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Posts Tagged ‘Ganztag’

Das große Jammern über den neuen Stundenplan ist nicht nötig, aber zum Jubeln ist auch kein Grund. Wenn Sie mal schauen möchten:

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Der Mittwoch ist nach Aussage des Stundenplanverantwortlichen unabänderbar wegen der Blockung der Stunden in der Oberstufe. Leider lassen sich die Stunde der 6a vom Mittwoch oder die Doppelstunde vom Montag nicht dorthin verlegen, das hätte mir gut gefallen. Dann muss ich es wohl so hinnehmen. Wenn zum Halbjahreswechsel 4 Stunden Geschichtsunterricht „bilingual“ in der 9. Klasse dazukommen, werden sich die Lücken schon füllen. Bis dahin heißen die Lücken „Springstunden“ und werden gerne in „Vertretungsstunden“ verwandelt, von denen jeder Lehrer drei pro Monat kostenlos erteilen muss. Kommt eine vierte hinzu, kann er/sie alle vier als Mehrarbeit abrechnen.

Positiv: Obwohl ich an einem Ganztagsgymnasium unterrichte, habe ich nur am Montag Nachmittagsunterricht in meinem Leistungskurs. An allen übrigen Tagen endet der Unterricht für mich um halb zwei und ich kann den Nachmittag frei gestalten. Mittwochs und donnerstags vormittags kann ich ausschlafen oder die Morgenstunden für Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen nutzen. Dann bleibt der Nachmittag frei für Privates und Persönliches.

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Wir sind ein sogenanntes Ganztagsgymnasium. Das bedeutet u.a., dass die Lernzeit der Schüler in den Schultag eingebunden ist und die klassischen Hausaufgaben entfallen. Übungen zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sollen und müssen in der Schule erledigt werden. Der Lehrer / Die Lehrerin beaufsichtigt die Klassen in dieser Lernzeit und sorgt für eine angemessene Arbeitsatmosphäre. Freitags ist diese „Übungsstunde“ für mich die letzte, für die SchülerInnen „meiner 8. Klasse“ die vorletzte Stunde vor dem Wochenende. Entsprechend entspannt ist die Atmophäre im Klassenraum.

Lehrersicht

Übungsstunde aus der Lehrerperspektive

Beachten Sie bitte den Bücher- und Heftestapel in der 2. Reihe. Dieser Schüler baut regelmäßig jedes seiner Bücher und alle seine Hefter und Ordner sowie eine Anspitzmaschine vor sich auf, bevor er mit der Arbeit beginnt. 😉

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Die Ferien gehen zu Ende. Während die Kids noch ganz entspannt ein paar freie Tage bis Mittwoch genießen und die eine oder andere Familie erst am Wochenende aus dem Urlaub zurückkommt, hat für uns Lehrer die Schule schon wieder begonnen. Traditionell trifft man viele Kolleginnen und Kollegen am Donnerstag vor dem letzten Ferienwochenende in der Schule, weil die Schulleitung dann das Geheimnis um den neuen Stundenplan lüftet.

Es hätte schlimmer kommen können!

Es hätte schlimmer kommen können!

Nur am Mittwoch bin ich vom „Ganztag“ betroffen, an den übrigen Tagen endet mein Unterricht schon am Vormittag. Leider kann ich den Dienstagnachmittag nicht immer genießen, denn da ist „Konferenztag“. Auf jeden Fall ein Plan, mit dem ich gut leben kann.

Montag um 11 Uhr ist die erste Konferenz, am Dienstag Nachprüfungen und am Mittwoch heißt es dann wieder: Back to school!

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„Ich kann bis Montag die Präsentation „About me“ nicht vorbereiten“, sagt L. am Ende der Englischstunde, „meine Eltern kommen mich nach dem heutigen Unterricht abholen und dann fahren wir weg.“ Mein Vorschlag, die wenigen Sätze, die er als Einstieg in die mündliche Prüfung über sich, seine Hobbys, Vorlieben und Abneigungen vorbereiten muss, einfach auf der Fahrt zusammen mit seinen Eltern zu proben, weist er von sich. „Wir haben doch frei!“, entgegnet er. Ok, dann werden seine Eltern im Schulplaner bestätigen, dass am Wochenende keine Zeit war, ein paar Sätze über die eigene Person auf Englisch einzustudieren.

Hausaufgaben in der Ganztagsschule sind ja eh ein „no-go“, seit die Schulleitung den Eltern bei der Anmeldung versichert hat, dass ihre Kinder, wenn sie nach Hause kommen, ihre Übungsaufgaben bereits alle in der täglichen Übungsstunde erledigt haben. (Träum weiter, liebe Schulleitung!) Vokabellernen und Vorbereitung auf Klassenarbeiten bzw. Prüfungen natürlich ausgenommen. Das haben die Kids mit angehört und da hilft es nun auch nicht, dass wir Schriftstücke mit 6 Unterschriften mit nach Hause geben, in denen wir versuchen zurück zu rudern und die Schüler auffordern, die Sprachenbücher regelmäßig mit nach Hause zu nehmen, um Lesen zu üben, Vokabeln zu lernen und Texte von der mitgelieferten CD anzuhören. Die einen haben das schon immer gemacht und stopfen meist am Freitag alle Bücher in ihre Rucksäcke und die anderen genießen weiterhin ein bücher- und lernmittelfreies häusliches Leben.

Ich würde gerne ein korrekturfreies Wochenende genießen, doch liegt da noch eine Klassenarbeit und ein Stapel Projektmappen sowie zwei Vokabeltests, die den Genuss von 4 unterrichtsfreien Tagen einschränken. Dennoch, jetzt genieße ich erst einmal einen korrekturfreien Nachmittag und einen anschließenden Kinoabend in 3D.

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Frau Brüllen lud ein zur Tagebuch-Blogging-Woche. Ich fand die Idee prima, bedachte aber nicht, das heute nicht viel Zeit sein würde fürs Blog-Schreiben, weil doch „das kleine Kind“ Geburtstag feierte. Dennoch – noch ist heute und Zeit für einen Rückblick auf „meinen Montag“.

Wecker um 6 Uhr. Frühstück um 7 Uhr. Abfahrt zur Schule zu 7.30 Uhr. Vom dem Dach des Hauses gegenüber grüßt mich ein Schornsteinfeger. Ich mache ein Foto:

Glück für den neuen Tag?

Ankunft Schule 7.50 Uhr. Im Kopierraum ist bereits eine Warteschlange. Ich kopiere ein Arbeitsblatt für den EF-Kurs in der 1. und 2. Stunde. Im Lehrerzimmer klebt der Chef gerade ein Blatt mit den aktuellen Anmeldezahlen ins Mitteilungsbuch, er ist sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis der Anmeldewoche. Ich finde meinen Namen auf dem Vertretungsplan, eine Übungsstunde in der 6. Klasse muss in der 7. Stunde vertreten werden.

Nach zwei Stunden im Grundkurs der EF eine Freistunde. Ich gehe in den Lehrerarbeitsraum und korrigiere eine der letzten drei „Vorabi“-Klausuren.

Meine 7. Klasse hat die letzte Stunde vor der Klassenarbeit am kommenden Donnerstag. Wir üben noch einmal das Hörverstehen. Ich spiele einen Text zum Thema „Media“ ab. Im Verlauf einer fiktiven Radiosendung erzählen drei Jugendliche, welche Bedeutung Medien für sie haben. Die Skala reicht vom Bücherwurm bis zum Internet-Freak. Die Klasse wirkt gelangweilt.

Die nächste Stunde ist erneut eine Freistunde. Ich sitze wieder im Lehrerarbeitsraum und korrigiere die vorletzte der Klausuren. Diesmal ist das Ergebnis enttäuschend, ich verstehe kaum die Aussageabsicht des Schülers. Am Ende der Klausur schreibt er: „Sorry für das Durcheinander!“

Der Schultag endet mit zwei Übungsstunden in zwei 6. Klassen. Ich beende die 7. Stunde pünktlich, damit noch genügend Zeit für „Aufräumarbeiten“ (Tafel putzen, Stühle hochstellen, fegen) bleibt. Meine Jacke habe ich schon mit in den Klassenraum genommen, so dass ich das Schulgebäude ohne weitere Umwege verlassen kann. Es ist 14.30 Uhr als ich mit dem Auto das Schulgelände verlasse.

Während der 15-minütigen Fahrt nach Hause gehe ich im Kopf die weitere Planung durch. Torte dekorieren und transportsicher verpacken, umziehen, die Tüte mit den Geschenken steht schon bereit.

Zu Hause läuft alles nach Plan, wenig Minuten nach 15.00 Uhr kann ich mich auf den Weg zur Geburtstagsfeier machen.

Am Ort des Geschehens herrscht reges Treiben. Das Geburtstagskind kann ich zunächst in dem Gewusel von 12 Hundebeinen nicht ausmachen. Ich frage mich, wer hier den meisten Spaß beim Auspacken der Geschenke hat.

Wenn ich meine Kamera nicht am Ort des Geschehens vergessen hätte, könnten Sie hier jetzt ein Foto von der Geburtstagstorte sehen. So sehen Sie ein Foto vom Geburtstagskind:

vor 23 Jahren ...

vor 23 Jahren …

Zum Abendessen mache ich mit dem „großen Kind“ Pizza. Sie erinnern sich vielleicht an die tröstenden Worte meine Bettnachbarin im Krankenhaus „Erstes Kind Mädchen – gut – kann Mutter helfen.“ Das „erste Kind“ hat alle Zutaten für die Pizza eingekauft, das Rezept stammt aus WDR-Sendung „Der Vorkoster“ [LINK]. Ich knete den Teig, das Kind verteilt den Belag. Trotz des ungewohnten Gasbackofens findet das Ergebnis die Zustimmung aller Geburtstagsgäste. Von drei Blechen (Teig von 900 g Mehl) bleibt nur ein kleines Stückchen übrig und darüber darf sich „Fräulein Paula“ freuen.

Am frühen Abend fahre ich zurück nach Hause, es schneit bereits ein wenig, die Streufahrzeuge sind unterwegs, das verheißt nichts Gutes.

Fazit des ersten Tages in der Tagebuch-Blogging-Woche:

Auch Lehrer haben ein Privatleben – oder: Schule und Familie – Alles nur eine Frage der Organisation

Lesen Sie morgen in diesem Blog, warum Lehrer auch manchmal vormittags frei haben.

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… bin ich bis 16 Uhr in der Schule. Und immer wieder montags versuche ich zwischen 15.15 und 16 Uhr achtundzwanzig (28) kleine Sechstklässler, früher nannten wir sie „Quintaner“, im Englischen zu fördern. Der Klassenraum hat keine Vorhänge, die Außenjalousien sind schon seit Jahren außer Betrieb, da es für eine notwendige Reparatur keine Ersatzteile mehr gibt. Also scheint die Sonne ungehindert in den Klassenraum. Die Hitze verlangsamt den Denkprozess und es fällt schwer, unregelmäßige Verbformen zu bilden, den Unterschied zwischen einem positiven Aussagesatz und einem negativen Aussagesatz zu erkennen und  Satzbausteine entsprechend zu Sätzen zu verbinden. Alle sind froh, als er Gong uns nach Hause schickt.

Und heute abend darf ich noch einmal in die Schule, es ist Elternabend in meiner Klasse.

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… sagte L. und legte den Kopf auf den Tisch, als er um 15.30 Uhr einen englischen Satz von der Tafel in sein Workbook schreiben sollte. Vielen seiner MitschülerInnen ging es ähnlich, auch wenn sie ihre Empfindungen nicht ganz so ungeniert zum Ausdruck brachten.

Es lebe der Ganztag!

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