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Posts Tagged ‘Museum’

Das Bett unterm Dach ist frisch bezogen, Bad und Gästetoilette auf Hochglanz gebracht, die Warmhaltekanne mit frischem Kaffee befüllt. Schnell hängt der Mann im Haus noch drei Bilder im Treppenhaus auf … dann ist sie auch schon da, die beste Freundin vom östlichen Rand des Ruhrgebiets, zum traditionellen Ferienbesuch.

Neben ganz viel Informationsaustausch planen wir auch immer ein touristisches, kulturelles oder kulinarisches Highlight. Als die erste Tasse Kaffee getrunken und die ersten Neuigkeiten ausgetauscht sind, machen wir uns auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle und fahren ins Zentrum der Stadt. Für ein erstes kulinarisches Erlebnis besuchen wir die „SuppKultur“ auf dem Stadtmarkt und entscheiden uns für Kartoffelsuppe mit (Bio)Bockwurst und ein Glas vom Wein der Woche.

So gestärkt laufen wir zum 1897 als Denkmal für Kaiser Wilhelm erbauten Museum der Stadt, das im Sommer 2016 nach 6-jähriger Umbauzeit wieder eröffnet wurde. Die aktuelle Ausstellung heißt „Das Abenteuer unserer Sammlung I“ und zeigt ausgewählte Werke aus dem Fundus des Museums, aktuelle, moderne und alte Kunst, zusammengestellt unter einem thematischen oder stilistischen Thema. Es gibt Gemälde, Skulpturen, Fotos und Installationen. Die bekannteste ist sicherlich die von Joseph Beuys 1984 persönlich für das Museum konzipierte Installation in zwei Räumen (mehr Info hier). Es gibt viel zu entdecken und wir verbringen eine unterhaltsame Zeit.

Als wir das Museum verlassen, fängt es an zu regnen. Wir finden ein trockenes Plätzchen bei Anna und Kathrin im Liesgen. Dort bestellen wir leckeren Milchkaffee und – nach kurzem Zögern (eigentlich sollten wir nicht, oder?) – jeder ein Stück Kirsch-Streusel-Torte. Ein Foto gibt es nicht, Sie dürfen gerne ihre Fantasie bemühen.

Als wir das Café verlassen, hat es aufgehört zu regnen und wir machen noch einen Abstecher zum örtlichen Creativ-Markt. Dort erfüllt mir die beste Freundin den Wunsch nach einem „Zentangle®“-Buch. Dann fährt uns die Straßenbahn zurück.

Um den Urlaubscharakter des Besuchs perfekt zu machen, kochen wir das Abendessen nicht selber, sondern überlassen dies dem Koch im Cafe Kosmopolit. Das Restaurant liegt mitten in der Stadt, versteckt in einem ehemaligen Lagerhaus. Gebaut um die Jahrhundertwende, war es zunächst Kaffeehandlung, danach Fuhrpark und Lager einer örtlichen Möbelmanufaktur. Große Türen, Industriesäulen und die Höhe des Raumes erinnern an die frühere Nutzung des Gebäudes.

Parkplätze in der Nähe des Restaurants sind eher spärlich, doch wir haben Glück, denn der „Lieblingmann“ chauffiert uns und findet eine Lücke direkt vor den Eingang. Wir behaupten, er habe beim Kauf seines Autos nicht nur die Farbe und Ausstattung, sondern auch die Option „freier Parkplatz“ gewählt.

Bei leckerem Essen, weißem Wein und netten Gesprächen lassen wir den Urlaubstag ausklingen. Ein Foto von Salat mit Tandoori-Hühnchen, Lachs auf Kürbisgemüse und Penne mit scharfen Hackfleischbällchen gibt es nicht, auch hier ist wieder Ihre Fantasie gefragt.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen macht sich die beste Freundin wieder auf den Rückweg nach Hause. Schön wars. Wir freuen uns schon auf die nächsten Ferien. Bis dahin werden wir Ideen für weitere gemeinsame Unternehmungen sammeln.

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Die beste Freundin und ich sind seiner Einladung am letzten Wochenende gefolgt.

Im Eingangsbereich des Museums war Herr Karl nicht zu übersehen.

Herr Lagerfeld

Direkt im Eingang der Ausstellung durften wir einen Blick auf den Arbeitstisch des inzwischen 80-jährigen Designers werfen, ein Stückchen weiter in den Büchern blättern, die ihn zu seinen Werken inspiriert haben. Goethes „Faust‚“ ist dabei und, wen wunderts, Oscar Wildes „Bildnis des Dorian Grey„. Sie wissen schon, die Geschichte jenes jungen Mannes, dessen Bild altert, während er ewig jung bleibt – mit fatalen Folgen.

Herr Karl präsentierte uns auch Beispiele seiner Modekreationen, allerdings waren die Models ein wenig farb- und leblos.

Gibt es die auch in meiner Größe?

Herr Karl sammelt übrigens keine Briefmarken, sondern Poster. Eine kleine Auswahl hatte er mitgebracht. Ob er das Kopfwaschpulver auch selber verwendete und den Staub nach dem Ausbürsten mit einem leckeren Malzbier heruntergespülte ?

Gerne hätten wir Herrn Karl auf seinem Flügel spielen hören, doch wir durften nur gucken, die Musik im Raum kam aus schwarzen Lautsprecherboxen.

Lagerfeld Fluegel

Zahlreiche seiner Fotos waren Auftragsarbeiten für Autohersteller, Champagner-produzenten oder Kosmetikfirmen. Gerne ließ sich Herr Karl mit seinen Werken ablichten.

Lagerfeld Stuehle

Wir waren von Herrn Karls Schaffen beeindruckt und können einen Besuch der Ausstellung, die noch bis Mai zu sehen ist, empfehlen.

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