Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Alltag’

Ab heute bestimmt er mein Leben, zunächst bis zu den Osterferien. Danach werden die LK-Stunden wegfallen und die Lernzeit [LZ] hoffentlich verlegt.

stundenplan_2_17Ich mag den Dienstag, den Freitag mag ich nicht. Und überhaupt … ich würde gerne früh anfangen und früh nach Hause gehen dürfen. Aber sie wissen schon … Wunschkonzert und so. Falls Sie sich über die geringe Stundenzahl wundern – Altersermäßigung 😉

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Montag, der erste Schultag für Lehrer und alle Schülerinnen und Schüler, die sich mit Hilfe einer Nachprüfung die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe verdienen wollen.

Der erste Satz nach dem Betreten des Schulgebäudes durch den Lehrereingang kommt von einer jungen Kollegin, die mir auf dem Weg zum Lehrerzimmer begegnet: „In der Lehrertoilette sind Tiere! Ich habe dem Hausmeister schon Bescheid gesagt!“

‚Tiere?‘, denke ich. ‚Hund, Katze, Maus? Rosa Elefanten?‘

Was für Tiere?“, frage ich, auf das Schlimmste vorbereitet. Kakerlaken vielleicht, oder Ratten? Die sollen ja gelegentlich aus Kloschüsseln springen.

Kleine schwarze Fliegen, ganz viele, ganz eklig!“, klärt mich die Kollegin auf.

Ich vermeide den Gang zur Toilette (ich war es kurz zuvor zu Hause, also kein Problem) und gehe stattdessen ins Lehrerzimmer, in der Hoffnung dort keine Tiere anzutreffen, sondern nette Kolleginnen und Kollegen.

Einige sitzen dort bereits, andere stehen noch zahlreich drumherum und „es tobt der Bär“ (schon wieder ein Tier), weil noch nicht jeder seinen Wunschplatz an seinem Wunschtisch gefunden hat. In den Ferien wurde das Lehrerzimmer vergrößert, Tische und Stühle neu gruppiert. So sind nun die im Vorteil, die bereits seit 8 Uhr in der Schule sind und ihren Platz bereits markiert haben. Machen die Tiere nicht auch, markieren meine ich?

Mein Lieblingsplatz ist bereits anderweitig besetzt, doch zum Glück hat eine nette Kollegin für mich einen Platz an ihrem Tisch im hinteren Bereich des Lehrerzimmers reserviert. Weit weg von der Türe, an der sich in den Pausen die Schüler drängeln und weg vom Telefon, das in Pausen und Freistunden gerne häufig klingelt.

Ich markiere meinen Platz mit einem Stiftebecher, in dem eine englische Flagge steckt. Das Schuljahr kann beginnen und es beginnt mit einer zweieinhalb-stündigen Konferenz, in deren Verlauf der Schulleiter wegen der Tiere auf der Toilette Entwarnung gibt: sie wurden von dem Hausmeistern und den Putzfrauen inzwischen entfernt.

Seine Worte werden am Mittwoch zu überprüfen sein.

Read Full Post »

Frau Ladybird ist aus dem Urlaub zurück, hat die Urlaubswäsche gewaschen, die Reisetaschen unter dem Bett verstaut und Haus und Garten „Guten Tag“ gesagt.

Einen Tag später hat Frau Ladybird Farbe, Pinsel und den Maleroverall in den Kofferraum ihres Autos gepackt und beim „kleinen Kind“ die Badezimmerwände vorgestrichen und einen Tag später strahlendweiß fertig gestrichen.

Heute schließlich hat Frau Ladybird die strahlendweiß gestrichenen Badezimmerwände zusammen mit dem Mann an ihrer Seite zum Leuchten gebracht.

Die ganze Aktion liest sich so leicht und spielerisch, hatte aber so ihre Ecken und Tücken. Die Decken im Bad sind so hoch, da reicht eine „normale“ Haushaltsleiter nicht. Die passende Leiter lässt sich im schmalen Bad nicht so platzieren, dass der Pinsel auch in die letzte Ecke reicht. Also muss gelegentlich auf Wannenrand und Toilette balanciert werden.

In einem modernisierungsbedürftigen Bad in einer Altbauwohnung baut man(n) nicht mal eben Strahler in eine Decke ein, von der man(n) selbst dann nicht weiß, was darüber ist, wenn man(n) Probelöcher bohrt und hineinschaut. Da verbirgt sich hinter jeder Leiste, die man(n) vorsichtig beiseite schiebt, eine kleine Überraschung. Da wären ein Endoskop nützlich und Teleskop-Finger, um das ganze Elektro-Gedöns, von dem Frau Ladybird so gar keine Ahnung hat, oberhalb der Decke fachgerecht zu plazieren.

Doch da man(n) so manchen Trick kennt, wird aus „geht nicht“ dann schließlich „geht doch, aber anders“ und nun strahlt das fensterlose Badezimmer in hellem Glanz und mit Frau Ladybird und dem „kleinen Kind“ um die Wette.

Dumm nur, dass die Decke sich bisher hartnäckig geweigert hat weiße Farbe anzunehmen und auch Grundierung nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat. Da muss nun doch in den nächsten Tagen noch Kleister angerührt und Tapete zugeschnitten werden, um auch der Decke ein strahlend weißes Aussehen zu verpassen.

Wir hätten ein „vorher“ – „nachher“ – Bild machen sollen„, sprach das kleine Kind. Ja, hätten wir. Haben wir aber nicht, weil Frau Ladybird nicht gleichzeitig streichen und fotografieren kann. Also gibt es jetzt ein „zwischendrin“-Bild.

Bad-S-2

Der „Zwischen“-Stand der Dinge

Und wenn dann auch die Decke weiß ist und die Klebestreifen entfernt sind, wenn der Fußboden verlegt und die Glasabtrennung montiert ist, dann werden Wanne und Wände geputzt und dann machen wir ein Abschlussbild und Sie dürfen applaudieren und virtuelle Schulter klopfen.

Bis dahin … Geduld und Daumendrücken, bitte. Danke.

Read Full Post »

Frage: Woran merkt man, dass es bald Ferien gibt?

Antwort: Frau Ladybird hat wieder mehr Zeit.

Zeit für die kleinen Freuden des Alltags, z.B. mitten am Tag ein Buch lesen und kein schlechtes Gewissen haben müssen wegen unkorrigierter Klausurberge.

Zeit für eine aufgeräumte Küche

Zeit fürs Wäschewaschen.

Und als ganz besonderes Highlight heute Mittag: Ein Ausflug mit dem Fahrrad zum großen Supermarkt im nahen Industriegebiet.

Lediglich 5 Minuten dauert die Fahrt, die ein kurzes Stück den Fahrradweg entlang, dann quer durch einen kleinen Wald und dann wieder auf dem Fahrradweg zum Parkplatz des Supermarktes führt. Abseits der Autoroute, ohne Ampeln und Straßenkreuzungen.

Am frühen Nachmittag sind nur wenige Kunden im großen Supermarkt, der abends bis 22 Uhr geöffnet hat. Ich tausche das Fahrrad gegen einen Einkaufswagen und schiebe ihn durch die Gänge. Die aktuellen Wochenangebote sind verlockend. Ich packe eine Aubergine ein, Radieschen, Quark, Thunfisch, eine Flasche Rapsöl, eine Tüte Getreideflocken, Walnusskerne … Gerade als ich das günstige Waschmittelangebot mit Lavendelduft in den Einkaufswagen stellen will, fällt mir ein, dass ich kein Auto für den Transport der Einkäufe zur Verfügung habe. Nix mit Lavendelduft. Ab zur Kasse.

Mein Fahrrad hat einen besonders großen Korb auf dem Gepäckträger, ich kann meine Beute komplett darin verstauen.

Auf dem Rückweg durch den Wald störe ich die Kaninchen beim Fangen spielen.

Schön, so ein Nachmittag ohne Schulaufgaben.

Read Full Post »

Wenn die Abiturienten „auf Kursfahrt“ und die 6. Klassen „auf Klassenfahrt“ sind, dann kommt der für den Vertretungsplan verantwortliche Kollege ins Schwitzen und die daheimgebliebenen KollegInnen und SchülerInnen stöhnen „Schon wieder Vertretung!„.

Vertretungsstunden sind wie Wundertüten oder Überraschungseier, man weiß nicht so genau, was drin ist.

Alle KollegInnen, die SchülerInnen auf Kurs- oder Klassenfahrten begleiten und deren Unterricht deswegen in anderen Klassen und Kursen ausfällt, sind angewiesen, Aufgaben zu erstellen, die die SchülerInnen während iher Abwesenheit erledigen können/müssen/sollen. So muss der „Vertretungslehrer“ lediglich die Materialien verteilen und für Ruhe im Klassenraum sorgen. Während der Vertretungsstunden kann er am Pult sitzen und seine eigenen Aufgaben erledigen. So weit die Theorie.

Nun kommt es aber vor, dass

  • der Kollege keine Aufgaben gestellt hat
  • die SchülerInnen mit den gestellten Aufgaben nicht zurecht kommen
  • die Aufgaben nicht für die gesamte Arbeitszeit ausreichen

Dann kann der Vertretungslehrer nicht entspannt am Pult sitzen, sondern muss

  • die verschütteten Latein- oder Französischkenntnisse reaktivieren
  • Punkt vor Strich rechnen oder mit dem Kehrwert multiplizieren
  • Streit schlichten
  • den Klassenraum fegen lassen
  • Ruhe bewahren

Heute vertrete ich eine Kollegin, die in einer 7. Klasse evangelische Religion unterrichtet.

Ob es Aufgaben gibt?

Ob es mir hilft, dass ich im Konfirmandenunterricht immer gut aufgepasst habe?

Abwarten!

Read Full Post »

Frau Ladybird – back home

Zurück in Good Old Germany versuche ich einen Faden zu finden, um den Alltag wieder aufzunehmen. Schwierig.

Koffer und Taschen warten darauf ausgepackt zu werden. Not a real challenge.

Es bedarf einer Zeit der Wiedereingewöhnung.

Read Full Post »

Der Wecker machte sich auch heute morgen zur gewohnten Zeit lautstark bemerkbar, weil der Mann im Haus noch keine Ferien hat, jedoch ist nichts schöner, als ihn zu ignorieren (den Wecker, nicht den Mann!!) und sich noch einmal genüsslich auf die andere Seite zu drehen.

Nun verbringe ich den Vormittag damit, die diversen Chaosecken in der Wohnung aufzuräumen, den Wäscheberg zu sortieren und die Küche in einen präsentablen Zustand zu bringen. An die Papierberge auf meinem Schreibtisch und in meinem Arbeitszimmer werde ich mich heute noch nicht heranwagen.

Read Full Post »

Older Posts »