Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘ohne Schule’

Die [ehemaligen] Kolleginnen posten Urlaubsfotos, es sind Herbstferien in NRW. Kann mir egal sein. Ich habe ja jetzt immer Ferien. Doch es fühlt sich komisch an. Dabei war ich doch gerade erst im [Kurz-] Urlaub.

Die beste Freundin aus dem östlichen Ruhrgebiet hatte mich eingeladen zu zwei Tagen Wellness am Meer. Ihr Geschenk zu meinem Eintritt ins Rentnerinnendasein. Es war herrlich und hat einen eigenen Beitrag verdient, finde ich. Kommt, versprochen.

Und was mache ich nun so in den Herbstferien, während alle, die ihre Auszeit nur in den Ferien genießen können, unterwegs sind?

Ich spiele und bastele mit dem Lieblingsenkel. Ich räume auf und aus und um. Ich lese. Ich schaue den einen oder anderen Film in den Mediatheken der öffentlich rechtlichen Fernsehsender. Ich mache Termine mit Handwerkern, die sich freuen, dass ich flexibel bin.

Und vor allem: ich genieße meine Freiheit und das Leben ohne Stundenplan und versuche mir meinen ganz eigenen Tages-, Wochen- und Lebensplan zu machen.

Read Full Post »

Am Dienstag fahren wir mit dem Fahrad zur Rhineside und warten gemeinsam mit vielen anderen Menschen auf das Höhenfeuerwerk, das trotz der großen Hitze und Trockenheit nach Einbruch der Dunkelheit vom Duisburger Rheinufer aus gezündet werden darf. Wir blicken auf den Rhein, sehen die Schiffe vorüberfahren, es wird dunkel. Irgendwann ein lauter Knall – das Feuerwerk beginnt. Eine halbe Stunde lange leuchten die Feuersterne am Himmel.

Feuerwerk an der Rhineside

Am Mittwoch ist es heiß, sehr heiß. Im Haus ist es kaum auszuhalten. Ein Ventilator bewegt die Luft ein wenig. Ich hasse das Geräusch von Ventilatoren. Vom Windzug muss ich niesen.

Am Abend sitze ich im Garten, die Füße zeitweise im Mini-Planschbecken. Das Wasser kommt aus acht Metern Tiefe und ist angenehm kalt. Im Becken wird es sehr schnell angewärmt. Dann ist es keine wirkliche Erfrischung mehr.

Balance-Übung

Am Donnerstag erreicht die Hitzewelle ihren Höhepunkt. Trotzdem treffe ich das große und das kleine Kind in einem japanischen Restaurant. Sie haben mich zum Sushi-Essen eingeladen.

Am Freitag kühlt es endlich ein wenig ab. Kurzfristig sind die Temperaturen draußen niedriger als drinnen. Es dauert eine ganze Weile, bis die Wärme wieder aus dem Haus hinausgelüftet ist. Der Ventilator läuft während ich am Schreibtisch sitze und Unterlagen und Rechnungen für die Steuererklärung heraussuche. Es fehlen immer noch wichtige Belege, die ich erst bei den entsprechenden Behörden anfordern muss.

Am Abend auf der Terrasse stecken der Lieblingsmann und ich gemeinsam die Füße ins Mini-Planschbecken. Wir haben uns gegen einen Ausflug in die Innenstadt zum traditionellen Freitags-Spießbraten-Essen entschieden. Zu grau sind die Wolken am Himmel. Sie künden von baldigem Regen.

Irgendwann hüpft ein Grashüpfer zu uns ins Wasserbecken. Weil der nicht schwimmen kann, wird er gerettet. Eine ganze Weile sitzt er völlig außer Atem und reglos auf der Tischdecke. Vielleicht ist er tot? Als ich eine Weile nicht hingeschaut habe, ist er verschwunden. Einfach weggehüpft, ins Gras hoffentlich.

Am Samstag regnet es dann ergiebig. So ergiebig, dass ich die Gießkanne unter den Regenablauf am Gartenhaus stellen kann. Während ich vor dem Regen geschützt auf der Mini-Veranda sitze und in den Garten blicke, tropft das Regenwasser vom Balkon direkt in den kleinen roten Eimer, den ich aufgestellt habe, um es zum Gießen der Orchideen zu sammeln.

Regentropfen, die in dem Eimer klopfen …

Read Full Post »

Die Nacht ist um sechs Uhr zu Ende, weil der kleine Gast feststellt, dass es draußen schon hell ist. Ich hätte gerne noch ein Stündchen geschlafen (mindestens), füge mich aber den Wünschen des jungen Herrn.

Sein Frühstück besteht aus einem Becher Kakao, ich trinke einen Kaffee. Anschließend malen wir einen Betonmischer aus, spielen mit Autos, ich baue einen Kran mit dem Holzbaukasten, das schwierigste Modell von allen, die im Bauanleitungskatalog beschrieben sind. Eine echte Herausforderung.

Um zehn Uhr machen wir eine Spielpause und fahren zum Markt. Dort kaufen wir Äpfel und Eier. Die Frage, ob wir braune oder weiße Eier kaufen wollen, entscheidet er mit „die grauen“. Die Marktfrau ist amüsiert und schenkt ihm ein buntes Ei, ein rotes, mit dem Hinweis, leider habe sie kein graues.

Wir kaufen Brötchen und Schinkenwurst („Kreiswurst“) fürs Mittagessen, machen einen kleinen Einkauf im Drogeriemarkt.

Nach dem Mittagessen machen wir einen Ausflug zum Spielplatz. Mit einem „Trommelrutscher“ versucht der Dreijährige den Sand am unteren Ende der Rutsche loszuwerden, erfolglos. Wir finden eine große Elsternfeder und nutzen sie als Minibesen.

Sicher rutschen mit Helm 😀

Wir treffen Rebecca, deren Aufgabe es ist, die Bäume in der kleinen Grünanlage zu überprüfen. Sie klopft mit einem Hammer auf den Stämmen, trägt ein elektronisches Eingabegerät um den Hals. Interessiert schauen wir zu und lassen uns die Arbeit der städtischen Mitarbeiterin erklären.

Weil die dunklen Wolken weggezogen sind, besuchen wir noch einen weiteren Spielplatz. Hier treffen wir die dreijährige Leonie, die mir erklärt, sie sei eine Prinzessin umd einen Jungen, der einen Trecker mit Anhänger dabei hat. Die drei Kids spielen eine Weile friedlich miteinander. Ich sitze derweil beobachtend auf einer Bank. Rentnerinnenleben?

Am späten Nachmittag fahre ich meinen Gast zurück nach Hause. Er verschläft die gut dreißigminütige Fahrt.

Fazit von Tag 3 ohne Schule: Wir hatten Spaß!

Read Full Post »