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Posts Tagged ‘Ruhrgebiet’

St. Maaatin, St. Maaatin, St. Maaatin ritt durch Schnee und Wind

Im Ruhrgebiet gibt es sie zu St. Martin bei jedem Bäcker, die Martinsbrezel. Hier am linken Niederrhein gibt es nur Weckmänner. Also musste ich selber backen und ein rotes Band fand sich in der Weihnachtskiste.

Ich geh mit meiner Laterne …

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Wenn ich, so wie gestern, zur besten Freundin fahre, dann muss ich vom linken Niederrhein bis an den östlichen Rand des Ruhrgebiets. Bei der Fahrtstrecke habe ich die Wahl zwischen „obenrum“ über die A42 – A43 – A2 – A1 oder „untenrum“ über die A44 – A3 – A 46 – A1 oder einfach „mittendurch“ über den als „Ruhrschnellweg“ (A40) bekannten Teilabschnitt der ältesten und wichtigsten Verkehrsachse Deutschlands, der Bundesstraße 1.

Am liebsten fahre ich, wenn es die Verkehrsverhältnisse zulassen, „mittendurch“, auch wenn das Geschwindigkeitsbegrenzungen, Baustellen und eine lange Ortsdurchfahrt bedeutet. Denn zum Einen ist diese Strecke die kürzeste und zum Anderen weckt sie, egal in welche Richtung, zahlreiche Erinnerungen. Wäre die A 40 ein Zeitstrahl, so ließe sich daran so manche Station meines Lebens darstellen.

Ruhrschnellweg

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Wer hätte gedacht, dass es mich eines Tages zunächst auf die linke Seite der Ruhr und schließlich sogar auf die linke Seite des Rheins verschlagen würde. So richtig lange Wurzeln habe ich weder hier noch dort geschlagen. Und ich wünsche mir manchmal, eines Tages wieder in der Nähe jener besonderen Straße zurückzukehren, wieder „mittendrin“ im Ruhrgebiet zu leben.

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Sie zahlte mein erstes Gehalt, damals vor x-zig Jahren, als WerkstudentInnen ihren Lohn noch in einer Klarsichttüte im Personalbüro ausgezahlt bekamen.

Sie gab mir Arbeit in den Semesterferien, um meine Urlaube, mein Outfit, mein Auto und all den Luxus, den ich mir vom elterlichen Unterhalt nicht hätte leisten können, zu finanzieren.

Sie gab mir Arbeit, als mich die Lehrerschwemme in die Arbeitslosigkeit spülte.

Sie sorgte dafür, dass ich nicht „von der Schule in die Schule ging“, sondern Einblick bekam in das „richtige Arbeitsleben“.

Sie lehrte mich Wörter wie „kathodischer Schutz“ und „Vorarbeitermehrstunden“.

Sie bezahlte mich viele Jahre für das Erstellen einer frühmorgendlichen Pressemappe für die Vorstandsetage und für die Betreuung ausländischer Besucher in der Hauptverwaltung an der Huttropstraße.

Sie lehrte mich den Umgang mit Telefonistinnen, Büroboten und Registraturmitarbeitern und Empfangsdamen.

Sie lehrte mich die Macht von Vorzimmerdamen in Vorstandsetagen, die sich Chefsekretärin nannten und nicht Personal Assistant.

Sie lehrte mich den Umgang mit Bereichs- und Hauptbereichsleitern, vom Typ „väterlicher Freund“ bis „scharfer Hund“.

Sie lehrte mich den Umgang mit IBM-Kugelkopfschreibmaschinen und Magnetkarten zur Speicherung von Textdokumenten.

Sie lehrte mich das Aktualisieren von Loseblattsammlungen und das Radieren auf Rechnungsbögen mit 5 Durchschlägen.

Sie lehrte mich Geschäftsbriefe nach Stichworten zu formulieren und Verträge von knarzenden Diktafon-Kassetten abzuhören.

Sie ermöglichte meinen Eltern bis zu ihrem Tod ein Rentnerdasein ohne finanzielle Sorgen.

Seit heute ist die RUHRGAS tot, die Nachricht von ihren Ende stimmt mich wehmütig.

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Unsere „Reise in die Vergangenheit“ begann auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks „Phönix-West„, in dem noch bis 1998 Roheisen in Hochöfen hergestellt und anschließend mit dem „Feurigen Elias“ nach „Phönix-Ost“ transportiert wurde, um es dort zu hochwertigem Stahl weiter zu verarbeiten. [LINK]

2001 wurde das Stahlwerk geschlossen, Teile der Anlage nach China verkauft, von den Chinesen demontiert und in China wieder aufgebaut. Auf dem Brachgelände hieß es nach jahrelangen, aufwändigen (und teuren) Erdarbeiten Ende 2010 „Wasser marsch“, das Gelände wurde geflutet, es entstand der „Phönix-See“ [LINK]

Der  See hat eine Länge von ca. 1,2 Kilometern, eine Breite von ca. 300 Metern und ist etwa 3 m tief. Rund um den See führt ein etwa 3 km langer Fuß- und Radweg. Wir haben unseren kurzen Weg an der Westseite des Sees gestartet. Dort steht die „Hörder Burg“, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. [LINK]

Zu Zeiten der Phönix-Werke diente die Burg als Verwaltungsgebäude.

 

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