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Posts Tagged ‘Rotstift’

Herbstferien, Sie wissen schon, meine letzten …

Mein zweiter unterrichtsfreier Tag beginnt früh heute, es ist noch gar nicht richtig hell draußen. Ich hole mir einen Kaffee an den Schreibtisch und fahre den Computer hoch. Auf dem Schreibtisch liegt der Stapel mit den Arbeiten der 7. Klasse. Nicht immer ist das Titelblatt so einladend wie dieses hier.

Leider ist der Inhalt weniger erfreulich. Heute korrigiere ich den Vokabelteil, es geht darum, verschiedene englische Übersetzungen des deutschen Verbs „gehen“ in einen Lückentext einzusetzen. „How goes you?“ sollte eigentlich niemand mehr schreiben, das haben wir zu Beginn der 5. Klasse schon besser gelernt. Trotzdem muss ich diese Lösung zwei Mal als falsch anstreichen.

In der nächsten Aufgabe muss man sich bei der Bildung von Sätzen zwischen dem Perfekt und dem Präteritum entscheiden, es gibt Signalwörter, die eine Entscheidung leichter machen sollen. Das Ergebnis ist vielfach wenig erfreulich. Die Verwendung der richtigen Zeitformen wird bis zum Abitur ein Problem bleiben, das weiß ich aus leidvoller (Korrektur)-Erfahrung.

Nach einer knappen Stunde lege ich den Rotstift zur Seite. Für heute ist der schulische Teil des Ferien-Pflichtprogramms beendet. Draußen ist es inzwischen hell geworden. Ich trinke einen zweiten Kaffee.

Nächste Ferienprogrammpunkte: Küche und Waschkeller.

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Gerade als ich dachte, wir hätten die Erkältung im alten Jahr und im hohen Norden zurückgelassen, meldete sie sich erneut. Diesmal mit kräftigem Husten. Wobei der Mann im Haus mehr leidet als ich und folglich auch einen Besuch beim Arzt seines Vertrauens machte, der ihn mit einem homöopathischen Medikament versorgt und für den Rest der Woche krank geschrieben hat.

Wir trinken nun also reichlich Tee und probieren verschiedene Kräuterbonbons, um den Hustenreiz zu reduzieren. Mit unterschiedlichem Erfolg.

Für heute Abend habe ich Heringssalat mit frischen Matjesheringen vorbereitet. Fisch soll ja gesund sein und Vitamine in Form von Äpfeln, Kartoffeln, rote Beete und Gewürzgurken sind auch drin. Mal sehen, ob sich der Husten damit vertreiben lässt.

Auf jeden Fall bin ich gesund genug, um den Rotstift zu schwingen. Das Ende der Ferien ist in Sicht.

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Schon wieder ist ein Monat vergangen und es ist Zeit für den Tagebucheintrag, den Frau Brüllen ins Leben gerufen hat.

Ich erspare Ihnen die üblichen Details wie Aufstehen, Waschen, Schminken und Zähneputzen. Der Mann im Haus besorgt die Frühstückbrötchen, während ich versuche, die Eier nicht wieder glibberig zu kochen. 6 Minuten fallen offensichtlich nicht immer gleich lang aus. Nach dem Frühstück begebe ich mich direkt an meinen Schreibtisch und mache mich an die Korrektur einer Klausur eines „Nachschreibers“. Einige Milliliter rote Tinte später ist das Projekt abgeschlossen, mehr als ein „ausreichend“ kann ich leider nicht vergeben.

Danach nehme ich gleich die nächste ungeliebte Tätigkeit in Angriff, es gilt Noten für die „sonstige Mitarbeit“ zu verteilen, um sie morgen den EF-Schülern mitteilen zu können. Mit Hilfe eines Bewertungsschemas geht das diesmal recht zügig von der Hand. Ich hoffe, meine Vorstellungen decken sich weitestgehend mit denen der Schülerinnen und Schüler.

Gegen Mittag gönne ich mir eine kleine Pause und fahre in die Nachbarstadt, um dort den starken Männern unter den Rock zu gucken beim Steinstoßen zuzuschauen.

Auf dem Rückweg halte ich beim Obstbauern, kaufe ein Schälchen Erdbeere und fotografiere die blühenden Obstbäume für einen späteren Blogeintrag. Auf dem benachbarten Tulpenfeld locken mich vereinzelte bunte Blüten und laden zu Makro-Aufnahmen ein. Bei der Bearbeitung muss ich feststellen, wie schnell ich mit Photoshop wieder aus der Übung gekommen bin.

Schwarze Tulpe

Zurück am heimischen Schreibtisch spitze ich wieder den Rotstift und korrigiere Klausur Nr. 2 von 5 zum Thema „Analysing a political speech„, der Sachtextaufgabe aus dem diesjährigen Abitur. Leider kann ich nicht mehr als 9 Punkte vergeben.

Danach ist es Zeit für eine Pause und Erdbeeren mit Schlagsahne.

Bis zum Abendessen, das heute aus der Tiefkühltruhe kommen wird, werde ich mich noch ein wenig auf den morgigen Schultag vorbereiten. Danach wird der Sonntag wohl traditionell mit dem Tatort ausklingen.

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