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Posts Tagged ‘American Dream’

Das meint zumindest der Abiturient, dessen Klausur zum Thema „American Dream“ ich heute als letztes gelesen und korrigiert habe.

It would be illogical if everyone who is working hard could succeed in life.

Meint er das ernst, ironisch, sarkastisch, resigniert? Oder meint er gar nicht „unlogisch“ sondern „unrealistisch“?

Ich denke, es wäre durchaus logisch, wenn harte Arbeit zu Erfolg führen würde, auch wenn es nicht realistisch und äußerst unwahrscheinlich ist. Das werden alle bestätigen, die sich jeden Tag den Popo aufreißen für Chef und Unternehmen und trotzdem noch nicht wirklich auf den berühmten „grünen Zweig“ gekommen sind.

Meine Abiturienten lassen sich in drei Kategorien einordnen:

Die einen haben hart gearbeitet und einen angemessenen Erfolg erreicht. Logisch?

Die anderen haben hart gearbeitet und trotzdem nicht das erwünschte Ergebnis erhalten. Unlogisch?

Und die dritte Gruppe hat gar nicht gearbeitet und es doch irgendwie geschafft, ein Defizit zu vermeiden. Unlogisch? Ungerecht?

Erst in 10 Jahren, wenn die diesjährigen Abiturienten ihre Klausuren in der Schule abholen dürfen, könnte ich herausfinden, wie dieser Satz gemeint war. Vielleicht ist der Verfasser bis dahin erfolgreich geworden. Vielleicht hat er hart dafür gearbeitet. Oder Glück gehabt. Ich wünsche es ihm, auch wenn er zu denen gehört hat, die sich im Unterricht nicht durch harte Arbeit ausgezeichnet haben.

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Falls Sie besonders schöne Träume haben, die sie archivieren möchten, dann scheint Amerika nach Ansicht dieses Abiturienten das richtige Reiseziel zu sein. Gute Reise!

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Das Schöne am Zentralabitur ist die Tatsache, dass ich als Lehrerin keine Texte suchen, annotieren und mit einem Erwartungshorizont versehen muss, sondern dass mir diese Arbeit von der Bezirksregierung abgenommen wird. Also nicht wirklich von „der Bezirksregierung“, sondern von irgendwelchen Fachkolleginnen oder -kollegen, die an irgendeinem Gymnasium oder einer Gesamtschule in NRW in der Sekundarstufe II Englisch unterrichten und von „ihrer“ Bezirksregierung dazu verdonnert aufgefordert wurden, Vorschläge für die Abiturklausuren 2017 einzureichen. Vorteil: ich muss nicht die Weihnachtsferien mit Englischklausuren verbringen. Nachteil: meine Schüler müssen Texte unter Fragestellungen bearbeiten, die ich in der Form nicht formuliert hätte. Und ich muss das Geschriebene anhand eines Erwartungshorizontes korrigieren, den ich in der Form ebenfalls nicht formuliert hätte. Aber so ist das nun mal und es gibt Schlimmeres im Leben.

Manchmal überlege ich mir, was für ein Kollege oder eine Kollegin die Texte wohl ausgesucht und die Aufgabe gestellt hat. Jung oder alt? Gymnasium oder Gesamtschule? Welches Zweitfach? In diesem Jahr waren offensichtlich Kolleginnen und Kollegen am Werk, deren Zweitfach Erdkunde ist. In dem Mediationstext geht es um „Smart Cities: Wenn Konzerne Städte bauen“ und das Thema „Cities of the Future“. Selbstverständlich haben wir uns im Unterricht mit globalen Herausforderungen und Zukunftsvisionen beschäftigt, aber unser Schwerpunkt lag eher auf der künstlichen Intelligenz und utopischen und dystopischen Gesellschaften unter dem Einfluss der modernen Medien. Die Stadt der Zukunft hatten wir nicht im Focus.

Interessanterweise beschäftigt sich im zweiten Abiturvorschlag der Mediationstext, also der deutsche Text, dessen Inhalt die Schülerinnen und Schüler situationsgerecht in einen englischsprachigen Zieltext verwandeln müssen, ebenfalls mit einem Thema aus dem Erdkundeunterricht. Strukturwandel im Ruhrgebiet im Vergleich zur Entwicklung in Detroit.

Der literarische Text ist ein Auszug aus Margaret Atwoods Roman „The Heart Goes Last“ von 2015 und verlangt eine Analyse des Verhaltens der Protagonistin und eine Stellungsnahme zum Thema Zukunftsvisionen. Wir haben im Unterricht den Roman der Autorin „The Handmaid’s Tale“ gelesen und auch ein Interview mit Margaret Atwood analysiert.

Der Sachtext, ein Zeitschriftenartikel eines amerikanischen Autors, der am Beispiel von Detroit das Konzept des amerikanischen Traums kritisiert, verlangt eine Analyse der sprachlichen Mittel und der kommunikativen Strategien des Verfassers. Wir haben im Unterricht vor allem während des Präsidentschaftswahlkampfes in Amerika das Thema „American Dream – American Nightmare“ ausführlich diskutiert.

Wen wundert es, dass die Mehrzahl (19) meiner Abiturientinnen und Abiturienten freudig zum zweiten Vorschlag gegriffen hat, hier und da sogar ohne den literarischen Text auch nur eines Blickes zu würdigen. American Dream ist immer eine Bank, da meint man, sich auszukennen, da fühlt man sich sicher. Wenn man dazu auch noch Erdkunde und Sozialwissenschaften als zweites LK-Fach hat, dann ist auch Strukturwandel als Mediationsthema eine Bank. Für den Romanauszug von Frau Atwood haben sich nur drei Abiturienten entschieden.

Auf das Ergebnis bin ich wie immer gespannt. Ab morgen geht es ans Korrigieren. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

Bleibt die spannende Frage, welche Themen sich die Damen und Herren in Düsseldorf für die Nachschreiber aufgespart haben. Am 16. Mai werden die beiden Kandidaten aus meinem Kurs ihre Englischklausur nachschreiben. Dann werden wir es wissen.

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Laut übereinstimmenden Twitter-Angaben haben sich Trump und Obama auf den Weg vom Weißen Haus zum Kapitol gemacht.

Quelle: Live-Ticker auf der Online-Seite der Tagesschau

Wird Berichterstattung ab sofort über das Zwitscher-Portal gemach? Der zukünftige amerikanische Präsident ist ja ein Fan dieses Mediums. Wird er seine Antrittsrede twittern?

Aus beruflichen Gründen werde ich mir sein Gezwitscher gleich anschauen. Sie wissen schon, der Amerikanische Traum ist im Curriculum verankert und abiturrelevant. Da muss man als Englischlehrer informiert sein.

Mein LK hat den Auftrag, die Antrittsrede zu hören oder zu lesen. Wir haben spekuliert, ob er einen Slogan haben wird. Wird er andere Präsidenten zitieren?

Vielleicht so: I have a dream that I will make America great again. Yes, I can.

Gleich werden wir es wissen.

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Context – Englischbuch für die gymnasiale Oberstufe NRW – Kapitel 7

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Tafelbilder sind ein wichtiger Bestandteil meines Unterrichts, da die technische Ausstattung unserer Schule wenig Alternativen bietet.

Bild 1: Klasse 5

Tafelbild 1: Klasse 5 – Textarbeit – Sammeln von Informationen über Schüler, Lehrer und Hausmeister an der Thomas Tallis Schule (die es in Greenwich wirklich gibt)

Im Klassenraum der 5er gibt es zusätzlich zur Tafel einen Overheadprojektor. Interaktive Whiteboards gibt es nur in den naturwissenschaflichen Räumen. Einen Beamer, an den ich mein Notebook anschließen könnte, gibt es außer in den Naturwissenschaften nur in einigen wenigen Räumen im Oberstufenbereich, „mein“ Raum hat keinen. Einen OHP gibt hier ebenfalls nicht. Wenn ich Folien nutzen möchte, hole ich einen Projektor aus einem zentralen Raum (wenn einer da ist und dieser nicht defekt ist).

LK English

Tafelbild 2: Leistungskurs Englisch – Ergebnissicherung einer Textarbeit in Kleingruppen zum Thema American Dream

Kreide ist an unserer Schule übrigens ausreichend vorhanden und kostenlos. Ich habe immer einen Vorrat in der Tasche.

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