Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘school talk’

Schule am Samstag

Zum Glück findet am Samstag kein Unterricht statt, obwohl mein lieber Chef manchmal bestimmt schon mit dem Gedanken gespielt hat, unser Schulprofil um diese kleine Variante zu erweitern. Würden vielleicht noch mehr Eltern ihre Kinder an unserer Schule anmelden, wenn Sie nicht nur eine Ganztagsbetreuung sondern auch noch eine Samstagvormittag-Betreuung bekämen? Vater und Mutter können ungestört ausschlafen und/oder den Wochenendeinkauf erledigen, während die lieben Kleinen von 8-12 Uhr von uns „individuell gefördert“ werden. Nun, so weit ist es zum Glück noch nicht.

Schule am Samstag bestand heute nur aus der sprachlichen Korrektur einer einzigen Klausur, ein bisschen „Warmlaufen“, bevor es richtig los geht.

Auch Lehrerinnen haben Wochenende, machen Wochenendeinkauf oder erledigen Dinge, für die im Verlauf der Woche keine Zeit war. Waschen zum Beispiel oder Putzen oder Faulenzen.

Werbeanzeigen

Read Full Post »

Schule am Freitag

… dauert für mich nur 90 Minuten. Die verbringe ich jeden Freitag in einem winzigen Klassenraum in der 2. Etage. Dort wurden so viele Tische und Stühle hineingequetscht, dass theoretisch 30 Menschen sitzen können. Wir sind 19 und können uns ausbreiten. Besonders beliebt ist der Platz hinten rechts zwischen Fenster und Waschbecken. Motto: Möglichst weit weg vom Lehrertisch.

Zusatzausstattung des Raumes ist ein Fernseher – Modell 80er Jahre. Ein Kollege hat ihn ausgemustert und dort installiert. Er ist der Herr über die Fernbedienung. Zum Glück lässt sich das Gerät auch über Tasten steuern, den DVD-Player muss man aber selber mitbringen. Inzwischen haben die meisten KollegInnen ein eigenes Gerät. Es empfiehlt sich, auch ein Scart-Kabel zu bevorraten, die in der Schule vorhandenen verschwinden gerne mal ins Nirwana.

Pünktlich um 13.25 begann für mich das Wochenende – der eine oder andere Kollege musste noch beim Fußball-Duell „Schüler gegen Lehrer“ die Ehre der Lehrerschaft verteidigen. Das Ergebnis werde ich am Montag erfahren.

Read Full Post »

Schule am Mittwoch

Zwei Stunden Klausuraufsicht. Ich trinke Tee und nutze die Zeit zur Korrektur der Vokabeltests der 6er. Selten hat man in unserer Schule Gelegenheit, so ungestört zu arbeiten. Zu Beginn der Pause werde ich abgelöst, zwei Stunden später liegen 14 Arbeiten auf meinem Platz im Lehrerzimmer, bereit für den Rotstift. Mein Ziel: Rückgabe spätestens am 15.4., dem letzten Schultag vor den Osterferien.

Zwei Stunden Hospitation in „meiner“ Klasse. Ausbildungsunterricht Englisch. Übungen zu Relativsätzen, defining und non-defining, Gespräche über „Hispanics“ und „Californian Beaches“. Das Los bestimmt Gruppen für ein Placemat zur Frage: „Should beaches be open for all?“ Die Argumente der SchülerInnen sind wenig überzeugend. Insgesamt ist der Unterricht unspektakulär, es springt kein Funke über. Für die nächste Woche ist ein Unterrichtsbesuch der Fachleiterin geplant, hoffentlich hat die Stunde dann mehr Power.

Highlight des Tages ist die 7. Stunde in der 5. Noch immer kämpfen wir  mit der Objektform der Personalpronomen, in den Klassenraum scheint die Sonne, es ist warm, die Jungs sitzen teilweise im Unterhemd, was die Mädchen zu Blicken und Getuschel einlädt. Ich verteile 3 (virtuelle) gelbe Karten für Unaufmerksamkeit und Schwatzen mit dem Nachbarn, L. entgeht nur knapp der roten Karte (Extraaufgabe), als er zahlreiche lose Blätter auf dem Tisch sortiert, während seine Mitschüler das Ergebnis der Übungsaufgabe vergleichen.  Das anschließende „Rappen“ der Pronomen gelingt auch ohne die CD, die sich heute morgen in den unendlichen Weiten meines Arbeitszimmers nicht auffinden ließ.

Read Full Post »

Schule am Dienstag

Heute das volle Programm. Dazu eine Vertretungsstunde in einer 5. Klasse, die mich die Schwierigkeiten, die ich in „meiner 5“  habe, in einem anderen Licht sehen lässt. Es geht auch noch schlimmer.

„Meine 5“ trug die eher durchschnittlichen Ergebnisse der letzten Klassenarbeit mir Fassung. Jetzt kann es nur noch besser werden.

Ich hoffe, dass der Eintrag ins Mitteilungsheft von N. bewirkt, dass er in der nächsten Englischstunde einen Füller, einen Kuli oder einen Fineliner zum Schreiben benutzen kann und nicht wieder mit dem letzten abgebrochenen Stummelbleistift schreibt, den er auch zum Anfertigen der Klassenarbeit verwendet hat. Wahrscheinlich erziehen ihn seine Eltern gerade zur Selbständigkeit und er muss sich um die Ausstattung seiner Schultasche selber kümmern.

Einen Tag vor der LK-Klausur werden die Tipps der Lehrerin immer besonders eifrig notiert. Dazu bedarf es allerdings der Verwendung von Stift und Papier. Ich glaube dir einfach nicht, lieber J., dass sich dein 18-jähriges Schülerhirn alles so merken kann. Und das habe ich dir auch genauso gesagt. Aber du darfst mich morgen gerne vom Gegenteil überzeugen.

Read Full Post »

Die Top 3 der Skifahrt aus Schülersicht:

  • das Skifahren
  • der Supermarkt in der Nähe
  • die Souvenirgeschäfte

Die Flop 3 der Skifahrt aus Schülersicht:

  • Etagentoiletten
  • Essen nicht lecker
  • zu frühe Schlafenszeiten (Anm.d. Verf: 22.30 Uhr)

Die Top 3 aus Lehrersicht:

  • tolles Wetter
  • nette Kollegen
  • 1 Woche schulfrei

Die Flop 3 aus Lehrersicht:

  • lange Busfahrt
  • eine Etagentoilette für 15 Bewohner
  • wehleidige Schüler

 

Read Full Post »

Nachtfahrt mit dem Bus. Schlafen konnte ich nicht wirklich, da einige Schülerinnen und Schüler unaufhörlich redeten, lachten oder sich übergeben mussten. Nach 10,5 Stunden waren wir am Ziel.


(c)ladybird2011

Nach anfänglichem Zimmerverteilungschaos konnten wir bei einem Spaziergang das sonnige Alpenpanorama genießen.


(c)ladybird2011

Morgen geht es auf die Piste. Drücken Sie die Daumen, dass Mensch und Material unversehrt bleiben.

Read Full Post »

Anprobe der (Leih-)Helme und (Leih-)Schuhe ist für 9 Uhr geplant. Die Verleihfirma ist nicht pünktlich. Da bleibt Zeit für die Besprechung des zu Beginn des zweiten Halbjahres zu erwartenden (Probe-)Feueralarms.

Unser Klassenraum liegt günstig zum Treppenhaus, so dass wir (theoretisch) schnell am Sammelplatz ankommen. Zurück im Klassenraum Manöverkritik:

Wir sind alle diszipliniert durch das Treppenhaus zum Ausgang gegangen, es gab kein Gedränge und Geschubse. Doch was wäre wenn … ? Auf „unserem“ Flur sind noch weitere 6 Klassenräume. Wenn die Schüler aus diesen Räumen das Gebäude auf dem gleichen Weg verlassen wollen/müssen? Wenn es „in echt“ brennt? Ob wir dann nicht doch lieber aus dem Fenster auf das davor liegende kiesbedeckte Flachdach klettern und dort auf Rettung warten? Aber was ist, wenn es genau unter dem Flachdach brennt? Eine rege Diskussion kommt auf, die damit endet, dass wir einfach mal davon ausgehen, dass „unsere“  Schule nicht brennt. Positive thinking.

Danach ist die Anprobe von Skihelm und -schuhen endlich möglich. Zum Glück hat der Verleiher von allem eine große Auswahl mitgebracht und zum Glück sind wir die erste Klasse, die anprobieren darf. So kann jeder nicht nur einen Helm in der passenden Größe sondern auch in der Lieblingsfarbe aussuchen.


(c)ladybird2011

Bei den Jungs sind die Modelle besonders begehrt, die von Form und Farbe an Rennfahrerhelme erinnern. Es fällt mir nicht schwer, M. davon zu überzeugen, dass ein orangefarbiger Helm gut zur weißen Skijacke passt. Eine Stunde später ist jeder und jede mit einer Skiausrüstung versorgt.

Das Abenteuer kann beginnen.

Read Full Post »

Older Posts »