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Schule am Donnerstag

Schule am Donnerstag ist anstrengend und lang. Als der Ordnungsdienst der Klasse 6 es endlich geschafft hat, den Klassenraum so besenrein zu hinterlassen, dass die Putzfrauen in den ihnen zu Verfügung stehenden Minuten Reinigungszeit pro Raum heute Abend für Sauberkeit sorgen können, ist es bereits 16.06 Uhr. Im Lehrerzimmer stimme ich in das kollektive Gestöhne über viel zu lange Schultage im Ganztag ein, es ist 16.10 Uhr. Kurz vor dem Verlassen des Gebäudes treffe ich die Hausmeister und merke an, dass ich Donnerstage furchtbar finde. Man spendiert mir „eine Runde Mitleid“ und vermutet, mein Tag habe aber bestimmt erst um 12 Uhr begonnen. Ich korrigiere entrüstet auf 10 Uhr und ernte höhnisches Grinsen sowie ein „Schönen Feierabend“. Als ich zu Hause ankomme, ist es schon fast wieder dunkel. Noch ein paar Tage und ich werde das Licht eines Donnerstages nur durch die Fenster der Klassenräume sehen können. Doof das.

Noch 6 Wochen bis zu den Weihnachtsferien.

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… war irgendwie sehr unspektakulär.

Die „Kleinen“ sortierten zunächst verschiedene Nomen nach „much“ und „many“ und schrieben danach eine Einkaufsliste („a bag of flour, a box of eggs, a bag of apples) sowie die Zutatenliste für einen Apfelkuchen (What you need: 4 apples, 300 g flour, 100 g sugar …) in ihr Heft.. Bis zum nächsten Mittwoch, wenn wir uns wiedersehen, werden sie eine Backanleitung verfassen (What you do: Peel the apples, cut them in small pieces …), die die Zutaten (hoffentlich) zu einem Apfelkuchen werden lässt. Wer eine einigermaßen verständliche Anleitung formulieren kann, darf – so habe ich es versprochen – ein Stückchen vom fertigen Kuchen naschen. Als ich den Klassenraum verließ, blieben besonders die Jungs mit einigermaßen ratlosen Gesichtern und der Zutatenliste zurück.

Die „Großen“ zogen von Station zu Station entlang der „Route 66“. Dabei lernten sie ein Auto zu mieten, trafen Al Capone und Billy the Kid, schrieben eine Bauanleitung für eine Hamburger, trafen Sheriffs, Cowboys und Indianer und schrieben eine Bildergeschichte zu „High Noon“. Sie arbeiteten selbständig und sehr oft auch kooperativ, nutzten das Wörterbuch, legten Triminos und spielten „Stadt, Land, Fluss“. English can be so much fun.

Auf meinem Schreibtisch liegen die Abiklausuren des Kollegen, die ich als Zweitkorrektur lesen und bewerten muss neben den Rezepten für Gulasch- und Kartoffelsuppe. Es stehen zwei Partys auf dem Terminkalender, die eine findet morgen Abend hier statt (Gulaschsuppe), die andere am Sonntagmorgen beim „großen Kind“ (Kartoffelsuppe nach einem Rezept aus der Hochschulküche). Da muss ich Präferenzen setzen.

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