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Ich korrigiere LK-Klausuren.

Thema: Shakespeare – Romeo and Juliet.

Aufgabe 1) Summarize … 2) Analyse … 3) Comment on …

Die ersten beiden Aufgaben sind im Ergebnis eher unspektakulär für den korrigierenden Leser. Die Schülerinnen und Schüler fassen zusammen und versuchen, sich dabei auf das Wesentliche zu beschränken ohne das Wichtige zu vergessen. Sie versuchen zu analysieren und dabei wesentliche Stilmittel nicht nur zu benennen, sondern auch deren Funktion und Wirkungsweise zu analysieren und dabei den geforderten Interpretationswortschaft richtig zu verwenden (images, metaphors, personification, repetitions, oxymorons und was sich noch so im Textausschnitt verbirgt). Mit unterschiedlichem Erfolg.

In der 3. Aufgabe haben sie dann die Wahl: Entweder sie schreiben eine Szene, die sich aus dem vorausgegangenen Dialog ergibt (in modernem Englisch) oder sie nehmen Stellung zu der Frage, ob Shakespeare im 21. Jahrhundert noch Faszination auf ein junges Publikum ausüben kann und diskutieren das Für und Wider von Shakespeare im Englischunterricht.

10 von 19 SchülerInnen haben diesmal die Stellungnahme gewählt und manche habe dabei ziemlich dick aufgetragen.

Kostproben gefällig?

Romeo and Juliet was, is and will be the best reading matter for school because it includes everything a pupil wants to read in a drama.“

(Und was genau ist dieses „everything“, das ein Schüler lesen möchte?)

Pupils should study Shakespeare in school because he writes about contemporary problems and about love as the most interesting but also most dangerous experience in our life.“

(Oh, Liebe eine gefährliche Erfahrung … das wäre schon wieder ein Erörterungsthema für sich.“)

I think problems like those in „Romeo and Juliet“ are timeless and always worth dealing with.“

(Ja, durchaus, I agree.)

This story will never grow old.“

(Ein wenig einfallsreiches Statement.)

Although Mr Shakespeare has caused quite a headache and has driven pupils to desperation, he is a genius in what he did.“

(Verstehe ich richtig, Herr Shakespeare ist genial, weil er tausenden Schülern Kopfschmerzen bereitet und sie in die Verzweiflung getrieben hat?)

I think to teach Shakespeare in English classes is important to keep the British culture alive.“

(Nun, dann habe ich mein Bestes getan, um die britische Kultur am Leben zu halten.)

Auch kritische Stimmen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

I understand that Shakespeare’s work is an important part of British literature, but would it not be better if only students in the UK had to read it? They speak English fluently.“

(Ob es britischen Schülern beim Verständnis von Shakespeares Dramen hilft, wenn sie fließend Englisch sprechen?)

If somebody wants to read Shakespeare, they shall do it at home, so they are not forced to understand it and will not get bad marks in school when they do not understand what he wants to say.“

(Verstehe, Shakespeare in der Schule verbieten und dann lesen ihn alle heimlich zu Hause. Das ist cool. Finger hoch, wer ist dafür?)

Und schließlich noch folgende Feststellung:

Reading and understanding Shakespeare costs a lot of time because you have to prepare tons of notes for your exam.“

(Tonnen von Notizen habe ich nicht bei jedem gefunden, dessen Aufzeichnungen aus dem Unterricht ich eingesammelt habe.)

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Mein erster Montag in diesem Schuljahr. Er beginnt früh und ist dafür schnell wieder vorbei. In meinem LK sind alle nahezu pünktlich. Ich erfahre, dass ein Schüler den LK gewechselt hat, bleiben 20 SchülerInnen. Diese lesen ihre Hausaufgaben zum Thema „What does it mean to be British?“ vor. Ich mache mir Notizen, inhaltlich und sprachlich. Hier eine Auswahl von dem, was als „typically British“ gesehen wird:

polite – good manners – strange humour – get a sunburn easily – get drunk in holidays – like sausages for breakfast – have teatime at 5 o’clock – have a Queen – drive on the left – lots of immigrants – line up in queues …

Frida Fleißig nennt die BBC als „typically British“, worauf sich folgender Dialog ergibt:

What’s the BBC?“

radio and television

And what do the letters B-B-C stand for?“

Daraufhin Ludwig Lustig ganz spontan: „Barbecue?“

Er hat die Lacher auf seiner Seite.

Wahrscheinlich war er mit seinen Gedanken noch beim BBQ am Wochenende und hatte keine Gelegenheit, Sendungen der British Broadcasting Corporation im Fernsehen zu verfolgen.

In der Übungsstunde in Klasse 7 versuche ich Fridolin Faulpelz davon zu überzeugen, dass er seinen Bleistift anspitzen muss, wenn er einen Graphen ins Matheheft zeichnen will, aus dem man den Wasserstand zu einer bestimmten Uhrzeit des Tages ablesen kann. Er verwendet dafür einen dicken Erstklässler-Bleistiftstummel von 2 cm Länge. Zum Radieren nimmt er Knete. Dafür benutzt er jedoch, anders als im letzten Schuljahr, zum Schreiben einen Füller . Der verweigert kurz darauf die Arbeit, wird durch Schütteln reanimiert und hinterlässt als Zeichen seiner Einsatzbereitschaft einen dicken Tintenklecks im Heft. Ich rege mich auf, Fridolin Faulpelz bleibt gelassen.

Auf der anderen Seite der Klasse schiebt Willy Widerwort gerade geruhsam Bleistift um Bleistift durch die mitgebrachte Anspitzmaschine vom blau-gelben Discounter. Den Graphen hat er noch nicht gezeichnet, lieber erklärt er seinem Nachbarn und mir, wie sich die Maschine einstellen lässt. Interessant, aber für die Mathe-Übungsaufgaben nicht zielführend. Hoffentlich entschuldigt er die fehlenden Aufgabe bei der Kollegin nicht mit dem Hinweis, er habe Frau Ladybird die Anspitzmaschine erklären müssen.

Im hinteren Bereich der Klasse werden derweil Verkaufsgeschäfte getätigt. Für 20 Cent bietet Carlo Clever kleine Portionen seines 100er Päckchens Trennstreifen für den Englischordner an. Die Geschäfte gehen gut.

Um halb 12 darf ich schon wieder nach Hause fahren und bereite eifrig die ersten beiden Stunden in der 5b vor, die ich morgen zum ersten Mal begrüßen werde.

Let’s get started! Hooray!

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Gesehen heute in einem Pub:

image

Frau gesucht …

Mit den Würmern hätte ich so meine Probleme 😉

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Tag 3 ohne Kopierer. Mir fehlen nicht nur die Arbeitsblätter im Förderunterricht, sondern auch die netten Gespräche morgens vor acht im Kopiererraum. Ein Ende der kopiererlosen Zeit ist noch nicht abzusehen. Alternativen reichen von Ausdrucken am heimischen Drucker bis zur Fahrt zum Copyshop in der Stadt. Auch der benachbarte Supermarkt profitiert bereits von der Notlage. Dort gibt es eine Kopie für zehn Cent. Wir arrangieren uns mit der Situation und sollten uns nicht wundern, wenn die Schulleitung auf der nächsten Lehrerkonferenz die Abschaffung des Kopiergerätes verkündet. Es geht doch auch ohne.

Zum Thema „What does it mean to be British“ lautet der originellste Beitrag im Grundkurs der Q1: „They make a snake.“ Kobra oder Python? Aus Knete oder Fimo?

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Nu isser alle

… der lecker Grundstoff für einen typisch britischen Longdrink, erfunden 1840 von einem Fischhändler in Kent.

Zum Glück wurden wir beim lieben Nachbarn jenseits der Grenze fündig, so dass zukünftigen sommerlichen Cocktail-Kreationen mit „The Original No 1 Cup“ nichts mehr im Wege steht.

Hier die Variante mit 3 Teilen klarer Zitronenlimo, Crushed Ice, Orangenstückchen, Orangenminze und Blueberry-Dekoration.

klick!

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