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Posts Tagged ‘Abitur 2013’

Da sitzen 2 Kolleginnen und 2 Kollegen im Lehrerzimmer um einen Tisch, auf dem sich Bücher, Hefte und sonstige Nützlichkeiten stapeln und plaudern. Ich setze mich dazu und frage die Kollegin, was es denn zu besprechen gäbe. Sie beschwert sich, dass alle jetzt frei hätten und sie noch arbeiten müsse und hofft, in mir eine Leidensgenossin zu finden. Ich kann sie nicht trösten, denn auch ich habe meine zwei Mittwochstunden schon hinter mir und könnte eigentlich nach Hause gehen. Doch so wie die anderen Kolleginnen und Kollegen auch, zieht es mich so gar nicht nach Hause, denn dort warten die Korrekturen und sonstige unerledigte Arbeiten.  Also plaudern wir noch ein wenig, reden über Autoreparaturkosten, die Glaubwürdigkeit von Zeitschriftenhoroskopen, Pläne für das Wochenende und über Heftstapel, die auf Fensterbänken, Fußböden und Schreibtischen auf Bearbeitung warten. Gemeinsames Leid ist halbes Leid. Irgendwann  machen uns gemeinsam auf den Weg zum Parkplatz und wünschen uns ein schönes Wochenende, auch wenn das irgendwie ironisch klingt.

Auf mich warten noch 5 Arbeiten aus dem Zentralabitur, die am Montag zur Übergabe an den Zweitkorrektor fertiggestellt sein müssen. Das sollte zu schaffen sein. Vielleicht kann ich noch ein wenig Freizeit für das Muttertagswochenende herausarbeiten. Aber nur, wenn ich jetzt wieder an die Arbeit gehe.

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Abitur 2013, heute war Tag 1 der schriftlichen Prüfungen an unserer Schule. Deutschklausuren wurden geschrieben, in Grund- und Leistungskursen. Jeder Prüfling hatte die Wahl zwischen 3 Texten mit den dazugehörigen Aufgaben. Ein Gedicht war dabei, ein Sachtext und eine Dramenanalyse. Ich hatte Aufsicht im Klausurraum der Grundkurse. 24 Prüflinge saßen mehr oder weniger gebeugt über ihren Klausurbögen, als ich um 10.50 Uhr den Raum betrat. Die Luft war nach fast zwei Stunden Arbeitszeit schon sehr verbraucht. Also öffnete ich erst einmal die Fenster. Danach ging ich durch die Reihen und schaute nach dem Rechten (und Linken!). Dabei fiel mir die Wahl der Stifte auf, mit denen die AbiturientInnen ihre Klausur zu Papier brachten. Eine kleine Statistik gefällig?

24 Prüflinge schrieben mit 6 Füllern, einem „Inky“ und 17 Kugelschreibern. Von den 17 Kugelschreibern waren 12 Werbegeschenke, nur 5 stammten aus einem Schreibwarengeschäft oder vom Discounter.

Es überkamen mich nostalgische Gefühle, als ich an meine Abiturklausuren vor x-zig Jahre zurückdachte, die ich mit meinem Lieblingsfüller und ganz ohne Tintenlöscher geschrieben habe. Selbstverständlich wird die Anzahl der Klausurpunkte und die Abiturnote nicht positiv vom Schreibgerät beeinflusst, aber für mich passen eine Staatsprüfung und ein Werbekugelschreiber nicht zusammen.

Um 12.30 Uhr war für die Grundkurse der Spuk vorbei die erste Hürde genommen. Morgen geht es weiter, dann habe ich 45 Minuten Aufsicht vor den Toiletten, eine langweilige Angelegenheit.

Am Freitag schreibt „mein Grundkurs“ Englischklausur. Ich bin schon sehr gespannt auf die Textauswahl der Bezirksregierung – und auf die Schreibgeräte „meiner“ Prüflinge.

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