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Posts Tagged ‘Fräulein Paula’

Manchmal, wenn seine Mama arbeiten muss und sein Papa geschäftlich unterwegs ist, darf ich das Lieblingsbaby einen Tag lang bespaßen. Gestern war ein solcher Tag.

Wir beginnen mit Leberwurstbrot und Fencheltee zum Frühstück. Der kleine Mann isst fast alle kleinen Brotwürfel, bis auf die mit viel Kruste, die lutscht er ab und reicht sie Fräulein Paula, die während seines Frühstücks aufmerksam neben dem Hochstuhl Wache hält, damit derartige Häppchen gar nicht erst auf dem Fußboden landen. Zwischendurch leckt sie gerne Leberwurstreste von der ausgestreckten Babyhand. Früh übt sich, wer sein Personal im Griff haben will.

Danach räumen wir gemeinsam die Küche auf. Ich wische mit dem Lappen über die Arbeitsplatte, mein Assistent wischt das Innere der Waschmaschine und trocknet die Gummidichtung. Ich bitte ihn, die unteren Bretter seines Hochstuhls zu wischen, was er sofort erledigt.

Danach spielen wir im Wohnzimmer während das Fräulein Paula auf dem Sofa liegt und uns aufmerksam beobachtet. Bevor wir uns um das Mittagessen kümmern machen wir eine kurze Kaffeepause mit einem „Frechen Freund“. Danach ist ein Windelwechsel nötig.

Dann beginnt die Zubereitung des Mittagessens. Im Kühlschrank finden wir alle Zutaten für eine Nudel-Zucchini-Pfanne und machen uns an die Arbeit. Ich hole einen Stuhl, damit das Lieblingsbaby mir an der Arbeitsplatte zur Hand gehen kann. Ich koche knapp 400 g Vollkornspaghetti, schneide 800 g Zucchini mit dem Sparschäler in Streifen und 2 Tomaten in kleine Würfel, hacke ein halbes Bund glatte Petersilie. Mein Assistent sortiert das Gemüse und kontrolliert den Feinschnitt von Tomaten und Petersilie sehr sorgfältig. Das Fräulein Paula sitzt ebenfalls in der Küche, schließlich muss der Fußboden ja sauber bleiben.

Das Lieblingsbaby probiert Tomatenwürfel (lecker), Petersilie (nein, nicht lecker) und gekochte Vollkornspaghetti (ok). Fräulein Paula verzichtet auf Rohkost und probiert Spaghetti. Nach und nach gelangen alle Zutaten in die Pfanne, es kommen Parmesankäse, Milch, Sahne und Gewürze dazu, die gekochten Spaghetti heben wir unter. Dann füllen wir unsere Schälchen und essen zu Mittag. Fräulein Paula übernimmt wieder die Hochstuhlwache und darf zum Schluss den Rest aus unseren Schälchen lecken.

Fazit: Die Nudelpfanne ist sehr lecker, der Käse hat ein bisschen geklumpt, die Zucchini waren ein bisschen groß, um sie mit dem Sparschäler in Streifen zu schneiden. Vollkornspaghetti schmecken dem Lieblingsbaby, müssen aber, gründlich zerkleinert werden, damit sie auf den Löffel passen.

Nach dem Essen räume ich die Küche auf, mein Assistent sortiert die Töpfe im Regal.

Wir trinken einen Kaffee/Fencheltee und essen einen Keks, Fräulein Paula bekommt ein Leckerchen.

Das Lieblingsbaby ist kein Freund von Mittagsschlaf. Gerne lässt er sich von Mama ein wenig im Tragetuch herumtragen, um ein Nickerchen zu machen, ein Service, den ich ihm nicht bieten kann. Stattdessen biete ich eine Ausfahrt im Buggy an und ernte Zustimmung. Der kleine Mann will direkt in der Wohnung einsteigen, ich bestehe jedoch darauf, dass wir zunächst warme Jacken und Mützen anziehen. Wir schicken das Fräulein Paula aufs Sofa zum Mittagsschlaf.

Nachdem ich mehrfach kontrolliert habe, dass ich den richtigen Wohnungsschlüssel in der Tasche habe, trage ich Kind und Buggy die Treppe hinunter und wir machen uns auf den Weg. Die Sonne scheint, Tief Egon ist zum Glück damit beschäftigt, Schnee im Sauerland zu verteilen. Nach 10 Minuten Fahrt ist der kleine Mann eingeschlafen und wacht erst wieder auf, als wir nach 45 Minuten zurück sind.

Inzwischen ist sein Papa zu Hause und übernimmt das Spielprogramm. Wir trinken noch einen Kaffee zusammen und das Lieblingsbaby verputzt eine große Portion Apfelkompott mit Quark. Das Fräulein Paula bekommt nichts, sie hat während unserer Abwesenheit die Box mit den Leckerchen „geknackt“, nachdem „ganz zufällig“ meine Tasche vom Tisch gefallen war.

Als ich kurze Zeit später die Jacke wieder anziehe, um nach Hause zu fahren, will das Lieblingsbaby auf den Arm genommen werden und winkt dem Papa zum Abschied. Die Frage, ob er mitkommen wolle, beantwortet er mit „da“ und lässt sich nur zögerlich davon überzeugen, dass seine Mama traurig wäre, wenn sie nach Hause kommt und ihr Baby ist nicht da.

Es hat Spaß gemacht, den Tag mit dem Lieblingsbaby zu verbringen. Ich freue mich auf den nächsten „Einsatz“.

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Seit Samstag habe ich einen neuen Freund. Er ist noch ganz klein, aber ganz gesund und vor allem ganz, ganz niedlich und wir haben ihn alle ganz doll lieb.

LittleBabyBoy

Ich freue mich mit dem „kleinen Kind“, das seine Mama ist, mit seinem Papa, mit dem „großen Kind“, das seine stolze Tante ist und mit Fräulein Paula, die sich wundert, dass aus Frauchens rundem Bauch nur ein Welpe herausgekommen ist und ihn gerne bemuttern würde, mit Herrn Asko, dem Streuselstuten lieber ist als Baby gucken und mit Fräulein Lina, die das neue Rudelmitglied sehr gelassen hinnimmt.

Welcome, little baby boy, and remember: When Mummy says „No“, come and ask Granny.

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Das Fräulein Paula ist zu Besuch beim großen Kind. Und weil es dort Parkettfußboden gibt, auf dem Hundepfoten nicht gut laufen können und außerdem manchmal Kratzer machen, trägt die (Hunde)Dame von Welt schicke Noppensocken.

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Und damit Frau Ladybirds Stiefelabsätze keine Kratzer auf dem Parkett hinterlassen klebt „das große Kind“ kurzerhand Filzgleiter drunter. Coole Idee. 👍

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Liebes Fräulein Paula,

heute darfst du dich feiern lassen. Der 1. Juni ist der Tag des Hundes, ganz offiziell und so. Zur Feier des Tages gibt es bestimmt überall wo duhinkommst eineExtraportionLeckerchen, ganz viele Streicheleinheiten und du darfst es dir auf dem Sofa gemütlich machen. Und wenn nicht – komm vorbei, hier gibt es von allem reichlich.

Deine FrauLadybird ♥

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An diesem Wochenende darf das Fräulein Paula dem Frauchen mal wieder Modell stehen bzw. liegen. Und sie macht das inzwischen schon sehr professionell. Besonders wenn sie fürs Foto auf dem Sofa oder auf dem Bett liegen darf. Was sie ja sonst niiiiiiiemals machen würde, oder?

Lazy dog

 

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Mein Freund, der schwarze Ben, wurde vor einigen Wochen von dem Leiden seines Alters erlöst. Gestern durfte ich seinen Nachfolger im Haus der besten Freundin kennenlernen, den zweijährigen Sam.

Mein Name ist Sam

Mein Name ist Sam

Ich glaube, der würde dem Fräulein Paula gefallen.

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Mittwoch

Ich entscheide mich spontan, einen Besuch beim großen Kind zu machen, weil ich dort auch das kleine Kind und das Fräulein Paula treffen kann, bevor das „kleine Kind“ für unbestimmte Zeit in die ehemalige Bundeshauptstadt entschwindet, um dort die Freundin von Fräulein Paula und deren Herrchen zu besuchen. Das Fräulein Paula vermisst ihre Freundin zurzeit sehr und freut sich schon, wenn man deren Namen nur erwähnt.

Da ich das Fräulein Paula nicht zu sehr verwöhnen will, bringe ich statt ungesunder Industrieleckerchen ein köstliches Snackmöhrchen mit, das sie zwar freundlich entgegennimmt, jedoch sehr bald im hochflorigen Teppich versteckt und keines Blickes mehr würdigt. Stattdessen nimmt sie mit Begeisterung ein Stück vom holländischen Keks. So viel zum Thema „gesunde Ernährung für das Haustier“.

Das Fräulein Paula ist inzwischen ziemlich gut erzogen, was sie bei einem Spaziergang durch die Fußgängerzone auch unter Beweis stellt. Tapfer blickt sie zur Seite, als zwei unerzogene, kläffende Artgenossen auf der gegenüberliegenden Straßenseite um Aufmerksamkeit bellen. Brav liegt sie (unter Aufsicht) vor der Metzgerei und wartet, bis ich mit meinem Einkauf wieder heraus komme. Ich schenke ihr dafür das Stückchen Fleischkäse vom Probierteller auf der Wursttheke. Das Schoßhündchen im Eiscafé würdigt sie kaum eines Blickes sondern versucht, ihre langen Beine möglichst elegant unter dem Café-Tisch zu arrangieren, um dann geduldig zu warten, bis sich ihre Menschen drei Berge von Spaghetti-Eis einverleibt haben.

Rechtzeitig vor dem Feierabend-Stau mache ich mich auf den Heimweg.

Donnerstag

Bürotag. Ich mache mich daran, die Papierberge in meinem Arbeitszimmer zu bezwingen, räume nach mehr als einer Woche Ferien endlich meine Schultasche aus und Schulbücher in die Regale. Fertig werde ich nicht. Gegen Nachmittag wird es unterm Dach so heiß, dass ich die Arbeiten einstelle und im unteren Teil der Wohnung ein wenig Kühle suche. Die Dockingstation meines alten Smartphones, die bereits mehrfach im Auktionshaus zum Verkauf stand, findet endlich einen Käufer. Ich packe das Päckchen, das die Hardware auf den Weg zu ihrem neuen Besitzer bringen soll und fahre es mit dem Fahrrad zum Postlädchen.

Als der Balkon endlich im Schatten liegt, grillen wir die Koteletts, die ich am Mittwoch beim Hundespaziergang eingekauft habe.

Die sind gut, oder?

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