auf die Uhr, es ist 7.45 Uhr. Wenn ich im morgendlichen Berufsverkehr erst in die Stadt und danach zur Schule fahre, dann sind 25 Minuten verdammt wenig. Und Lehrer haben nun mal keine Gleitzeit.

Die alte Dame schaut erwartungsvoll und sichtlich ratlos. Ich lasse Sie einsteigen und biete ihr eine Fahrt in die Nähe ihres Ziels an, so dass ich nicht in das Verkehrschaos rund um den Bahnhof gerate. Sie ist sichtlich erleichtert und versichert, dass sie problemlos einen Fußweg zum Ziel bewältigen könne. Nur dürfe Sie diesen Termin nicht versäumen, da sie 3 Monate darauf gewartet habe. Sie habe bereits mehrere Autos angehalten, doch niemand hätte  sie mitnehmen können, da alle zur Autobahn oder in die Nachbarstadt unterwegs waren.

Ich starte in Richtung Stadtmitte, stehe an zwei roten Ampeln länger als ich es sonst gewohnt bin. Die Uhr tickt. Zum Glück ist die Bahnschranke geöffnet und ich komme zügig bis zur nächsten großen Kreuzung. Dort werden wir von zahlreichen Rechtsabbiegern an der Weiterfahrt gehindert, die Ampel wird wieder rot. Ich erfahre, dass die Dame schon seit 60 Jahren im Stadtteil hinterm Wald wohnt und inzwischen verwitwet ist. Sie hat weder Auto noch Führerschein, früher hat ihr Mann sie gefahren, der ist vor einigen Jahren gestorben. Jetzt fährt sie mit dem Bus in die Stadt, normalerweise hat sie ja Zeit. Die nächste Grünphase bringt uns bis zu einer weiteren Kreuzung, diesmal halten uns Linksabbieger auf, doch wir können mit einem beherzten Manöver bei dunkelgelb die Kreuzung passieren und haben freie Fahrt bis zum Anfang der Fußgängerzone. Hier steigt die Dame aus und verabschiedet sich dankbar. Es ist 8 Uhr, mir bleiben 10 Minuten bis zum Beginn der ersten Unterrichtsstunde.

Um 8.05 Uhr stehe ich an der letzten Ampel vor der Zufahrt zum Schulgelände. Gerade ist ein Bus angekommen, viele Schüler steigen aus und machen sich auf den 5-minütigen Fußweg zur Schule. Sie wirken dabei total entspannt. Haben Schüler Gleitzeit?

Ich parke auf dem ersten freien Parkplatz, den ich entdecken kann, erreiche mit dem Gong um 8.10 Uhr das Lehrerzimmer, lege meine Jacke über meinen Stuhl, drehe mich um und mache mich zusammen mit den Kollegen auf den Weg zu den Klassenräumen. Punktlandung.

 

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