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Posts Tagged ‘Besuch’

Mittwochs habe ich erst die Mittagsschicht in der Schule. Meist nutze ich den Vormittag für Schreibtischarbeit. Die blieb gestern liegen, weil das Lieblingsbaby seine Mama überredet hatte, bei der Oma Leberwurstbrötchen zu essen. Außerdem wollte er gerne wieder in der Küche für Ordnung sorgen, die Apfelsaftvorräte kontrollieren und die Kindersicherheit der Treppe inspizieren. Nachdem das alles erledigt war, hatte er noch Zeit für einen Rundgang durch den Garten und ein wenig Spaß auf dem Sofa. Danach nutzte er die Heimfahrt für ein Mittagsschläfchen, um Kraft zu tanken für das Nachmittagsprogramm zu Hause.

 

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Heute: das große Kind

Vorteil: es ist nicht nötig, auf allen Vieren durch die Wohnung zu krabbeln, um alle für einjährige Abenteurer potentiellen Gefahrenpunkte zu entschärfen.

Aber Rührei und Leberwurstbrötchen gibt es natürlich auch.

Und Fotos vom Australien-Urlaub.

Ich freue mich.

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Am Sonntag hatte ich ganz besonderen Frühstücksbesuch. Das Lieblingsbaby brachte seine Mama und seinen Papa zum Frühstück mit. Es gab Rührei mit Speck und Leberwurstbrötchen. Nach einer Stunde schickte er Mama und Papa wieder nach Hause *winke, winke*, damit er in Ruhe alle Spielmöglichkeiten in Frau Ladybirds Haus entdecken konnte.

Erfreut begrüßte er zunächst alle Spielsachen, kletterte aufs Sofa um Puppe Mara zu begrüßen, verteilte den Inhalt der Spielkiste auf dem Teppich und ging dann in der Küche an die Arbeit. Der Vorratsschrank benötigte eine gründliche Inspektion und die großen und kleinen Dosen mussten neu angeordnet werden. Dazu musste zunächst alles ausgeräumt werden. Da er mir jedes Teil vorsichtig anreichte, konnte ich Marmeladengläser und Ketchupflaschen diskret in Sicherheit bringen, Dosen und Packungen räumte er anschließend selber zurück in den Schrank.

Danach kümmerte sich der kleine Haushaltshelfer um die Getränkepackungen im Wohnzimmerregal und kümmerte sich vor allem um die Funktionsfähigkeit des Milchkartonverschlusses. Geduldig schraubte er den Verschluss ab und wieder drauf und trug zwischendurch den Milchkarton an der Schlaufe des Sicherheitsverschlusses durch den Raum, der zum Glück seinem Namen Ehre machte und die Packung verschlossen hielt.

llb_131116_1 Danach galt es herauszufinden, ob noch genug Mineralwasser im Haus ist. Dazu nimmt man einfach alle leeren Flaschen aus der Getränkekiste, um dann festzustellen, dass bald Nachschub gekauft werden muss.

llb_131116_2So viel Hausarbeit macht müde, da tut eine kleine Verschnaufpause in der Hängematte auf dem Dachboden gut. Während das Gulasch auf dem Herd schmort, macht der kleine Mann mal für ein Stündchen die Augen zu.

llb_131116_4So ausgeruht schmeckten Nudeln, Gulasch und Karotten-Süßkartoffelpüree besonders gut und gaben Kraft für neue Abenteuer am Nachmittag.

Die ersten Stufen der Treppe zum Obergeschoss wurden hinauf- und hinuntergeklettert, auf allen Vieren und mit einem getrockneten Kiefernzapfen in der einen und einer Trinktasse in der anderen Hand. Da sag noch mal jemand, Männer seien nicht mult-tasking-fähig.

llb_131116_5Zum Abschluss des Sonntagsbesuchs drehte das Lieblingsbaby noch eine Runde durch den Garten, der allerdings keine Gelegenheit für neue Abenteuer bot, weil Frau Ladybird darauf bestand, dass die mit Wasser gefüllte Zinkwanne und die Gießkanne nicht das richtige Spielzeug an einem kalten Novembertag sind, die Katzen der Nachbarn links bei grauem Wetter lieber auf der Heizung liegen als durch den Garten zu spazieren und die Nachbarn rechts mit Sägearbeiten hinter der hohen Hecke beschäftigt waren und auch auf mehrmalige Lockrufe nicht reagierten.

Der Sonntagsbesuch hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht und kann gerne wiederholt werden. Danke an den Mann im Haus, der das Programm mitgestaltete und immer dann zur Stelle war, wenn mehr als zwei Hände und zwei Augen für die Bespaßung benötigt wurden.

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Das Bett unterm Dach ist frisch bezogen, Bad und Gästetoilette auf Hochglanz gebracht, die Warmhaltekanne mit frischem Kaffee befüllt. Schnell hängt der Mann im Haus noch drei Bilder im Treppenhaus auf … dann ist sie auch schon da, die beste Freundin vom östlichen Rand des Ruhrgebiets, zum traditionellen Ferienbesuch.

Neben ganz viel Informationsaustausch planen wir auch immer ein touristisches, kulturelles oder kulinarisches Highlight. Als die erste Tasse Kaffee getrunken und die ersten Neuigkeiten ausgetauscht sind, machen wir uns auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle und fahren ins Zentrum der Stadt. Für ein erstes kulinarisches Erlebnis besuchen wir die „SuppKultur“ auf dem Stadtmarkt und entscheiden uns für Kartoffelsuppe mit (Bio)Bockwurst und ein Glas vom Wein der Woche.

So gestärkt laufen wir zum 1897 als Denkmal für Kaiser Wilhelm erbauten Museum der Stadt, das im Sommer 2016 nach 6-jähriger Umbauzeit wieder eröffnet wurde. Die aktuelle Ausstellung heißt „Das Abenteuer unserer Sammlung I“ und zeigt ausgewählte Werke aus dem Fundus des Museums, aktuelle, moderne und alte Kunst, zusammengestellt unter einem thematischen oder stilistischen Thema. Es gibt Gemälde, Skulpturen, Fotos und Installationen. Die bekannteste ist sicherlich die von Joseph Beuys 1984 persönlich für das Museum konzipierte Installation in zwei Räumen (mehr Info hier). Es gibt viel zu entdecken und wir verbringen eine unterhaltsame Zeit.

Als wir das Museum verlassen, fängt es an zu regnen. Wir finden ein trockenes Plätzchen bei Anna und Kathrin im Liesgen. Dort bestellen wir leckeren Milchkaffee und – nach kurzem Zögern (eigentlich sollten wir nicht, oder?) – jeder ein Stück Kirsch-Streusel-Torte. Ein Foto gibt es nicht, Sie dürfen gerne ihre Fantasie bemühen.

Als wir das Café verlassen, hat es aufgehört zu regnen und wir machen noch einen Abstecher zum örtlichen Creativ-Markt. Dort erfüllt mir die beste Freundin den Wunsch nach einem „Zentangle®“-Buch. Dann fährt uns die Straßenbahn zurück.

Um den Urlaubscharakter des Besuchs perfekt zu machen, kochen wir das Abendessen nicht selber, sondern überlassen dies dem Koch im Cafe Kosmopolit. Das Restaurant liegt mitten in der Stadt, versteckt in einem ehemaligen Lagerhaus. Gebaut um die Jahrhundertwende, war es zunächst Kaffeehandlung, danach Fuhrpark und Lager einer örtlichen Möbelmanufaktur. Große Türen, Industriesäulen und die Höhe des Raumes erinnern an die frühere Nutzung des Gebäudes.

Parkplätze in der Nähe des Restaurants sind eher spärlich, doch wir haben Glück, denn der „Lieblingmann“ chauffiert uns und findet eine Lücke direkt vor den Eingang. Wir behaupten, er habe beim Kauf seines Autos nicht nur die Farbe und Ausstattung, sondern auch die Option „freier Parkplatz“ gewählt.

Bei leckerem Essen, weißem Wein und netten Gesprächen lassen wir den Urlaubstag ausklingen. Ein Foto von Salat mit Tandoori-Hühnchen, Lachs auf Kürbisgemüse und Penne mit scharfen Hackfleischbällchen gibt es nicht, auch hier ist wieder Ihre Fantasie gefragt.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen macht sich die beste Freundin wieder auf den Rückweg nach Hause. Schön wars. Wir freuen uns schon auf die nächsten Ferien. Bis dahin werden wir Ideen für weitere gemeinsame Unternehmungen sammeln.

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Am Donnerstag war das Lieblingsbaby zu Besuch. Am Esstisch erkundete es zunächst den Tischläufer auf Genießbarkeit.

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Anschließend schloss das Lieblingsbaby Freundschaft mit einem Plüschbär, der bis dahin namenlos sein Stofftierdasein in der Sofaecke gefristet hatte.

Seit seiner Begegnung mit dem Lieblingsbaby hört der Bär nun auf den Namen „Aah“ (langes A!), ein Name, den das Lieblingsbaby auf Nachfrage mehrfach bestätigte. Nun bin ich gespannt, ob beim nächsten Besuch die Wiedersehensfreude hörbar groß sein wird.

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Zaun Fenster-Gast

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