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Posts Tagged ‘Abitur’

Am letzten Mittwoch haben wir mit dem letzten Abiturthema „Global Perspectives“ begonnen. Über Globalisierung wird in vielen Fächern der Oberstufe gesprochen (z.B. Erdkunde, Sozialwissenschaften …), deshalb ist es manchmal schwierig, die Aufmerksamkeit noch ein weiteres Mal zu wecken. Wenn ich zum Einstieg nach einer Definition des Begriffes frage, geht ein kollektives Stöhnen durch die Reihen. „Globalization is … ööhm … means … ääh … ) Dieser Tafelanschrieb weckte jedoch Interesse:

The truest definition of Globalization is Princess Diana’s death.

Äh, wie jetzt? How come?

An English princess with an Egyptian boyfriend chrashes in a French tunnel, driving a German car with a Dutch engine, driven by a Belgian who was drunk on Scottish whiskey, followed closely by Italian paparazzi, on Japanese motorcycles; treated by an American doctor, using Brazilian medicines. You’re probably reading this information on your computer, that uses Taiwanese chips, and a Korean monitor, assembled by Bangladeshi workers in a Singapore plant, transported by Indian lorry-drivers, hijacked by Indonesians, unloaded by Sicilian longshoremen, and trucked to you by Eastern-European drivers.

Es folgte eine lebhafte Diskussion, unter anderem darüber, aus welchem Land der eigene Monitor stamme, und ob man „computer“ nicht besser durch „Smartphone“ ersetze. Eine Schülerin ergänzte die Definition:

We are reading this sitting here in jeans bought in Europe, sewn in India, made of cotton grown in Africa.

 

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Sie erinnern sich, Frau Ladybird ist eine solch gefürchtete Prüferin im Abitur, dass die Prüflinge spontan das Weite suchen und den Vorbereitungsraum verlassen. [LINK] Sie sollten wissen, dass ich mir, zusammen mit meiner Prüfungskommission Sorgen gemacht habe, wohin der Prüfling verschwunden sein könnte, wie verzweifelt er sein würde, was er tun könnte. Unsere Sorge war unbegründet. Die Schulleitung konnte ihn zu Hause erreichen und er begründete sein Verschwinden mit „Ich habe auf einmal nichts mehr gewusst.“ Gestern ist er zu einer weiteren Prüfung in einem anderen schriftlichen Abiturfach angetreten. Obwohl er ein befriedigendes Ergebnis erzielte, reichen die Punkte nicht zum Bestehen des Abiturs. Er hat die Chance auf Wiederholung im nächsten Jahr. Ich wünsche ihm, dass er sie nutzt und seinen Abschluss bekommt. Ich werde nicht seine Prüferin sein.

Dass es auch anders geht, bewies der Kandidat, den ich gestern mit einem bangen Gefühl in den Vorbereitungsraum setzte. Er wirkte nicht besonders glücklich, als wir ihn eine halbe Stunde später abholten. Dennoch konnte er alle Fragen beantworten und zeigte eine Leistung, die seinen Notendurchschnitt noch einmal um eine Nachkommastelle verbesserte. Ich freue mich für ihn.

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Noch haben nicht alle Prüflinge die notwendige Punktzahl von 100 Punkten erreicht, die zum Bestehen des Abiturs benötigt werden. Also gibt es Nachprüfungen, heute, morgen und am Mittwoch. Auch aus meinem Englischkurs sind Kandidaten (m) dabei, heute einer, morgen zwei.

Die Prüfungskommission besteht aus drei Mitgliedern, Prüfer/in, Protokollant/in und Vorsitzende/r.  Der Prüfling wird von Vorsitzendem und Prüfer aus dem Aufenthaltsraum abgeholt, er wird gefragt, ob es ihm gut geht und er sich der Prüfung stellen kann. Dann erhält er die Prüfungsaufgaben zur Ansicht und hat die Gelegenheit, die Aufgabenstellung zu lesen und ggf. Unklarheiten auszuräumen. Anschließend hat der Prüfling 30 Minuten Vorbereitungszeit, er/sie kann sich Notizen machen, die in der Prüfung als Gedankenstütze dienen können. Am Ende der Vorbereitungszeit wird er von der Kommission abgeholt und in den Prüfungsraum geführt. Dort beginnt dann die Prüfung mit einem kurzen Vortrag des Prüflings zu den Aufgaben. Daran schließt sich ein Prüfungsgespräch zu mindestens einem weiteren Thema aus der Qualifikationsphase an.

So weit die Theorie, hier die Praxis von heute Nachmittag:

13.30 Uhr – der Prüfling wird aus dem Vorbereitungsraum abgeholt.

13.31 Uhr – der Prüfling liest die Aufgabenstellung.

13.32 Uhr – der Prüfling sitzt im Vorbereitungsraum und beginnt mit der Bearbeitung des Textes.

14.02 Uhr – wir betreten den Vorbereitungsraum – der Prüfling ist weg.

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Studientag – für Schülerinnen und Schüler.

Abitur – 4. Fach – mündlich – für Abiturientinnen und Abiturienten.

Freud und Leid.

Das, was meine beiden Kandidaten (m/w) während ihres 30-minütigen, englischen Prüfungsgesprächs so von sich gaben, war kein Grund zum Jubeln, sondern gerade mal ausreichend.

Schade, ich hatte mehr erwartet.

Morgen noch einmal ein Prüfungstag, dann in Geschichte. Ich prüfe nicht, sondern sorge als Vorsitzende in 5 Prüfungen dafür, dass alles ordnungsgemäß abläuft, die Zeiten eingehalten werden und die Bewertungen der erbrachten Leistung entsprechen.

Und ab Donnerstag wieder „Normalprogramm“ für zwei Tage, danach „Mini-Pfingstferien“.

Die Insel ruft …

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Schon wieder ist ein Monat vergangen und es ist Zeit für den Tagebucheintrag, den Frau Brüllen ins Leben gerufen hat.

Ich erspare Ihnen die üblichen Details wie Aufstehen, Waschen, Schminken und Zähneputzen. Der Mann im Haus besorgt die Frühstückbrötchen, während ich versuche, die Eier nicht wieder glibberig zu kochen. 6 Minuten fallen offensichtlich nicht immer gleich lang aus. Nach dem Frühstück begebe ich mich direkt an meinen Schreibtisch und mache mich an die Korrektur einer Klausur eines „Nachschreibers“. Einige Milliliter rote Tinte später ist das Projekt abgeschlossen, mehr als ein „ausreichend“ kann ich leider nicht vergeben.

Danach nehme ich gleich die nächste ungeliebte Tätigkeit in Angriff, es gilt Noten für die „sonstige Mitarbeit“ zu verteilen, um sie morgen den EF-Schülern mitteilen zu können. Mit Hilfe eines Bewertungsschemas geht das diesmal recht zügig von der Hand. Ich hoffe, meine Vorstellungen decken sich weitestgehend mit denen der Schülerinnen und Schüler.

Gegen Mittag gönne ich mir eine kleine Pause und fahre in die Nachbarstadt, um dort den starken Männern unter den Rock zu gucken beim Steinstoßen zuzuschauen.

Auf dem Rückweg halte ich beim Obstbauern, kaufe ein Schälchen Erdbeere und fotografiere die blühenden Obstbäume für einen späteren Blogeintrag. Auf dem benachbarten Tulpenfeld locken mich vereinzelte bunte Blüten und laden zu Makro-Aufnahmen ein. Bei der Bearbeitung muss ich feststellen, wie schnell ich mit Photoshop wieder aus der Übung gekommen bin.

Schwarze Tulpe

Zurück am heimischen Schreibtisch spitze ich wieder den Rotstift und korrigiere Klausur Nr. 2 von 5 zum Thema „Analysing a political speech„, der Sachtextaufgabe aus dem diesjährigen Abitur. Leider kann ich nicht mehr als 9 Punkte vergeben.

Danach ist es Zeit für eine Pause und Erdbeeren mit Schlagsahne.

Bis zum Abendessen, das heute aus der Tiefkühltruhe kommen wird, werde ich mich noch ein wenig auf den morgigen Schultag vorbereiten. Danach wird der Sonntag wohl traditionell mit dem Tatort ausklingen.

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Nach den Ferien ist vor den Ferien, die nächsten (Mini-)Ferien sind in 6 Wochen. Pfingstferien.

Zwar gibt es nur einen zusätzlichen unterrichtsfreien Tag, den Dienstag nach Pfingsten, aber das ist für lange genug, um (Kurz-)Reisepläne zu schmieden. Sie ahnen es, wir fahren auf die Insel. Unser letzter Besuch dort verlief ja nicht ganz so wie wir es uns vorgestellt hatten, also bedarf es einer Wiederholung. Und bis Mitte Mai sollten sich auch die letzten Schneeflocken verzogen und die Sonne den Kampf gegen die Wolken gewonnen haben.

Überhaupt der Mai, ein echter Wonnemonat für unsere Schüler (und Lehrer). Nur 15 Unterrichtstage, 4 Feiertage (1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam), 2 Brückentage, 1 Ferientag (Dienstag nach Pfingsten), 1 Studientag wegen mündlichen Abiturprüfungen. Dafür müssen wir dann gemeinsam die verbleibenden 7 Wochen bis zu den Sommerferien am 22. Juli ohne einen einzigen freien Tag durchstehen. Da sollten wir dann über den einen oder anderen Klassenausflug nachdenken.

Doch nun gilt es ab morgen zunächst die Abiturprüfungen zu überstehen. Morgen starten für unsere Schüler die ersten schriftlichen Prüfungen, am Freitag schreiben „meine SchülerInnen“ ihre Englischklausuren. Ich hoffe, dass sie gut genug vorbereitet sind. Ich habe meinen Beitrag dazu geleistet, jetzt müssen sie alleine klar kommen. „Wir verdoppeln den Einsatz“ heißt ihr Abi-Motto, hoffen wir, dass sich das auch auf die Prüfungsergebnisse auswirkt.

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Heute morgen wurde die Zufahrt zum Lehrerparkplatz von zwei elegant gekleideten „Herren“ bewacht. Gegen Zahlung einer kleinen Gebühr durfte ich auf den Parkplatz fahren und mir einen der verbliebenen Parkplätze aussuchen. Das wars mit dem Abi-Gag. Der Unterricht in der zweiten Stunde konnte trotzdem nicht stattfinden, denn die Schülerinnen und Schüler wurden am Haupteingang lediglich in kleinen Gruppen und auch nur nach Erledigung von Aufgaben hereingelassen. So war mein Geschichtskurs erst zum Ende der Stunde vollzählig.

Doppelter Einsatz = Doppelter Erfolg ?

Das Motto der diesjährigen Abiturienta hatte ich zunächst als öffentliches Bekenntnis zu besonderem Einsatz bei den kommenden Abiturprüfungen verstanden. Ich wurde jedoch aufgeklärt, dass es sich auf den Doppeljahrgang bezöge – in diesem Jahr machen SchülerInnen sowohl nach 8 wie auch nach 9 Jahren Schulzeit ihr Abitur. Ob sich das auf die Ergebnisse und Noten auswirken wird, werden wir noch sehen. Doppelter Einsatz hätte dem einen und der anderen in den letzten zwei Jahren gut zu Gesicht gestanden.

Dennoch wünsche ich allen viel Erfolg – egal ob mit einfachem oder doppeltem Einsatz.

 

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