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Posts Tagged ‘Kartoffelsalat’

Freitag

Der Tag versprach heiß zu werden, so dass ich nach dem morgendlichen Lüften erst einmal sämtliche Rolläden heruntergelassen und den Ventilator im Arbeitszimmer einschaltete.

Beim Ausflug zum Wochenmarkt im Stadtviertel zeigte sich, dass nur ein Teil der sowieso kleinen Markhändlerschar gekommen war. Der Bio-Bauer fehlte, der Blumenstand und auch der Stand vom Erdbeerhof fehlte. Ich erstand Lachsfilet am Fischstand, 6 Eier beim Metzgerstand und 1 kg Kartoffeln und zwei rote Zwiebeln beim Gemüsebauern aus Geldern. Damit stand Fisch und Bayerischer Kartoffelsalat für das Abendessen fest. Bei sommerlicher Hitze verzichte ich gerne auf Mayonnaise im Salat.

Sommeressen

Sommeressen

Am Nachmittag waren die Temperaturen bereits weit über die 35°-Marke gestiegen. Dennoch zog es mich noch einmal nach draußen, wollte ich doch endlich den überquellenden Ordner mit der Loseblattsammlung zur Unterrichtsvorbereitung entlasten. Dafür brauchte ich einen Ordner im A5-Format, den es weder im Nachbarstädtchen noch im großen Supermarkt gab. Von wegen „einmal hin, alles drin“. Also Klimaanlage auf 25°C gestellt und auf zum Büromarkt am anderen Ende der Stadt. Dort gab es das Gewünschte und sogar zum Originalordner passend in Weiß. Über den Preis schweige ich besser, für dasselbe Geld hätte ich mehrere A4 Ordner im Discounter bekommen. Doch „Schönheit bei der Arbeit“ hat ihren Preis. Dafür gab es die Hefte im A5-Format, die ich meinen neuen Fünftklässlern als Vokabelhefte schenken werde, dort für 5 Cent pro Stück, da hat sich die Fahrt schon wieder gelohnt.

Schöne Ordnung

Schöne Ordnung

Im Bio-Supermarkt nebenan gab es dann noch ein leckeres Kefir-Getränk für den Rückweg und zwei Schoko-Waffeln aus der Gratis-Verkostung.

Am nächsten Tag lese ich in der Zeitung, dass mit 37,8 °C ein lokaler Hitzerekord aufgestellt wurde.

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„Das war dein bisher bester Kartoffelsalat“, sprach „der Mann an meiner Seite“ gestern Abend, nachdem er die erste Gabel von seinem Teller zum Mund geführt hatte. Ein sehr schönes Kompliment, dankeschön.

Gerne hätte ich auch die Meinung vom „großen Kind“ und „kleinen Kind“ gehört. Ob sie diesmal gesagt hätten: „Wie bei Oma“?

Schließlich versuche ich schon seit Jahren, meinen Kartoffelsalat, sowohl vom Geschmack wie von der Konsistenz, an den Kartoffelsalat anzunähern, den meine Mutter kiloweise in (fast) immer gleichbleibender Qualtiät zubereiten konnte. Ob für Polterabend, Einweihungsparty oder Geburtstagsfeier, fast immer gab es Kartoffelsalat von Mutti, zubereitet aus mindestens 5 Pfund festkochenden Kartoffeln vom Marktstand ihres Vertrauens.

Natürlich habe ich meine Mutter irgendwann nach dem Rezept gefragt. Die Ergebnisse meiner Bemühungen waren immer genießbar, auch lecker, aber selten „so wie bei Oma“. Solange Oma lebte, war es einfacher, sie um eine Schüssel Kartoffelsalat für die Party oder den Kindergeburtstag zu bitten, als selber zu experimentieren. Selbst wenn sie die Kartoffeln besorgte, war das Ergebnis nicht identisch, obwohl die richtige Kartoffelsorte schon einmal eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Salates ist. Weiterhin darf man auf keinen Fall Essigessenz durch normalen Essig ersetzten, darf auch die Essenz nicht mit Wasser verdünnen. Die Majonaise muss nicht aus Eigelb durch tröpfchenweises Hinzufügen von Öl hergestellt werden. Einfach ganze Eier verquirlen und mit der gleichen Menge Öl aufschlagen. Dieses sind Erkenntnisse aus meinen zahlreichen Kartoffelsalat-Versuchen, nach dem Tod der „Erfinderin“. Die Größe der Eier und die Menge Öl pro Ei ist nicht überliefert. „Kommt auf die Kartoffeln an“, pflegte meine Mutter zu sagen. Na super.

Gestern habe ich 1 kg kleine, gleichmäßig große,  festkochende Kartoffeln vom Bio-Bauern meines Vertrauens für knapp 2o Minuten (Garprobe!) gekocht. Danach habe ich die Kartoffeln in kaltem Wasser „abgeschreckt“ und dann direkt gepellt und eine Stunde abkühlen lassen.

Ich habe ein ganzes Ei und ein Eigelb von zwei am Morgen auf dem Markt frisch gekauften Eiern Größe L im „Mix-Fix“ geschüttelt, 1 Teel. Senf, eine Prise Salz und einen Spritzer Essig-Essenz dazu und noch einmal geschüttelt. Dann habe ich die Eimenge, es waren 100 ml, mit derselben Menge Sonnenblumenöl aufgefüllt und das ganze wieder kräftig geschüttelt. Daraus entstand eine dickflüssige, gelbe Mayonaise.

Nach einer Stunde Abkühlzeit habe ich die Kartoffeln in dünne Scheiben geschnitten. Auf jeweils eine Lage Kartoffelscheiben in der Schüssel habe ich „ein wenig“ Salz gestreut. Danach habe ich 1 Essl. Essig-Essenz und 3 Spritzer Maggie darauf gegeben, die Mayonaise darüber gegossen und den Salat mit zwei Löffeln vermengt. Dann habe ich noch eine kleine Schalotte in winzige Würfel geschnitten und untergemischt. Deckel auf die Schüssel und eine Stunde durchziehen lassen.

Nach einer Stunde habe ich probiert, noch ein wenig Salz und weißen Pfeffer aus der Mühle hinzugegeben. Fertig!

My best potatoe salad ever

Wir haben gebratenes Seelachfilet dazu gegessen, sehr lecker und grätenfrei nach vorheriger Behandlung mit einer Pinzette.

Seelachsfilet „Müllerin“

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