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Posts Tagged ‘Dienstag’

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich schon gestern schreiben, direkt nachdem ich am Nachmittag zu Hause war. Doch anderes kam dazwischen. Und eigentlich hätte ich den Beitrag gerne in Echtzeit gepostet. Das hätte sich dann vielleicht so gelesen:

12.00 Uhr:

Frau Ladybird verlässt das Haus, die Sonne scheint, die Vögel singen. Menschen sind nicht zu sehen, als sie sich auf den Weg zum Vorstadtbahnhof macht. Ihr Weg führt vorbei an den Vorgärten der Siedlungshäuser, in deren Vorgärten die Blumen leuchten. Menschen sind nicht zu entdecken. Aus Richtung des nahen Kindergartens klingen die Stimmen der spielenden Kinder.

Vorstadtidylle

12.15 Uhr:

Frau Ladybird erreicht den Vorstadtbahnhof und kauft für 2,50 € ein Ticket am Automaten ohne zu wissen, ob dies für die Strecke zur Schule ausreicht. (Sie wird später erfahren, dass ein Ticket dieser Preisstufefür Fahrten im gesamten städtischen Gebiet bis zu einer maximalen Dauer von 9o Minuten gültig ist.)

12.22 Uhr:

Die Schranken schließen sich mit Signalgeräusch, das Zeichen für die baldige Einfahrt des Zuges, der in der Ferne bereits als roter Punkt erkennbar ist.

Der Zug kommt ...

Vorstadtbahnhof – Gleis 1

12.23 Uhr:

Die RB 33 Richtung Wesel verlässt pünktlich den Vorstadtbahnhof. Frau Ladybird hat einen Fensterplatz und genießt den Ausblick auf die sonnigen Felder. Der Zug passiert einen beschrankten Bahnübergang, an dem Frau Ladybird sonst meist auf seine Vorbeifahrt wartet.

12.27 Uhr:

Der RB 33 Richtung Wesel nähert sich planmäßig dem Hauptbahnhof. Die Lautsprecherstimme kündigt „Ausstieg in Fahrtrichtung links“ und gleich danach „Ausstieg in Fahrtrichtung rechts“ an. Frau Ladybird ist verwirrt und positioniert sich in der Mitte des Wagens.

12.28 Uhr:

Der Ausstieg ist nur  „in Fahrtrichtung rechts“ möglich. Zwischen Zug und Bahnsteig ist eine große Lücke – Mind the gap!

12.32 Uhr:

Frau Ladybird steht an der Bushaltestelle vor dem Hauptbahnhof. Die Anzeigetafel verspricht die Abfahrt des Busses in 13 Minuten. Frau Ladybird wartet und beobachtet die Ankunft und Abfahrt der modernen rot-weißen Niederflurbahnen auf den Nachbarbahnsteigen.

12.45 Uhr:

Der Bus kommt pünktlich. Frau Ladybird bewundert das nagelneue Hybrid-Fahrzeug und die sauberen, leuchtendroten Sitzpolster. Dieser Bus wird wohl nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten und schon gar nicht als Schulbus eingesetzt. Frau Ladybird fragt sich, ob sie ihren Fahrschein vor das sensorische Lesegerät halten soll, doch scheint dies den Zeitkartenbesitzern vorbehalten. Eine junge Frau setzt sich auf einen der leuchtendroten Polstersitze und verspeist ein chinesisches Nudelgericht aus der Pappschachtel. Frau Ladybird wundert sich, weil sie im Rahmen der Busschule gelernt hat, dass Essen und Trinken im Bus verboten sind. Doch das Verbot gilt sicher nur für Schülerinnen, Schüler und Lehrer.

Der neue Hybrid-Bus

Der neue Hybrid-Bus

13.02 Uhr:

Frau Ladybird hat dem Fahrer ihren Haltewunsch per Knopfdruck übermittelt und darf an der Zielhaltestelle aussteigen. Die Sonne scheint immer noch. Das Singen der Vögel wird von Autogeräuschen übertönt. Die Ampel ist rot. Schüler oder andere Fußgänger sind nicht zu sehen. Frau Ladybird wartet auf grün.

13.07 Uhr:

Frau Ladybird erreicht den Schulhof und kurz darauf auch das Schulgebäude noch vor Beginn der 3. Pause. Im Lehrerzimmer begrüßt sie die Kollegen, die bereits seit mehreren Stunden im Einsatz sind.

13.40 Uhr:

Frau Ladybird betritt den Klassenraum und unterrichtet 45 Minuten Englisch im Grundkurs. Gemeinsam mit den SchülerInnen bewertet sie die  Präsentation von Kurzreferaten zum Thema „Kruger National Park“. Die Zeit vergeht schnell.

14.25 Uhr:

Der Gong signalisiert das Ende der Stunde. Frau Ladybird wartet, bis auch die letzte Schülerin den Klassenraum verlassen hat, damit sie ihn abschließen kann.

Fazit:

Einschließlich Fußweg zum Bahnhof, Wartezeit vor Antritt der Fahrt und beim Umsteigen sowie Fußweg von der Zielhaltestelle hat Frau Ladybird 67 Minuten für den Weg zur Arbeit benötigt. Die Arbeitszeit an diesem Dienstag betrug planmäßig 45 Minuten. Ein offensichtliches Missverhältnis. Lohnt sich nicht. Wäre es nicht besser gewesen, Frau Ladybird hätte den SchülerInnen per Mail eine Aufgabe gestellt, die diese nach 45 Minuten Arbeitszeit wiederum per Mail zurückgeschickt hätten?

Der Vollständigkeit halber sei hier auch der weitere Verlauf des bis dahin autofreien Tages dargestellt:

14.35 Uhr:

Frau Ladybird verlässt das Schulgelände und macht sich auf den Heimweg. Dieser führt zunächst zur Autowerkstatt, denn dort hat der Herr TÜV nachgeschaut, ob Frau Ladybird sich ab sofort wieder mit einem technisch mängelfreien Fahrzeug auf den Weg zur Arbeit machen darf.

14.55 Uhr:

Nach Zahlung einer Ablösesumme von 118 € darf Frau Ladybird in ihr Auto einsteigen und nach Hause fahren. Ende des autofreien Tages.

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Heute erwartet man mich erst um 13.40 Uhr in der Schule zum Unterricht. Da sollte man meinen, ich könne den freien Vormittag genießen. Kann ich auch, aber nur mit Einschränkung. Schon mehrfach habe ich meinen Stundenplan kontrolliert, auf die Uhr geschaut, überlegt, wann ich losfahren muss. Dazwischen habe ich so allerlei erledigt

  • Ebay-Päckchen für den Versand fertig gemacht
  • Toner-Kartusche gewechselt und alte Kartusche zum Recyceln verpackt
  • Beide Päckchen zum Postladen gebracht, weil der um 12 Uhr schließt (hier auf dem Dorf gibt es noch Mittagspause)
  • Zum Lieblings-Hofladen gefahren und Fleisch, Wurst, Käse, Eier und Gemüse eingekauft

schafe-stautenhof

Und jetzt genieße ich noch einen Tee und dann mache ich mich auf den Weg. 15 Minuten Hinfahrzeit, 45 Minuten Unterricht, 15 Rückfahrzeit – es wird Zeit, dass der Stundenplan den fehlenden Abiturienten angepasst wird.

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Lazy Tuesday

Nach dem gestrigen 8-Stunden-Montag folgt heute der 3-Stunden-Dienstag, von 12 bis 3. Deshalb darf ich heute

  • ausschlafen
  • ein vorbereitetes Frühstück genießen
  • hier und dort bei den Blog-Nachbarn vorbeischaun
  • Urlaubspläne schmieden

aber auch

  • Vokabeltest korrigieren
  • Unterricht planen
  • Klassenarbeiten „erfinden“

Korrigieren steht erst heute nachmittag wieder auf der To-Do-Liste, genauso wie das Verpacken der Weihnachtsdeko in diverse Kellerkisten.

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Sauseschritt

„Wir sind jetzt in Emden und die Kunsthalle hat geschlossen“, simst „das kleine Kind“.

„Ist ja auch Montag“, simse ich zurück.

„Nee, ist Dienstag und Ausstellungswechsel!“, muss ich Sekunden später lesen.

Ups …

Eins, zwei, drei im Sauseschritt, vergeht die Zeit, wir sausen mit.

Einen schönen Dienstag wünsche ich Ihnen.

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Schule am Dienstag

Hitzefrei nach der 5. Stunde, aber nur für die „Kleinen“ (Klasse 5-9). Lehrer und OberstufenschülerInnen waren zum kollektiven Schwitzen verurteilt.

Die letzte Klausur im LK ist zurückgegeben, jetzt beginnt der Endspurt im Kampf um die Noten für die „Sonstige Mitarbeit“. Hausaufgaben und mündliche Unterrichtbeiträge machen immerhin 50 % der Zeugnisnote aus. Das kann hier und da zu deutlichen Veränderungen (in beide Richtungen) führen und erklärt wohl auch, warum ich heute eine Hausaufgabe von einem Schüler erhielt, dessen Name bisher in meiner Hausaufgabenliste sehr selten auftauchte. Wie naiv muss man sein, wenn man denkt, eine positive Einzelleistung könne die Fehlleistungen eines ganzen Unterrichts-Quartals wettmachen?

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Feriendienstag

Ein Ausflug in die große Stadt und Lunch im Freien:

Cäsar

Chicken

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