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Posts Tagged ‘Industriegeschichte’

Nach einer kurzen Pause im Hotel, machen wir uns auf den Weg in die Speicherstadt. Ein Besuch dieses historischen Lagerhauskomplexes stand ganz oben auf der Besichtigungswunschliste der besten Freundin, die sich, genauso wie ich, für Industriegeschichte und -kultur interessiert. Gemeinsam haben wir schon einige Industriemuseen besucht und besichtigt. [z.B. hier]

Der erste Bauabschnitt der Speicherstadt wurde vor dem Eintritt Hamburgs in den Deutschen Zollverein 1888 fertiggestellt. In den Lager- und Handelshäusern im Freihafengebiet nutzten die Hamburger Kaufleute ihr Privileg, Importgüter zollfrei zu lagern und zu verarbeiten.

Auch heute wird in der Speicherstadt noch Handel getrieben, doch dienen viele der historischen Gebäude als Museen. Das wohl bekannteste ist das Miniatur Wunderland, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt.

Wir wollen allerdings keines der Museen besuchen, sondern ein Abendessen in einem ganz besonderen historischen Gebäude einnehmen, der Oberhafen-Kantine. Auf dem Weg dahin sehen wir viele der historischen Gebäude, die seit Beginn des 21. Jahrhundert restauriert und renoviert worden sind und im Abendsonnenlicht ein beeindruckendes Bild abgeben.

Die Hafencity liegt auf der ehemaligen Insel Grasbrook und ist von zahlreichen Kanälen, den Fleeten, durchzogen, die einzelne, künstlich angelegte Hafenbecken miteinander verbinden und oft nur an einer einzigen Stelle auf einer Brücke überquert werden können. So dauert es eine ganze Weile, bis wir unser Ziel am östlichsten Teil der Insel, den Obertorhafen erreichen. Das kleine Restaurant liegt versteckt unter der Eisenbahnbrücke, über die Nah- und Fernverkehrszüge das Hafenbecken aus und in Richtung Hamburg Hauptbahnhof überqueren.

HH-2016-03-Kantine-1

Drinnen gibt es nur wenige Plätze. Wir bekommen zwei Plätze an einem Tisch in der oberen Etage, die wir über eine sehr steile Treppe erreichen. Beim Blick aus dem Fenster sind die vorbeifahrenden Züge zum Greifen nah. Zur Geschichte des kleinen Restaurants lesen Sie am besten [hier].

Wir bestellen Hamburger Abendbrot, trinken dazu Alsterwasser und danach Kaffee und machen uns ungefähr eineinhalb Stunden später sehr gut gesättigt auf den Rückweg zur U-Bahn-Haltestelle, um zum Hotel zurückzufahren.

Kantine-Abendbrot1: Lachs auf Linsensalat – 2. Matjesfilets – 3: Heringssalat – 4: Hausgemachter Senf – 5: Fisch in Bierteig – 6: Hamburger Bratwurst – 7: Kartoffel-Rosenkohl-Gratin – 8: Pulled Pork – 9: Grünkohl mit Mini-Mettwurst – 10: Labskaus mit Wachtel-Spiegelei – 11: Pellkartoffel-Salat – 12: Rohkost-Salat – 13: Hausgemachtes Brot – 14: Hamburger Weißwurst – 15: Kantinen-Frikadelle

Lesen Sie im letzten Teil: Hamburg-Perspektiven von Bord des ältesten und einzig echten Alsterdampfers

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