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Posts Tagged ‘highlander’

Schon wieder ist ein Monat vergangen und es ist Zeit für den Tagebucheintrag, den Frau Brüllen ins Leben gerufen hat.

Ich erspare Ihnen die üblichen Details wie Aufstehen, Waschen, Schminken und Zähneputzen. Der Mann im Haus besorgt die Frühstückbrötchen, während ich versuche, die Eier nicht wieder glibberig zu kochen. 6 Minuten fallen offensichtlich nicht immer gleich lang aus. Nach dem Frühstück begebe ich mich direkt an meinen Schreibtisch und mache mich an die Korrektur einer Klausur eines „Nachschreibers“. Einige Milliliter rote Tinte später ist das Projekt abgeschlossen, mehr als ein „ausreichend“ kann ich leider nicht vergeben.

Danach nehme ich gleich die nächste ungeliebte Tätigkeit in Angriff, es gilt Noten für die „sonstige Mitarbeit“ zu verteilen, um sie morgen den EF-Schülern mitteilen zu können. Mit Hilfe eines Bewertungsschemas geht das diesmal recht zügig von der Hand. Ich hoffe, meine Vorstellungen decken sich weitestgehend mit denen der Schülerinnen und Schüler.

Gegen Mittag gönne ich mir eine kleine Pause und fahre in die Nachbarstadt, um dort den starken Männern unter den Rock zu gucken beim Steinstoßen zuzuschauen.

Auf dem Rückweg halte ich beim Obstbauern, kaufe ein Schälchen Erdbeere und fotografiere die blühenden Obstbäume für einen späteren Blogeintrag. Auf dem benachbarten Tulpenfeld locken mich vereinzelte bunte Blüten und laden zu Makro-Aufnahmen ein. Bei der Bearbeitung muss ich feststellen, wie schnell ich mit Photoshop wieder aus der Übung gekommen bin.

Schwarze Tulpe

Zurück am heimischen Schreibtisch spitze ich wieder den Rotstift und korrigiere Klausur Nr. 2 von 5 zum Thema „Analysing a political speech„, der Sachtextaufgabe aus dem diesjährigen Abitur. Leider kann ich nicht mehr als 9 Punkte vergeben.

Danach ist es Zeit für eine Pause und Erdbeeren mit Schlagsahne.

Bis zum Abendessen, das heute aus der Tiefkühltruhe kommen wird, werde ich mich noch ein wenig auf den morgigen Schultag vorbereiten. Danach wird der Sonntag wohl traditionell mit dem Tatort ausklingen.

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Es ist geschafft. Was mit einer Idee auf den British Days in Krefeld-Linn begann, nahm nach einigen Telefonaten, Mails und Gesprächen mit den Highlandern vom Niederrhein im Januar und Februar Gestalt an und beschäftigte mich nach dem Ende der Osterferien fast täglich. Für 72 Schülerinnen und Schüler unserer 7. Klassen sollten Highland Games auf dem Trainingsgelände der Highlander stattfinden. An 8 Stationen sollten die Schülerteams ihr Können und ihre Geschicklichkeit in 8 verschiedenen Disziplinen unter Beweis stellen. Die Games sollten den Höhepunkt des 3-tägigen Projekts „British Festivals and Traditions“ werden.

Die Projekttage begannen mit einem gemeinsamen englischen Frühstück am Mittwochmorgen, bei dem 210 Scheiben Toast, 140 Würstchen, 65 Scheiben Speck, Rührei aus 80 Eiern, mehrere Pakete Butter und diverse Gläser Marmelade innerhalb kurzer Zeit vertilgt wurden. Anschließend wurden Plakate zu verschiedenen britischen Themen erstellt und T-Shirts mit Logos und Clan-Namen für die bevorstehenden Highlandgames gestaltet. Ein englischer Spielfilm sorgte für Unterhaltung am Donnerstagnachmittag.

Noch vor dem normalen Unterrichtsbeginn am Freitagmorgen verließ die erste Schülergruppe den Schulhof zur 4o-minütigen Fahrt in den Nachbarort zum Austragungsort der Spiele. Dort kämpften sie knapp 3 Stunden um Punkte in den Teamwettbewerben, stemmten Steine, warfen Hufeisen, schleuderten Gewichte weit und Heusäcke hoch. Sie rollten ein mit Sand gefülltes, 200 kg schweres Fass in weniger als 40 Sekunden zweimal um einen Traktorreifen und zogen 2 Baumstämme am langen Arm Runde um Runde durch einen Parcours. Zu viert oder fünft schulterten sie einen Baumstamm und absolvierten einen Slalomparcours. Am Mittag wurden Sie von der zweiten Gruppe abgelöst, die sich mit genauso viel Elan in den Wettkampf stürzte und ebenfalls 3 Stunden lang um Sieg und Punkte kämpfte.

Einen Eindruck von den einzelnen Wettkampfdisziplinen bekommen Sie hier:

Die Veranstaltung wurde begleitet von einem echten schottischen Dudelsackspieler, der manchmal einsame Runden über den Platz zog und ein anderes Mal mit schnellem Spiel die Teams zu Höchstleistungen anspornte.

Playing the Bagpipes

Zwischendurch gab es die eine oder andere Darbietung der Profis. Der Chef der Highlander demonstrierte persönlich die Königsdisziplin schottischer Highland Games, Tossing the Caber (Baumstamm-Stemmen).

Tossing the Caber (klick drauf!)

Ein „Fruchtzwerg“  ließ den Schottenrock fliegen und schleuderte das Eisengewicht meterweit in die Botanik.

Gewicht Weitwurf

Am Ende des Tages waren sich alle Beteiligten einig: es war ein gelungenes Projekt, es hat Veranstaltern und Teilnehmern Spaß gemacht und wir wollen es gerne im nächsten Jahr wiederholen. Dann wird es vielleicht auch eine Lehrermannschaft geben, die sich der Herausforderung stellt. Let’s wait and see.

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