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Posts Tagged ‘Frust’

… ist die Welt noch in Ordnung. Frau Ladybird genießt das Ausschlafen, draußen wird es langsam hell. Der Mann im Haus wird gleich Kaffee kochen, wir werden gemütlich frühstücken. Danach werde ich noch ein paar Dinge für den heutigen Unterricht zusammenrufen und mich um halb zehn auf den Weg zur Schule machen. So weit die Planung.

Um viertel vor acht klingelt das Festnetztelefon und Frau Ladybird stolpert ohne Brille ins Arbeitszimmer, um das Gespräch entgegen zu nehmen. Frau Ladybird vergisst – weil ohne Brille – auf das Display zu schauen, sonst hätte Sie das Gespräch vielleicht gar nicht erst angenommen. „Können Sie kommen?“, fragt die Schulsekretärin, „In der 5c ist der Englischlehrer ausgefallen und wir haben niemanden mehr.“ Frau Ladybird ist sauer, weiß aber, dass die Schulsekretärin nur die Überbringerin der Nachricht ist, erspart dieser den Wutausbruch und verspricht, zu kommen. Frau Ladybird geht übellaunig ins Bad, zieht sich an, trinkt einen Kaffee, den der Mann im Haus inzwischen gekocht hat, wirft eilig ein paar Dinge für den Unterricht in der 9c in die Tasche und verlässt das Haus durch den Hinterausgang. Das Auto ist noch nicht auf diesen frühen Aufbruch vorbereitet, die Scheiben sind von einer dünnen Eisschicht überzogen. Der Tank ist so gut wie leer, für einen Abstecher zur Tankstelle reicht die Zeit nicht mehr.

Als Frau Ladybird den Klassenraum der 5c betritt, sitzen die Kids bereits über ihren Aufgaben, stehen aber sofort auf, um die unbekannte Lehrerin zu begrüßen. Ich schreibe meinen Namen an die Tafel. „Good morning, everybody.“ „Good morning, Frau Ladybird„. Die nächsten 45 Minuten verbringe ich damit, dem einen oder der anderen Tipps beim Erledigen der Englischaufgaben im Workbook zu geben. Ich bekomme einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise des Kollegen. Doch das ist eine andere Geschichte.

Bevor ich mich um halb eins ins Wochenende verabschiede, sehe ich auf dem Vertretungsplan für Montag, dass ich in meiner Freistunde zur Vertretung in einer 8. Klasse vorgesehen bin. Mein Tag beginnt um 8 Uhr mit Unterricht im LK und endet um 18.40 Uhr nach den Zeugniskonferenzen.

Ommmm….

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Es ist einfach ärgerlich, wenn man einen Filmclip gefunden hat, der den Schülerinnen und Schülern das Thema Apartheid und Nelson Mandela anschaulich vermittelt und die dazu notwendige Technik in der Schule dann nicht funktioniert. Dabei sah es zunächst danach aus, als sollte alles wunderbar klappen. Der Beamer erkannte das Notebook, das Notebook erkannte meinen USB-Stick, die mp4-Datei ließ sich öffnen … doch dann gab es keinen Ton, weil die schuleigenen, mobilen Boxen nicht funktionfähig waren. Wie ärgerlich, wenn Medieneinsatz im modernen Fremdsprachenunterricht an einer Komponente scheitert. Ich war einfach zu optimistisch, hätte es wissen sollen und meine eigenen, transportablen Lautsprecher mit in die Schule nehmen müssen.

In der Hoffnung, dass Computer, Beamer und Boxen im Informatikraum das Problem lösen würden, zogen alle Schüler einige Räume weiter. Doch auch dort gab es nur ein Bild, keinen Ton. „Das Lautsprecherkabel ist schon lange kaputt„, erklärte mir einer der Schüler, der in diesem Raum regelmäßig Informatikunterricht hat. Wie blöd ist das denn? Sollen wir eine Sammlung machen für ein neues Lautsprecherkabel? Eine solche Reparatur kann doch nicht allzu schwierig sein!

Eine verschwendete Stunde – für alle Beteiligten. Schade. Frust. Wut.

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Frust ist

… wenn man sich auf grünes Bier, grünen Cider und irische Folkmusik im local Pub freut und dann feststellen muss, dass bereits um acht Uhr jedes Sitz- und fast jedes Stehplätzchen besetzt ist. Nix mit irischer Gastfreundschaft. Und wenn einem dann auch noch die „bad guys“ aus dem Englisch LK unter grünen Hüten bierselig zuwinken, dann bleibt nur noch Flucht und Rücksturz zur Basis. Blöd das.

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