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Posts Tagged ‘Klassenarbeiten’

Herbstferien, Sie wissen schon, meine letzten …

Mein zweiter unterrichtsfreier Tag beginnt früh heute, es ist noch gar nicht richtig hell draußen. Ich hole mir einen Kaffee an den Schreibtisch und fahre den Computer hoch. Auf dem Schreibtisch liegt der Stapel mit den Arbeiten der 7. Klasse. Nicht immer ist das Titelblatt so einladend wie dieses hier.

Leider ist der Inhalt weniger erfreulich. Heute korrigiere ich den Vokabelteil, es geht darum, verschiedene englische Übersetzungen des deutschen Verbs „gehen“ in einen Lückentext einzusetzen. „How goes you?“ sollte eigentlich niemand mehr schreiben, das haben wir zu Beginn der 5. Klasse schon besser gelernt. Trotzdem muss ich diese Lösung zwei Mal als falsch anstreichen.

In der nächsten Aufgabe muss man sich bei der Bildung von Sätzen zwischen dem Perfekt und dem Präteritum entscheiden, es gibt Signalwörter, die eine Entscheidung leichter machen sollen. Das Ergebnis ist vielfach wenig erfreulich. Die Verwendung der richtigen Zeitformen wird bis zum Abitur ein Problem bleiben, das weiß ich aus leidvoller (Korrektur)-Erfahrung.

Nach einer knappen Stunde lege ich den Rotstift zur Seite. Für heute ist der schulische Teil des Ferien-Pflichtprogramms beendet. Draußen ist es inzwischen hell geworden. Ich trinke einen zweiten Kaffee.

Nächste Ferienprogrammpunkte: Küche und Waschkeller.

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Schön, dass Sie da sind.
Nun sind es nur noch wenige Wochen sind bis zum Ende des Schuljahres und den „großen Ferien“. Die letzten Klassenarbeiten werden geschrieben, Ausflüge und Abschlussfeiern geplant und durchgeführt, Theaterstücke einstudiert und aufgeführt.
Die Tage werden länger, morgens ist es schon hell bevor es Zeit ist aufzustehen und lautes Vogelgezwitscher ersetzt den elektronischen Weckton.
Gerne hätte ich auf den Regen zu Ihrer Begrüßung verzichtet. Sie haben doch hoffentlich auch noch eine ganze Menge Sonnenschein im Gepäck?
Könnten Sie den jetzt mal auspacken und dann dürfen Sie es sich gerne hier 30 Tage lang gemütlich machen.

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Aus gegebenen Anlass bezieht sich die „have-done„-Liste heute ausschließlich auf Klausuren und Klassenarbeiten.

  • Klassenarbeit Nr. 5 in der 6. Klasse schreiben lassen (noch nicht korrigiert)
  • Klassenarbeit Nr. 4 in der 8. Klasse schreiben lassen (noch nicht korrigiert)
  • Text für die Englisch-Abiturprüfung im 4. Fach für einen Schüler gefunden und Prüfungsverlauf erstellt (Prüfung am Montag um 16 Uhr)
  • 8 von 8 Abiturklausuren im Grundkurs korrigiert und bewertet (z.Zt. 3 Abweichungsprüfungen und 1 Defizit)
  • 14 von 20 Abiturklausuren im Leistungskurs korrigiert und bewertet (z.Zt. 1 Abweichungsprüfung und 4 Defizite)

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In der heutigen Klassenarbeit müssen die Fünftklässler ihre Kompetenzen im Bereich „Hörverstehen“ unter Beweis stellen. Für einige ist es gar nicht einfach, während des Zuhörens im vorgelegten Text die Wortlücken zu füllen. Hier und da bleiben auch nach dem zweiten Hören noch Lücken offen. Viele sind erleichtert, als sie erfahren, dass Rechtschreibfehler bei dieser Aufgabe nicht zu Punktabzug führen.

Im zweiten Teil der Arbeit geht es um die richtige Wortstellung im Satz (S-V-O) und die Anwendung der wohl berühmtesten Regel des Englischunterrichts: „he, she, it – das ’s‘ muss mit!„.

Der letzte Teil verlangt das Verfassen einer Wegbeschreibung. Dabei stellt sich vielen die Frage, wie man „Bachstraße“ ins Englisch übersetzen solle, was „Bach“ heiße (engl.: brook) und ob man Street oder Road schreiben solle. Da es im Stadtplan neben der Bachstraße auch noch die Beethoven- und die Mozartstraße gibt, war mir bei der Erstellung der Aufgaben die Problematik nicht aufgefallen und eine Übersetzungshilfe nicht nötig erschienen. Den Unterschied zwischen „street“ und „road“ muss ein Fünftklässler noch nicht beherrschen. [Für Interessierte: „road“:  a hard surface built for vehicles to travel on – „street“: a public road in a city or town that has houses and buildings on one side or both sides]

Jetzt habe ich wieder was zu Korrigieren …

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… ist der darauf folgende kurze Freitag. Besser wäre ein freier Freitag, aber ich will nicht unbescheiden sein, den hatte ich ja im letzten Halbjahr. Morgen um 10 Uhr ist die erste Schulwoche im neuen Jahr geschafft. Auf dem Schreibtisch liegen dann noch 3 Klausuren und 58 Klassenarbeitshefte aus Klasse 6 und 7. Da kommt dann auch an den Nachmittagen der zweiten Schulwoche keine Langeweile auf.

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Die Klassenarbeit ist zurückgegeben, nun soll die Berichtigung angefertigt werden.

Lehrerin: „Bitte nummeriert eure Grammatikfehler (Gr) und schreibt in einer Liste im Klassenarbeitsheft neben die Ziffer, welche Grammatikregel ihr nicht beachtet habt, z.B. G1: ‚he, she, it, das „s“ muss mit.‘ Anschließend berichtigt ihr dann den Satz und unterstreicht die korrigierte Stelle, so wie immer. Alles klar?“

Schüler: „Auch die Wortfehler (W)?“

Ich habe es wohl nicht gut genug erklärt.

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… Unterrichtsstunden am morgigen Freitag, dann darf ich schon wieder ein Wochenende genießen. LehrerIn muss man sein 😉

Die letzten beiden Abende standen ganz im Zeichen der Korrektur der Klassenarbeit „meiner Klasse“. Nun ist es geschafft, morgen gebe ich sie zurück. Niemand bekommt ein „mangelhaft“, die Durchschnittsnote ist 3,2. Das ist „befriedigend“ und entspricht dem Bild, das ich seit Beginn des Englischunterrichts in Klasse 5 von diesen Schülerinnen und Schülern habe. Da ist noch „Luft nach oben“.

Jetzt gönne ich mir ein Fläschchen meiner neuen „Lieblingsbrause“. Bisher die beste von denen, die ich probiert habe, leider auch die teuerste.

Schauen Sie unter diesen edlen Verschluss (klick!)

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Es ist besorgniserregend

Und mit „besorgniserregend“ meine ich diesmal nicht den Zustand des Atomkraftwerks in Japan. Selbstverständlich ist die Lage dort auch besorgniserregend.

Besorgniserregend sind viele der Klassenarbeiten der 5er, ganz besonders die von N., der die ersten vier Zeilen mit hellblauem Buntstift und den Rest der Arbeit mit einem unangespitzten Bleistift geschrieben hat. Warum sorgt in dessen Familie niemand dafür, dass er einen Füller im Mäppchen hat, wenn eine Klassenarbeit geschrieben werden muss?

Schule findet bei so manchem Ganztagsschüler zu Hause nicht mehr statt. Zu Hause ist Freizeit, Fernsehen, Sport, Computer und was sonst noch Spaß macht. Da kann man schon mal vergessen, dass eine Tintenpatrone im Füller auch leer wird, besonders gerne kurz vor oder während einer Klassenarbeit.

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Manchmal eignen sich Übungsaufgaben in Klassenarbeiten dazu, etwas über die Vorlieben und Abneigungen, aber auch über das Privatleben der Schülerinnen und Schüler zu erfahren.

Aufgabe 2 b) in der Klassenarbeit der 8. Klasse beschäftigt sich mit dem Gerundium. Die SchülerInnen sollen es in Sätzen verwenden, die etwas über eine Person, die sie mögen bzw. die sie interessiert aussagen.

Write about a person you like. It can be a friend, someone from your family or a famous person.“

In jedem Satz soll das Gerundium verwendet werden. Es sind einige Wörter vorgegeben, die benutzt werden sollen:

hate, like, be good, dream, be famous, be interested, be afraid

Und so erfahre ich nun – mehr oder weniger unfreiwillig – interessante Dinge über mir zumeist völlig fremde Personen, aber auch über Mitschüler oder Geschwister, die in meinem Unterricht in höheren Klassen sitzen.

Bestimmt hätte mir T. von sich aus nicht erzählt, dass er ein berühmter Basketballspieler werden möchte, aber Angst hat, bei diesem Sport verletzt zu werden. Sein kleiner Bruder hat sich ihn als „person you like“ ausgesucht und plaudert aus dem Nähkästchen.

Ich bin auch nicht sicher, ob es M. recht wäre, wenn sie wüsste, dass ihre Freundin C. mir mitgeteilt hat, “ M. dreams of having a boyfriend.“ Aber wovon sonst träumen die Girls mit 14?

Für M. ist seine Mutter „the person you like„, bisher habe ich sie noch nicht kennengelernt, aber seit heute weiß ich, dass sie gut kochen kann, sich Sorgen um den schulischen Erfolg ihres Sohnes macht und  „tired of working in our shop“ ist. Was für ein Geschäft mögen M’s Eltern haben?

L. hat die Aufgabe anders verstanden. Sie schreibt offensichtlich von dem, was sie glaubt, dass es andere von ihr denken. So lese ich in ihrem Heft, „L. is good at being a good friend“ und weiß jetzt, dass sie davon träumt, eine sehr gute Reiterin zu werden.

Manchmal lese ich eine Liebeserklärung an die beste Freundin: „I’m interested in being a good friend to her, like she is interested in being a good friend to me.“ Besser kann man es nicht ausdrücken.

Viele SchülerInnen, die gerne Texte (in Englisch) schreiben, benutzen das Gerundium schon sehr souverän und ihre Sätze und kleinen Texte hören sich richtig flüssig an.

So macht das Lesen (und Korrigieren) von Klassenarbeiten auch einmal Spaß.

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