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Posts Tagged ‘Essen’

FrÜhstÜck auf der RÜ … diesmal nicht beim Lieblingsbäcker, denn dort waren alle Tische besetzt und warten wollten wir nicht.

Im Café gegenüber, dort wo sie alles „mit Liebe und Herz“ machen, gab es noch zwei Plätze und ein Frühstück mit italienischem Schinken und Salami, dazu frischen Orangensaft und Latte Macchiato. Lecker.

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Sie werden sich erinnern, ich hatte kostenlose Bahnfahrkarten für einen Ausflug zum Betriebsfest der Bahn auf dem Werksgelände in Essen ergattert [Link] und so machten wir uns dann am frühen Mittag auf dem Weg zum Vorort-Bahnhof. Der Mann im Haus warf noch einen letzten wehmütigen Blick auf sein Auto, dass er nun erst am späten Abend wiedersehen würde und stürzte sich mutig in das von mir geplante Abenteuer: wir fahren mit der Bahn. Das kostenlose Ticket ersparte uns Fahrtkosten in Höhe von 32 €, so viel kostet ein Gruppenticket der Preisstufe C, das wir benötigen, um vom Vorort-Bahnhof nach Essen zu fahren.

Der Zug fuhr planmäßig ab und kam auch planmäßig in Duisburg an. Von dort ging die Fahrt in einen Regionalexpress weiter nach Essen. So jedenfalls die Theorie. In der Praxis begrüßte uns eine Lautsprecherdurchsage, die einen Notarzteinsatz im Gleisbereich vor Essen verkündete und die Reisenden um Verständnis bat, dass sich die Abfahrten der Züge von und nach Essen auf unbestimmte Zeit verzögern würden. (Gestern war zu erfahren, dass ein Mann im Bahnhof Essen-West von einen durchfahrenden IC erfasst worden war. Er starb am Unfallort. Das ist schlimmer als Zugausfall, für die Angehörigen, aber vor allem für den Lokführer der IC.)

Der Mann an meiner Seite grinste triumphierend, die Bahn fährt, anders als ein Slogan aus den 60er Jahren versprach, eben doch nicht „immer“. Wir stiegen in den klimatisierten RE1 auf dem Nachbargleis und öffneten die Tüte mit Lakritz-Konfekt. Als Organisator des Ferienabenteuers hatte ich zum Glück für Reiseproviant gesorgt. Zwei Gummibärchen später gab es eine Durchsage des Zugbegleiters. Der Zug würde nun losfahren, aber nicht in Essen sondern erst in Gelsenkirchen halten, dort könnten Reisende dann Richtung Essen umsteigen. Wir entschieden uns mitzufahren. Als Kind des Ruhrgebietes weiß ich, dass viele Wege nach Essen führen, einer auch von Gelsenkirchen, das im Norden der Ruhrmetropole liegt. Da die Bahn zwar nicht immer fährt, aber immer für Überraschungen gut ist, folgte nach kurzer Fahrzeit eine weitere Durchsage des Zugbegleiters. Er kündigte einen „außerplanmäßigen Halt“ des Zuges in Essen-Altenessen an, die Fahrgäste Richtung Essen könnten von dort andere öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Wie nett, in Essen-Altenessen bin ich noch nie ausgestiegen. Ein Blick in die „Öffi-App“ zeigte gleich drei Möglichkeiten von dort den Hauptbahnhof zu erreichen. Zwei U-Bahn-Linien und eine Straßenbahn fahren vom Bahnhof in die Innenstadt. Wir entschieden uns für die U-Bahn und fuhren bis zum Berliner Platz. Von dieser Haltestelle führt eine Rolltreppe direkt ins Einkaufszentrum am Limbecker Platz. Dort feierten wir den erfolgreichen Abschluss der Anreise mit einem fünf Mettwürstchen und einem Erdbeer-Ananas-Cocktail und wo wir schon mal da waren, investierte ich auch noch in einen Maxi-Rock für den bevorstehenden Sommerurlaub auf der „grünen Insel“. Schließlich hatten wir ja 32 € gespart, die sollten sinnvoll reinvestiert werden.

Da wir uns in Essen auskennen, war der Rest des Abenteuers kein wirkliches mehr. Im Hauptbahnhof kämpften wir uns durch zahlreiche Reisende, deren Reise mit Nah- und Fernzügen immer noch vom Personenschaden beeinträchtigt war. Für uns stand auf Gleis 8 ein „Shuttle-Zug“ bereit, der uns in wenigen Minuten zum Betriebs- und Festgelände brachte.

Die Veranstaltung war gut besucht, Eltern, Kinder, Großeltern, Großfamilien drängten sich in der Werkstatthalle, schauten in und unter und oben auf die roten Züge der Regionalbahn. Auf einen Blick in den Führerstand verzichteten wir, der Andrang war unverhältnismäßig groß. Dafür warteten wir geduldig auf ein Drehen am Glücksrad, dass mir eine signalgelbe Warnweste und dem Mann an meiner Seite einen Städteführer NRW bescherte, den ich in den Kinderpreis, eine rote Butterbrotsdose tauschen durfte.

Glücksradpreis

Glücksradpreis

Die Rückfahrt verlief wie geplant und völlig ohne Verspätungen oder Ausfälle. Wir fuhren mit dem Shuttle zurück zu Gleis 8, tranken noch ein Weizenbier und ein Radler im Café am Kennedyplatz, wo viele Menschen einen Christopher Street Day feierten.

Wir staunten über Großgruppen von lärmenden Mädels mit braunen Papiertüten vom irischen Textildiscounter.

Shoppen bis der Arzt kommt

Shoppen bis der Arzt kommt

Zurück am Bahnhof fuhren die Züge wieder planmäßig und wir nutzten die Wartezeit für ein Auffüllen der Wasservorräte beim Discounter und fuhren dann nach Duisburg. Dort unterbrachen wir die Reise erneut, um das kleine Kind zu besuchen, dass auf dem Weinfest am Stand unseres Lieblingswinzers arbeitete. Sekt, Wein, Brezel und Flammlachs machten uns fit für die letzte Etappe unserer Reise, zurück zum Heimatbahnhof hinterm Wald. Alles planmäßig und ohne weitere Verzögerung.

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Ich bewundere Bloggerinnen und Blogger, die es schaffen, in ihren Blogs regelmäßig Fotos von dem zu zeigen, was sie in der Küche und am Herd gezaubert haben. Dazu gibt es das Rezept zum Nachkochen oder -backen und manchmal sogar eine bebilderte Anleitung. Irgendwann veröffentlichen diese Blogger sogar ein Buch mit ihren Rezepten und Anleitungen.

Zwar fotografiere auch ich gelegentlich das, was ich koche oder backe, besonders dann, wenn es nicht nur besonders lecker aussieht, sondern auch lecker schmeckt. Doch manchmal bin ich so begeistert und wohl auch so hungrig, dass ich erst, nachdem ich das Besteck auf dem leeren Teller ablege, an ein Foto für mein Blog denke. Und dann ist es zu spät und der Blogeintrag kann nur lauten:

Heute habe ich leider kein Foto für Euch!

Sehr gerne hätte ich hier und heute meinen Beitrag dazu geleistet, den schlechten Ruf der britischen Küche zurecht zu rücken, indem ich Ihnen Fotos von einer üppigen Portion gar köstlicher und butterzarter Spare-Ribs mit Ofenkartoffel und Gemüse gezeigt hätte. Oder eines von einer zischenden Eisenplatte, auf der Stücke vom Hähnchenfilet sowie Rindfleischstreifen auf einem Bett von Zwiebeln und Paprika vor sich hin bruzzeln, um kurze Zeit später von uns zusammen mit allerlei Dips und Salat in dünne Fladen gewickelt und verspeist zu werden. Oder von einem zarten Fischfilet in knusprig-goldenem Backteig, angerichtet auf einem Teller mit knusprigen Pommes Frites und einem frischen gemischten Salat. Wie gesagt, es gibt diese Fotos nicht, weil ich all diese Dinge auf der Insel in drei verschiedenen Pubs an drei aufeinanderfolgenden Abenden zum Dinner serviert bekam und unfotografiert genossen habe.

Sorry, ich habe leider kein Foto für Euch!

Besonders gefällt mir auf der Insel, dass zusammen mit dem einen oder anderen Glas Wein (weiß oder rosé) auf Wunsch und Nachfrage ein Glas Wasser mit oder ohne Eis und Zitronenscheibe kostenlos serviert wird, während man hier bei uns oft horrende Preise für stilles Wasser in Flaschen bezahlen muss.

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Sie zahlte mein erstes Gehalt, damals vor x-zig Jahren, als WerkstudentInnen ihren Lohn noch in einer Klarsichttüte im Personalbüro ausgezahlt bekamen.

Sie gab mir Arbeit in den Semesterferien, um meine Urlaube, mein Outfit, mein Auto und all den Luxus, den ich mir vom elterlichen Unterhalt nicht hätte leisten können, zu finanzieren.

Sie gab mir Arbeit, als mich die Lehrerschwemme in die Arbeitslosigkeit spülte.

Sie sorgte dafür, dass ich nicht „von der Schule in die Schule ging“, sondern Einblick bekam in das „richtige Arbeitsleben“.

Sie lehrte mich Wörter wie „kathodischer Schutz“ und „Vorarbeitermehrstunden“.

Sie bezahlte mich viele Jahre für das Erstellen einer frühmorgendlichen Pressemappe für die Vorstandsetage und für die Betreuung ausländischer Besucher in der Hauptverwaltung an der Huttropstraße.

Sie lehrte mich den Umgang mit Telefonistinnen, Büroboten und Registraturmitarbeitern und Empfangsdamen.

Sie lehrte mich die Macht von Vorzimmerdamen in Vorstandsetagen, die sich Chefsekretärin nannten und nicht Personal Assistant.

Sie lehrte mich den Umgang mit Bereichs- und Hauptbereichsleitern, vom Typ „väterlicher Freund“ bis „scharfer Hund“.

Sie lehrte mich den Umgang mit IBM-Kugelkopfschreibmaschinen und Magnetkarten zur Speicherung von Textdokumenten.

Sie lehrte mich das Aktualisieren von Loseblattsammlungen und das Radieren auf Rechnungsbögen mit 5 Durchschlägen.

Sie lehrte mich Geschäftsbriefe nach Stichworten zu formulieren und Verträge von knarzenden Diktafon-Kassetten abzuhören.

Sie ermöglichte meinen Eltern bis zu ihrem Tod ein Rentnerdasein ohne finanzielle Sorgen.

Seit heute ist die RUHRGAS tot, die Nachricht von ihren Ende stimmt mich wehmütig.

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Vorwort:

  • Falls Sie in Berlin wohnen, werden Sie in diesem Blogeintrag nicht viel Neues erfahren und im günstigsten Fall ein wenig Mitgefühl hegen.
  • Falls Sie nicht in Berlin wohnen, aber schon einmal dort waren, werden Sie vielleicht wissend grinsen und im günstigsten Fall ein wenig Mitgefühl hegen.
  • Falls Sie weder in Berlin wohnen, noch jemals dort zu Besuch waren, aber vielleicht planen, einmal dorthin zu reisen, dann dürfte dieser Blogeintrag ihnen vielleicht ein paar Kilometer Fußmarsch und einige Euro Taxirechnung ersparen.
  • Falls Sie nicht in Berlin wohnen und auch nicht vorhaben, jemals dorthin zu reisen, dann werden Sie entweder nicht weiterlesen oder im günstigsten Fall ein wenig Mitgefühl hegen.

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… darf ich ab sofort das Wappen meiner Lieblingsstadt auf meinem Blog verwenden.

Sehr geehrte Frau [Ladybird],
herzlichen Dank für Ihr Interesse, das Wappen Ihrer Geburtsstadt verwenden zu wollen. […] Nach Ansicht Ihrer Homepage, auf der Sie bereits das stilisierte NRW-Landeswappenzeichen benutzen, habe ich keine Bedenken, wenn Sie das Stadtwappen in ähnlicher Weise verwenden, also als „Button“ zur Verlinkung mit der Homepage www.essen.de.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage
[…]
Stadt Essen
Der Oberbürgermeister
Amt für Ratsangelegenheiten und Repräsentation
Rathaus
45121 Essen

Dankeschön, Herr Oberbürgermeister.

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Gerne hätte ich ihnen den Kartoffelgratin gezeigt, den es zu den gebratenen Hähnchenfilets heute abend gab. So wunderbar goldbraun und knusprig war die oberste Schicht und ganz cremig-zart waren die Kartoffelscheiben darunter. Farblich ein schöner Kontrast zu dem grünen Salat mit den roten Tomatenstückchen und den weißen Champignonscheiben. Eine Augen- und Gaumenweide. Für „das große Kind“, das heute zu Gast ist und bei Mama übernachtet, gab es noch gedünstete, orangefarbene Möhrchen. Doch erst als ratz-fatz auch das letzte Häppchen in unseren Mägen verschwunden war, fiel mir ein, dass ich ein Foto machen wollte. Tja, nun müssen sie ihre Fantasie spielen lassen und mir glauben, dass es ein köstliches Sonntagabendessen war. Schnell und lecker. Die Fotos gibt es dann beim nächsten Mal. Versprochen.

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