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Posts Tagged ‘Klassenarbeit’

Das Schuljahr geht noch zwei Wochen, noch immer sind nicht alle Klassenarbeiten korrigiert und noch längst nicht alle Zeugnisnoten für das Halbjahr festgelegt. Es liegt also noch ein arbeitsreiches Wochenende vor mir, bis zum kommenden Dienstag müssen die Noten für die Sek I, bis Mittwoch die Noten für die Sek II eingetragen werden.

Gestern war die letzte Klassenarbeit für die 7er geplant und dann kam Friederike – bzw. ihr Kommen wurde uns angekündigt. 23 von 30 Kinder wollten die letzte Klassenarbeit des Halbjahres nicht verpassen und kamen pünktlich zur Schule, die übrigen 7 blieben zu Hause. Ich habe die Arbeit schreiben lassen, die fehlenden Kinder hatten heute die Gelegenheit, eine von der Aufgabenstellung gleiche Arbeit mit anderen Materialien nachzuschreiben. Bildbeschreibung, eine Hörverstehensaufgabe und einen Text zum Leseverstehen galt es zu bearbeiten.

Zwei Drittel der Arbeiten habe ich bis heute Abend korrigiert, der Rest bleibt für morgen auf dem Schreibtisch.

Jetzt möchte ich die Jubliläumssendung der NDR-Talkshow sehen. Ein bisschen Vergnügen darf es auch für Korrekturlehrer geben, oder?

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Manch ein Schulprojekt kann richtig gefährlich sein, wenn man der Schilderung einer Siebtklässlerin glauben darf, die in ihrer Klassenarbeit über die „British Days“ an unserer Schule schreibt: „On the first day pupils were eaten by the lunch.“ Sie hat Glück gehabt, sie wurde nicht von einem Sandwich oder Würstchen verspeist und konnte von diesem spektakulären Event berichten. Wenn ich über zeichnerisches Talent verfügen würde, dann gäbe es ein Bild von dem Ereignis, das leider von keiner Kamera festgehalten wurde.

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Heute ist es mir wirklich schwer gefallen, mich nach der Korrektur von 27 Klassenarbeiten noch einmal zum Schreiben aufzuraffen. Dennoch, hier kommt mein Donnerstag:

Das mit dem Wecken um viertel nach sechs kennen Sie ja jetzt schon, das war auch heute nicht anders. Vielleicht ist es mir ein kleines bisschen schwerer gefallen aufzustehen als gestern, aber auf derartige Befindlichkeiten nimmt mein Stundenplan keine Rücksicht. Noch hat niemand die Gleitzeit in der Schule eingeführt. Zudem muss ich Haare waschen, also nix mit „noch 5 Minuten liegen bleiben“.

Kaffee, Toast und Rosinenstuten zum Frühstück, ein Blick in die Zeitung, dann noch ein paar Kleinigkeiten in die Schultasche packen, die sich heute problemlos schließen lässt. Nur Unterricht in Klasse 6 heute, Klasse 7 schreibt Klassenarbeit, daher nur kleines Gepäck.

Das Auto steht wieder am gewohnten Platz, ist jedoch schneebedeckt. Ich fege die Scheiben frei, den restlichen Schnee pustet der Fahrtwind später vom Dach und von der Motorhaube. Als ich auf dem Lehrerparkplatz ankomme, sind die vorderen Parkplätze bereits alle belegt. Ich finde den vorletzten Platz im zweiten Feld. Heute gibt es keine Sonne und keinen weißen Rauch, Bäume und Sträucher sind schneebedeckt, der Himmel ist grau.

Immer noch Winter

Immer noch Winter

Die Siebtklässler schreiben ihre Arbeit ohne besondere Probleme. Nach 60 Minuten ist alles geschafft und die Hefte im roten Beutel verstaut. Wochenendbeschäftigung.

In der 3. Stunde muss ich wieder einmal in einer 9. Klasse Vertretungsunterricht geben. Die SchülerInnen haben Aufgaben, die sie allerdings nicht erledigen möchten. Einige kenne ich aus dem Geschichtsunterricht. Der Klassenraum ist ungewöhnlich voll. Die niederländischen Gastschüler sind ebenfalls dort, kein besonders interessantes Programm, so eine Vertretungsstunde. Ich erfahre, dass den Gastschülern Vertretungsunterricht unbekannt ist, wenn an der Partnerschule eine Stunde ausfällt, beschäftigen sich die Schüler selbständig oder gehen nach Hause. Neid kommt auf – bei unseren SchülerInnen und auch bei mir.

In der letzten Stunde am Donnerstag steht Englisch in Klasse 6 auf dem Plan. Gestern habe ich endlich den Vokabeltest korrigiert und kann ihn zurückgeben. Nach der Klassenarbeit fragt niemand mehr, man weiß, die gibt es am Freitag. Ich schreibe einen Satz an die Tafel, unterstreiche ein Satzteil. „The magazine is about football.“ Arbeitsauftrag: Bildet einen Fragesatz, der nach dem unterstrichenen Satzteil fragt. Das Bilden von Fragesätze mit Fragewörtern und Präpositionen haben wir in der vorigen Stunde neu gelernt. Da die Schüler gerne „gegen die Uhr“ arbeiten, gebe ich eine Minute Zeit, danach soll der Satz richtig im Heft stehen. „Fertig“, ruft der erste Schüler nach nur 15 Sekunden, nach 30 Sekunden meinen weitere Schüler, die Lösung gefunden zu haben, andere grübeln noch. Die letzten 10 Sekunden zählen wir gemeinsam herunter: 10, 9, 8, 7, 6, noch 5, 4, 3, 2, FEUERALARM !!! Der Sirenton ist eindringlich. Nach kurzem Erstaunen reagieren die SchülerInnen vorbildlich. Fenster werden geschlossen, eine Zweierreihe vor der Tür gebildet, ich greife Schlüssel und Klassenbuch und gebe das Startzeichen zum Verlassen des Klassenraums. Hinter dem letzten Schüler schließe ich die Türe. Im Treppenhaus geht es erstaunlich zivilisiert zu, kein Schubsen oder Rennen. Alle wissen, wohin sie gehen müssen. Erst als wir in dem uns zugewiesenen Bereich des Schulhofes stehen und ich kurz die Anwesenheit kontrolliere, fragt mich eine Schülerin: „Brennt es wirklich?“ Ich weiß es nicht, vermute aber, dass es ein Probealarm oder – wie erst vor kurzem – ein technischer Defekt der Feuermeldeanlage ist. Später wird sich herausstellen, dass der Alarm mutwillig von einer noch unbekannten Person (Schüler?) ausgelöst wurde.

Zurück in der Klasse lobe ich die SchülerInnen für ihr vorbildliches Verhalten und wir gehen relativ schnell zur Tagesordnung über. „What is the magazine about?“ ist die richtige Lösung der Aufgabe an der Tafel. Es bleibt noch Zeit für das Notieren der Vokabelaufgabe, dann ist Pause. Die SchülerInnen gehen wieder auf den Hof, diesmal jedoch mit Jacken und in kleinen Gruppen und ohne meine Begleitung.

Ich habe frei und fahre zum Einkaufen zum Stautenhof, um dort die Schenkel eines Weidehähnchens für das Abendessen einzukaufen. Ein Salat kommt auch noch dazu und ein Stück Käse aus dem Angebot.

Der Rest des Nachmittags steht ganz im Zeichen der Korrektur der 6er-Arbeit, schließlich habe ich angekündigt, diese morgen zurückzugeben. Nur unterbrochen vom Abendessen und einigen kurzen Teepausen, arbeite ich den Stapel ab. Nach dem Abendessen kann der Mann im Haus sein Excel-Programm anwerfen und die Säulendiagramme für die Auswertung der Arbeit erstellen und für jeden Schüler ausdrucken. So können die Schüler (und Eltern) sehen, wie erfolgreich sie bei den einzelnen Aufgaben im Vergleich zum Klassendurchschnitt und zur Maximalpunktzahl waren.

Während Heidi die Teenie-Models umstylt und über den Catwalk schickt, schreibe ich Noten unter Klassenarbeiten und klebe die Auswertungen in die Hefte.

Noch eine halbe Stunde hat der Donnerstag und morgen ist Elternsprechtag – von 16 – 18.30 Uhr! Ich kann mir einen angenehmeren Start ins Wochenende vorstellen.

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Die Schüler der 6. Klasse sollen Anweisungen übersetzen, die sie in der Londoner U-Bahn hören bzw. lesen können.

Ich zitiere aus der Klassenarbeit des Schülers „L“:

Don’t feed the pigeons on the platform.“  –> „Nicht auf die Pinguine auf dem Bahnsteig treten.“

Sind die aus dem Zoo entlaufen.

Change trains at the next station.“ –> „Tausche die Züge an der nächsten Station.“

Gibst du mir deinen Zug, geb ich dir meinen Zug. 😉

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